Was 1982 in kleinem Rahmen startete, genießt heute einen weltweiten Ruf

Die Gitarrenwoche wird 30

Hans Wilhelm Kaufmann freut sich auf die Gitarrenwoche und wirbt dafür zusammen mit Bürgermeister Detlef Eichinger (r.) und Reinhard Lüdemann, dem Kultur-Mann in der Rotenburger Stadtverwaltung. Die Gitarrenwoche wird 30 Jahre alt. ·
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Hans Wilhelm Kaufmann freut sich auf die Gitarrenwoche und wirbt dafür zusammen mit Bürgermeister Detlef Eichinger (r.) und Reinhard Lüdemann, dem Kultur-Mann in der Rotenburger Stadtverwaltung. Die Gitarrenwoche wird 30 Jahre alt. ·

Rotenburg - Hans Wilhelm Kaufmann war 28 Jahre alt, als er 1982 gemeinsam mit Grant Gustafson und Dirk Lemmermann eine Woche lang mehr als 20 junge Musiker und Gitarrenliebhaber unterrichtete. „Nein, es war damals so nicht abzuschätzen, was sich in den 30 Jahren danach entwickelt hat“, sagt Kaufmann als inzwischen 58-jähriger Organisator der Rotenburger Gitarrenwoche, die heute zu den international bekanntesten und beliebtesten Festivals der weltweiten Gitarrenszene zähle.

30 Jahre wird das Festival alt – und ein Ende ist nicht in Sicht. Die Geburtstagsgitarrenwoche wird vom 21. bis zum 29. Juli über die Bühne gehen – mit Hans Wilhelm Kaufmann, Dirk Lemmermann, Thomas Müller-Pering, Margarita Escarpa und Pavel Steidl als Dozenten sowie erneut rund 30 Teilnehmern aus vielen verschiedenen Ländern. Die Größenordnung der Gitarrenwoche ist stets gleich geblieben, um den intimen Charakter zu sichern, wie Kaufmann erklärt. Doch das Niveau sei stetig gestiegen. Ein Rezept, das sich durchgesetzt hat. Kaufmann: „Es gibt in Deutschland etwa 40 Gitarrenfestivals, aber nur drei, die so alt sind wie wir.“ Und spätestens mit der Präsenz im Internet habe die Veranstaltung zunehmend auch internationale Ausmaße angenommen. Teilnehmer aus Australien, Argentinien, China, Italien, Japan, Korea, Spanien den USA sowie 20 weiteren Ländern waren bereits dabei und belegen den internationalen Ruf. „Neben der Kurs arbeit für Musikliebhaber sorgen auch die Konzerte für eine Belebung und Ergänzung der regionalen Musikkultur: Internationale Künstler von Weltruf zeihen hier vor Ort ihre hohe Spielkunst“, so Kaufmann. Er fügt hinzu: „Durch das Zusammenwirken mit dem Gitarrenkurs können wir Künstler gewinnen, die sonst nicht den Weg hierher finden würden.“

Möglich sei das alles aber nur, weil die Stiftungen der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde sowie der Stadtwerke Rotenburg die Gitarrenwoche ganz erheblich unterstützten. Das mache allein fast ein Drittel des zwischen 25 000 und 30 000 Euro liegenden Etats aus. Kaufmann spricht von einer fruchtbaren Symbiose: „Wir kümmern uns darum, dass die Weltspitze in der Gitarrenmusik in Rotenburg auftritt, und die Stiftungen geben uns die notwendige Rückendeckung.“ Die restlichen Gelder kommen durch die Teilnehmergebühren sowie durch Sponsoren zusammen.

Probleme, die etwa 30 Plätze zu belegen, habe es in all den Jahren so gut wie nie gegeben. Im Gegenteil: Manchmal mussten die Veranstalter sogar Wartelisten anlegen beziehungsweise Absagen erteilen.

30 Jahre Rotenburger Gitarrenwoche. Das soll gefeiert werden. Geplant ist daher ein Empfang vor Beginn des Abschlusskonzertes am 28. Juli in der Theodor-Heuss-Schule an der Gerberstraße. Schirmherr Bürgermeister Detlef Eichinger („Ich habe früher nur ein bisschen getrommelt“) und die Mitglieder des Verwaltungsausschusses laden dazu ein, um anschließend gemeinsam mit den sicherlich wieder vielen Gästen einem besonderen Konzerterlebnis zu lauschen. · men

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