Interview mit Boris Delic

„Es funktioniert wirklich gut“

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„Der Bote“ geht auf die Bühne: Victor Smolski (v.l., Gitarrist der Band Rage), Thorsten Heintzsch (Keyboard), Sänger Boris Delic, Frank Itt (Bassist Howard Carpendale) und Daniel Behrmann (Gitarre) sowie Schlagzeuger Athanasios „Zacky“ Tsoukas bereiten sich vor.

Griemshoop / Bremen - Von Pascal Faltermann. Er ist ein Perfektionist, Allesmacher und der Organisator. Boris Delic aus Griemshoop bekommt Feuerengel, Hörbücher, Job und Familie unter einen Hut.

Doch da ist noch etwas, was groß werden könnte. Sein Projekt „Der Bote“ startet gerade durch. Das Album „Morgenwelt“ ist so gut wie fertig. Aus dem Projekt wird eine Band. Heute Abend ab 20 Uhr wird es im Pumpwerk in Wilhelmshaven die Live-Premiere geben. Die Woche davor probten die Musiker im Bremer Aladin das erste Mal zusammen. Vor dem Auftritt sprach Sänger Delic über die Pläne, die Zusammenstellung und den Aufwand.

Herr Delic, warum hat es so lange gedauert, bis Sie mit „Der Bote“ auf die Bühne gehen.

Boris Delic:Ich wollte es schon länger versuchen, allerdings sollte es dann nichts Halbgares sein, sondern hundert Prozent. Jetzt im Januar und Februar hat Feuerengel Pause und ich werde im Februar Vater. Da war nun am ehesten Zeit, um es zu versuchen. Der andere Grund ist, dass ich diese Musiker, mit denen ich aktuell zusammenspiele, auch unbedingt dafür haben wollte. Der Impuls kam dann irgendwann von Victor Smolski (Gitarrist). Ich habe ihn und Frank Itt (Bassist) dann zum Essen eingeladen und beide waren begeistert von der Idee.

Haben Sie sich anfangs nicht getraut?

Delic:Ja, ich hatte meine Zweifel. Aber ich wollte nicht später irgendwann mal sagen, dass ich es nicht versucht habe.

Diese Woche hat die Band zum ersten Mal gemeinsam geprobt. Warum nicht vorher?

Delic:Frank Itt war bis zum 22. Dezember mit Howard Carpendale auf Tour. Victor Smolski war die letzten zwei Monate mit der Band Rage im Studio und hat ein neues Album eingespielt. Und Daniel Behrmann, Thorsten Heintzsch und ich waren ja auch noch mit Feuerengel unterwegs. Es ging also bei uns allen erst jetzt.

Für die Proben haben sie eine Woche das Aladin gemietet. Für eine Band vor dem ersten Auftritt ganz schön groß. Warum?

Delic:Wir hätten uns auch im Proberaum im Lauenbrück gegenseitig auf die Füße treten können. Da wir aber wissen wollen, ob die Musik des Boten auf einer großen Bühne funktioniert, haben wir nach einer Lokalität gesucht. Außerdem wollten wir die Kulisse aufbauen – das hätte im Proberaum nicht funktioniert. Hinzu kommt, dass auch unser Fronttechniker Stefan Ehrhardt zum ersten Mal diese Musik mischt. Wir proben also unter Live-Bedingungen.

Wer übernimmt eigentlich die Leitung?

Delic:Die musikalische Leitung hat Frank Itt. Er arrangiert alles, weil er ja auch das Album „Morgenwelt“ produziert hat. Ohne ihn geht nichts. Ich kümmere mich nur um die Organisation.

Sind Sie vor der Premiere aufgeregt?

Delic:Ja, im Gegensatz zu den Auftritten mit Feuerengel schon. Denn wir verzichten auf eine Pyroshow, Feuer und Flammen. Es geht dieses Mal um die Musik. Um meine Musik.

Und wie waren die ersten Eindrücke beim Proben?

Delic:Es funktioniert wirklich sehr gut. Frank Itt hat zu mir gesagt, dass die Band mir die Musik auf dem goldenen Tablett liefern muss. Dann fühle ich mich auch sicherer. Und meistens hat es mit dem Tablett ja auch wirklich bestens funktioniert.

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