RK/VN schaut zu Weihnachten in die Töpfe der Chefköche / „Qualität hat ihren Preis“

Gänsebraten ist immer noch der Hit

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Fachfrau in Sachen Nachtisch: Ulrike Meinke vom Hotel Jeddinger Hof.

Visselhoevede - Von Angela KirchfeldVISSELHÖVEDE · Heute Abend und auch in den kommenden beiden Tagen wird wohl in allen Haushalten und in den Restaurants rings um Visselhövede sicher lecker geschmaust. Dabei hat jeder Gast und vor allem jeder Koch so seine Vorlieben zur Weihnachtszeit. Unsere Zeitung guckte mal in die Töpfe einiger Küchenchefs.

Kristian Kettenburg (l.) und Stefan Weiß bauen morgen früh das Büfett auf. ·

Seit 30 Jahren betreibt Bernd Carstens erfolgreich den Möhmes Hof in Nindorf. Seine absolute Spezialität sind die Gänsegerichte, von denen seine Kunden schwärmen. „60 Prozent der Gäste verlangen traditionelle Gans mit Rotkohl und Klößen. Von November bis Weihnachten benötigen wir 100 Gänse“, schmunzelt der 63-Jährige, dessen Tische im Möhmes Hof in der Weihnachtszeit immer ausgebucht sind. Der Erfolg gibt ihm Recht. „Unsere Gänse kommen hier aus der Region. Den Qualitätsunterschied zu den gestopften Tieren zum Beispiel aus Ungarn, merkt man gehörig. Unsere sind viel saftiger!“ Carstens empfiehlt Gänsefleisch, da es gesünder als Ente. „Hier sitzt das Fett nicht im Fleisch.“

Aber: „Die Kunden müssen akzeptieren, dass Qualität ihren Preis hat.“ Früher hatte der Nindorfer selbst immer 100 Gänse hinter dem Haus laufen, doch als die Vogelgrippe auch in Deutschland grassierte, hat er sie abgeschafft.

Qualität der Ware ist auch oberstes Gebot im Hause Kettenburg. Kristian Kettenburg ist seit 1998 Chefkoch im Restaurant Café NebenAn an der Visselhöveder Goethestraße und verwöhnt mit seinem Team die Gäste am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag mit einem üppigen Weihnachtsbüfett. „Wir sind bereits seit Anfang des Jahres für Weihnachten ausgebucht“, informiert der 42-Jährige. Klassische Weihnachtsgerichte wie Gänse-, Entenbrust, heimisches Wild, aber auch gedünsteten Lachs und mit Ricotta und Spinat gefüllte Hähnchen werden dann angeboten.

„Wir möchten hier besonders unseren jüngeren Gästen eine Alternative zum Hotel Röhrs in Hiddingen bieten, wo es die klassische Variante gibt“, begründet Kettenburg, der auch Wert auf einen gemeinsamen „Starter“ der Gäste legt, so dass wirklich im Kreise der Familie mit einem „Gruß“ aus der Küche und einem Sekt begonnen wird.

Zu Beginn ein Gruß aus der Küche

Verarbeitet nur Gänse aus der Region: Bernd Carstens.

Kleine Appetithappen zum Kennenlernen, dann wird die Suppe aufgetragen, bevor jeder einzelne ans Büfett geht. „Ohne unsere Mitarbeiter wäre das alles nicht zu schaffen“, betont Ehefrau Marei. Der Heiligabend selbst ist für das Paar und ihrem Sohn Justus ein traditioneller Tag für und mit der Familie, wo sie sich von den Eltern oder Schwiegereltern kulinarisch verwöhnen lassen. Und eins ist für den Koch klar: „ Ich mäkele nicht am Essen!“

1977 hatte Ulrike Meinke als Köchin-Azubi im Jeddinger Hof bei Familie Vollmer begonnen und ist seit dem dem Unternehmen treu. Auch das ist am Heiligabend geschlossen, aber alleine am ersten Weihnachtsfeiertag kocht die 50-Jährige mit zwei Jungköchen, vier Gesellen, drei Azubis und vielen Küchenhilfen für 400 für Gäste im Haupthaus.

„Im letzten Jahr kam das Büfett gut an. Wir haben aber auch sieben bis acht Tellergerichte auf der Karte“, berichtet die Jeddingerin. Auf dem Büfett findet sich typisches Weihnachtsessen wie Gans, Ente, Wild aber auch Rinderrouladen. „Da ich kein Geflügel esse, würde ich die Rouladen wählen“, empfiehlt Meinke. Am liebsten macht sie Desserts, von denen es eine reiche Auswahl gibt. „Heiligabend kommt bei uns Schweinefilet mit Senfkruste auf den Tisch, mit Beilagen, die die Kinder mögen, und zum Nachtisch Makronen-Creme“, so Meinke.

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