Wolfgang Heising stellt Werke aus

„Gefühlte Momente“ in Fotografien

Wolfgang Heising hängte gestern eines seiner Werke mit einer Frankfurter Bank auf. ·

Scheessel - „Gefühlte Momente – Fotografien“ heißt die nächste Ausstellung auf dem Meyerhof in Scheeßel. Der Künstler Wolfgang Heising wird vom 21. August bis 9. Oktober seine Arbeiten zeigen. Die Eröffnung steht diesen Sonntag ab 11.15 Uhr auf dem Plan.

Die gebürtige Scheeßelerin Birgit Ricke vom Artothek-Kunstverein Neustadt am Rübenberge wird eine Laudatio auf den in Hoya geboren Heising halten. Der Künstler machte in Scheeßel sein Abitur, begann danach eine Fotografenlehre in Hamburg und arbeite als Fotoredakteur bei der TAZ. Nach einem Studium der visuellen Kommunikation an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg begann Wolfgang Heising ab 1984 seine freiberufliche Tätigkeit mit den Schwerpunkten Fotografie und Video. Er kann auf diverse Ausstellungen zurückblicken. In Scheeßel stellt er insgesamt 40 Bilder aus, die er gestern Nachmittag schon aufhängte und richtig platzierte.

Birgit Ricke bezeichnet Heising als einen fantasieanregenden Fotokünstler und präzise arbeitenden Auftragsfotografen zugleich. Die Fotografie habe ihn schon als Schüler begeistert, erinnert sie sich. Wolfgang Heisings Entwürfe seien gedankliche Prozesse, die er fotografisch umsetze. Dabei nutze er für die farbliche Komposition die heutigen Möglichkeiten der digitalen Nachbearbeitung am Computer.

Inspiriert von Emil Nolde und Gerhard Richter würden seine Fotografien fast wie gemalte, impressionistische Bilder, oft geprägt von einem verwischten und unscharfen Linienverlauf wirken.  Diese Verwischungen und gewollten Bewegungen entstehen bei der Aufnahme mit der Kamera vor Ort. Was einst sanktioniert wurde – sogenannte „Fehler“ wie Verschwommenheit, Unschärfe, Kontrast- und Konturenarmut – hat sich in Malerei, Fotografie und Film längst zu einem künstlerischen Stilmittel entwickelt. „Das unscharfe Bild ist oft gerade das, wonach wir uns sehnen“, so Ricke. Der Künstler schaffe einen fließenden Raum, über den der Blick des Betrachters hinweg gleitet: Bäume, Fluss auen oder Hügel verschwimmen fast bis zur Unkenntlichkeit, die Farbigkeit verändert sich in sanften Übergängen. · pfa

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Sottrumer Ehepaar auf dem Weg zum Jagdschein

Sottrumer Ehepaar auf dem Weg zum Jagdschein

Sottrumer Ehepaar auf dem Weg zum Jagdschein
Was Rotenburg aus guten Vorsätzen macht

Was Rotenburg aus guten Vorsätzen macht

Was Rotenburg aus guten Vorsätzen macht
Freie Bahn für die Wümme

Freie Bahn für die Wümme

Freie Bahn für die Wümme
Was traut man uns noch zu?

Was traut man uns noch zu?

Was traut man uns noch zu?

Kommentare