Teilnehmer aus der ganzen Welt treffen sich zur 30. Rotenburger Gitarrenwoche

„Gemeinsames Musizieren“

Ein starkes Team: Dirk Lemmermann und Hans Wilhelm Kaufmann leiten gemeinsam die Rotenburger Gitarrenwoche. ·
+
Ein starkes Team: Dirk Lemmermann und Hans Wilhelm Kaufmann leiten gemeinsam die Rotenburger Gitarrenwoche. ·

Rotenburg - Wer in diesen Tagen über das Gelände der Jugendherberge in Rotenburg läuft, kann sie leise hören: Aus allen Ecken erklingen zarte töne. Bei warmen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein zieht es zahlreiche Teilnehmer der 30. Rotenburger Gitarrenwoche aus den Seminarräumen mit ihren Instrumenten nach draußen.

Insgesamt 25 Musiker aus Deutschland, Italien, Thailand und den USA treffen sich in der Wümmestadt, um miteinander ins Gespräch zu kommen, voneinander zu lernen, und um gemeinsam Gitarre zu spielen. „Unsere Gruppe besteht aus ganz unterschiedlichen Teilnehmern. Der Jüngste ist 16, der Älteste 73 Jahre alt“, erzählt Hans Wilhelm Kaufmann, der zusammen mit Dirk Lemmermann die Veranstaltung leitet.

Eines hätten die Musiker jedoch gemeinsam: Alle blicken auf etwa vier bis fünf Jahre klassische Ausbildung zurück. Musikstudenten, Gitarrenlehrer, Hobbymusiker und Laienspieler würden das abwechslungsreiche Angebot nutzen, das noch bis diesen Sonntag in der Jugendherberge über die Bühne geht.

Vormittags haben die Teilnehmer die Gelegenheit, Einzelunterricht bei den international bekannten Gitarristen Margarita Escarpa (Spanien), Hans Wilhelm Kaufmann, Dirk Lemmermann, Thomas Müller-Pering und Pavel Steidl (Tschechien) zu nehmen. In diesen Stunden würden sie vorbereitete Stücke spielen und diese anschließend gemeinsam mit den Dozenten bearbeiten.

Im Rahmen der Workshops setzen sich die Musiker mit theoretischen Themen auseinander. „Kürzlich haben wir beispielsweise ein Notenprogramm besprochen“, erzählt Kaufmann. Der Abend steht dann ganz unter dem Motto „gemeinsames Musizieren“. In vier Gruppen proben die Gitarristen unterschiedliche Stücke, die sie am Sonnabend um 20 Uhr, im Konzertsaal der Theodor-Heuss-Schule präsentieren. „Wir achten darauf, dass die Musiker nach ihrer Erfahrung und ihrem Können eingeteilt werden“, so Kaufmann. „Es geht uns darum, gemeinsam zu spielen, ohne Konkurrenzdruck.“

Interessierte Dozenten für dieses Angebot zu finden sei gar kein Problem, auch nicht beim 30. Mal. „Ich lege großen Wert darauf, sie bereits vorher in einem anderen Zusammenhang kennengelernt zu haben und nicht erst für die Gitarrenwoche anzusprechen. Ich möchte wissen wie sie ticken“, betont Kaufmann.

In den ersten zehn Jahren sei die heutige Struktur der Veranstaltung entstanden. Die große Linie stehe, lediglich kleine Nuancen würden sich nun noch ändern. Die Konzerte in den ersten Jahren ähnelten mehr einem kleinen Festival. Heute heißen sie „Internationale Sommerkonzerte“ – und das sei keinesfalls übertrieben. · dk

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

In Ostervesede gestrandeter „Circus May” ist immer noch auf Spenden angewiesen

In Ostervesede gestrandeter „Circus May” ist immer noch auf Spenden angewiesen

In Ostervesede gestrandeter „Circus May” ist immer noch auf Spenden angewiesen
Autofahrerin verletzt sich bei Unfall auf Glatteis schwer

Autofahrerin verletzt sich bei Unfall auf Glatteis schwer

Autofahrerin verletzt sich bei Unfall auf Glatteis schwer
Verkehrsunfall bei Ahausen mit sieben beteiligten Fahrzeugen

Verkehrsunfall bei Ahausen mit sieben beteiligten Fahrzeugen

Verkehrsunfall bei Ahausen mit sieben beteiligten Fahrzeugen
Näher dran

Näher dran

Näher dran

Kommentare