Hassendorfer SPD setzt Schwerpunkte für die kommenden fünf Jahre Ratsarbeit

Genossen stellen Weichen

Freuen sich auf die nächsten fünf Jahre Regierungsverantwortung ihrer SPD in Hassendorf: Fritz Klee (l.), Klaus Dreyer und Petra Guderian. ·
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Freuen sich auf die nächsten fünf Jahre Regierungsverantwortung ihrer SPD in Hassendorf: Fritz Klee (l.), Klaus Dreyer und Petra Guderian. ·

Hassendorf - Die Weichen für die nächsten fünf Jahre sind gestellt: Die Hassendorfer SPD-Fraktion im Gemeinderat hat sich konstituiert – und freut sich nach 47 Jahren an der politischen Spitze auf eine weitere Amtsperiode in Regierungsverantwortung. Mit 51,67 Prozent halten die Genossen die absolute Mehrheit.

Von den elf Sitzen im Rat besetzen die Sozialdemokraten allein sechs. Gewählte und nun bestätigte Vertreter sind Ursula Beindorf, Klaus Dreyer, Petra Guderian, Hans-Joachim Hartmann, Fritz Klee und Ingo Ruminski. Neue Vorsitzende der Fraktion und somit Nachfolgerin von Fritz Klee ist Petra Guderian, die erstmals bei einer Kommunalwahl kandidierte und auf Anhieb ein Mandat erhielt. „Das nenne ich einen steilen Aufstieg“, freut sich Klaus Dreyer, den die Genossen gern als Bürgermeister behalten wollen. Auch seine Stellvertreter Fritz Klee und Ursula Beindorf gehen bei der konstituierenden Sitzung am 7. November erneut ins Rennen.

Eine Veränderung könnte sich dem Bürgermeister zufolge in der Zusammensetzung des Verwaltungsausschusses ergeben. Waren dort mit Dreyer und Klee für die SPD sowie Hermann Rugen von der CDU drei Ratsmitglieder vertreten, hätten die Grünen durch ihre nun zwei Sitze die Möglichkeit, ein Grundmandat wahrzunehmen – aber nur mit beratender Stimme.

Eine Neuerung schlagen die Genossen bei der Besetzung der Ausschüsse vor: Jedes Ratsmitglied soll in einem Gremium vertreten sein. Da von den elf Mandatsträgern vier im Verwaltungsausschuss sitzen würden, sollten die verbleibenden sieben dem neuen Ausschuss für Dorfentwicklung, Straßen und Umwelt angehören (ehemals Ausschuss für Straßen, Ortsgestaltung und Landschaftspflege). Weiterhin schlägt die SPD vor, dass Hermann Rugen weiterhin den Posten des Wegemeisters behält, „weil er die Arbeit recht gut gemacht hat und wir alle auch in Zukunft darauf vertrauen“, so Dreyer. „Ich glaube, es gibt keinen Besseren“, schließt sich Guderian an.

Inhaltlich haben sich die Genossen ebenfalls positioniert. Montag und Dienstag habe die SPD mit der CDU und den Grünen am Tisch gesessen. „Wir setzen auch in Zukunft auf eine offene Ratsarbeit“, betont Dreyer. Gleichzeitig wolle die SPD die verantwortungsvolle Politik ihrer Partei der vergangenen 47 Jahre fortsetzen.

Ein Schwerpunkt bilde das Thema Fracking. „Wir wollen das in den Rat einbringen. Wir als Hassendorfer SPD sehen uns auch in der Verantwortung, da zu reagieren“, betont die Fraktionsvorsitzende. Man wolle mit Blick auf das geplante Fracking nahe Bötersen sowie die Versenkungsanlage, die auf Hassendorfer Grund stehe, deutlich machen, dass die Gemeinde keine Gefahr für Mensch und Umwelt auf ihrer Fläche wolle.

Ein weiterer Schwerpunkt bleibe die Dorferneuerung. Hassendorf ist im Folgeprogramm „Dorfentwicklung“. Jedoch müsse man trotz allem Stolz über das Erreichte und der Zuschüsse in dem Zuge auch ein Auge auf den Haushalt haben. „Nach den ganzen großen Maßnahmen müssen wir uns finanziell etwas berappen und vorsichtig mit dem Geld umgehen“, gibt Dreyer die Marschroute vor und verweist auf die Verschuldung der Gemeinde von 100 000 Euro. „Wir müssen wieder einen kleinen Spartopf anlegen“, stimmt Klee zu.

Ebenso will die Fraktion weiterhin die ehrenamtliche Tätigkeit durch die Vereine und Feuerwehr im Dorf unterstützen. Und auch in punkto Energiesparen gebe es Pläne: 2012 wolle man versuchen, Wärme isolierungsmaßnahmen im Bereich des Dorfgemeinschaftshauses und der alten Schule anzugehen. · sbo

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