Fahrverbot am Sonntag aufgehoben

Für RWE Dea gilt Ausnahme

Visselhoevede - VISSELHÖVEDE/WITTORF · Einige Bürger haben sich gefragt, warum regelmäßig Gefahrguttransporter aus Nienburg Richtung Grapenmühlen fahren – auch an Sonntagen, an denen ein Fahrverbot für Lkw gilt.

Auf Nachfrage bestätigte Lothar Urbaniak, Sachbearbeiter Ausnahmegenehmigungen der Straßenverkehrsbehörde Nienburg, dass für Transporte der Bohrindustrie eine Ausnahmeregelung gelte, solange Dringlichkeit bestehe. Dies sei beim Transport von Lagerstättenwasser der Fall. Das Bohrgestänge müsse wegen des hohen Drucks regelmäßig ausgetauscht werden, dabei sei es erforderlich, vorher das Wasser aus der Leitung abzupumpen. Ansonsten könne es zu Verunreinigungen des Erdreichs kommen, so Urbaniak.

RWE-Pressesprecher Derek Mösche wehrt sich derweil gegen den Vorwurf, der Konzern habe die Öffentlichkeit nicht ausreichend über das Vorhaben informiert, Lagerstättenwasser in der Bohrstelle Grapenmühlen bei Wittorf zu verpressen. „Wir stehen im Kontakt zur Bürgermeisterin“, so Mösche. „Wir haben aber zur Kenntnis genommen, dass es nach wie vor Klärungsbedarf gibt. Wir sind gerne bereit, im Rahmen einer Informationsveranstaltung die Fragen der Bürger und der Verwaltung zu beantworten. Wir wollen durch Sachinformationen die Emotionalität aus dem Thema nehmen, denn wir sind von der Sicherheit der Methode überzeugt.“

Nach Angaben von Mösche hat RWE Dea die Genehmigung, 40 000 Kubikmeter Lagerstättenwasser in Grapenmühlen zu verpressen. Dabei würden keine als unsicher geltenden Polyethylen-Rohre verwendet, die beim Transport von Lagerstättenwasser von Völkersen nach Scharnhorst für erhöhte Benzol-Werte im Erdreich gesorgt hatten, sondern mehrere ineinander verschachtelte Stahlrohre, die die Flüssigkeit in Gesteinsformationen in mehr als 1 000 Metern Tiefe einbringen, so Mösche. · ber

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