Freie evangelische Gemeinde organisiert Weihnachtsfeier im Heimathaus

Gemeinsam unterm Baum

Gerda Intemann (98 Jahre aus Auhausen, l.), Tobias Moldt und Ingrid Klein aus Rotenburg genossen den gemeinsamen Abend im Heimathaus. ·
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Gerda Intemann (98 Jahre aus Auhausen, l.), Tobias Moldt und Ingrid Klein aus Rotenburg genossen den gemeinsamen Abend im Heimathaus. ·

Rotenburg - Schon zum vierten Mal lud die Freie evangelische Gemeinde (FeG) Rotenburg Alleinstehende und Familien mit geringen Einkommen am Weihnachtsabend in das Heimathaus Rotenburg ein.

Um die hundert Gäste machten in diesem Jahr von dem Angebot Gebrauch, wie Tobias Moldt von der FeG, berichtete.

Moldt und viele freiwillige Helfer hatten die Feier vorbereitet. Gemeinsamkeit und miteinander ins Gespräch kommen waren die Leitgedanken, an denen sich alle Aktivitäten orientierten. Im Mittelpunkt stand das gemeinsame Essen an liebevoll geschmückten Achtertischen unter dem prachtvoll leuchtenden Weihnachtsbaum. Schon am Eingang wurde jeder Gast begrüßt und bekam ein Namensschild, das es einfacher machte, sich anzusprechen. Irgendwie war es auch Fügung, dass an diesem Abend im Heimathaus ein Stromkreis ausfiel und der Saal nur von vielen Kerzen mit ihrem warmen Licht erhellt wurde und nur der Weihnachtsbaum sowie die Lichter an den Tannendekorationen leuchteten.

Familie Pfennig von der Musikschule Scheeßel unterstützte die Gäste beim gemeinsamen Singen. Nachdem Thomas Moldt eine weihnachtliche Geschichte vorgelesen hatte, erklärte er den Anwesenden, wie sich jeder das geplante Raclette-Essen selbst zubereiten konnte. Da dies für viele Gäste eine Premiere war, ergaben sich schon dort viele Gespräche. Die gegenseitige Hilfe wurde überhaupt groß geschrieben. So berichtete die 98-jährige, auf einen Rollstuhl angewiesene, Gerda Intemann aus Ahausen, wie ihr gleich zu Beginn von der ihr völlig unbekannten Ingrid Klein aus der Jacke geholfen wurde. Klein, die bei den Rotenburger Werken gearbeitet hat, ging sogar noch einen Schritt weiter und holte für sie die Zutaten zum Raclette vom Buffet. Zwischen den Frauen entwickelte sich dann auch ein lebhaftes Gespräch, denn Gerda Intemann hat in ihrem langen Leben einiges erlebt. Auch an all den anderen Tischen wurde gelacht und erzählt, sodass über der weihnachtlich geschmückten Diele ein Summen von vielen Gesprächen lag. Kinderstimmen erklangen hell beim Spiel mit dem mitgebrachten Spielzeug und die Eltern hatten Zeit, sich mit ihren Tischnachbarn zu unterhalten und Erfahrungen auszutauschen.

Das Bild von Weihnachten, in dem sich die Familie unter dem Tannenbaum versammelt, war an diesem Abend greifbar. Das gemeinsame Essen, Singen der Weihnachtslieder, Hören von weihnachtlichen Geschichten und vielen Gesprächen mit Tischnachbarn sorgte dafür, dass am Heiligen Abend im Heimathaus niemand mehr alleine war. · hs

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