Eric Robberecht und Raphaëlla Smits eröffnen die Rotenburger Gitarrenwoche

Ein fulminanter Auftakt

Raphaëlla Smits ist eine Virtuosin an der Gitarre. ·

Sottrum - AHAUSEN · Mit einem Wort lässt sich dieser musikalische Abend in der Marienkirche Ahausen beschreiben: außergewöhnlich. Denn das Eröffnungskonzert der Rotenburger Gitarrenwoche war ein absoluter Hörgenuss und verdiente einzig das Prädikat „wertvoll“. Das belgische Duo Eric Robberecht (Violine) und Raphaëlla Smits (Gitarre) spielte Werke von Johann Kaspar Mertz, Franz Schubert, Astor Piazzolla, Jorge Cardoso, Leo Brower und vielen mehr.

Raphaëlla Smits gehört inzwischen zu den beliebtesten Gastdozentinnen der Rotenburger Gitarrenwoche, da sie eine exzellente Musikerin und Lehrerin ist. Die gebürtige Antwerperin ist nun zum vierten Mal dabei. 1986 gewann die Belgierin den ersten Preis beim Internationalen Gitarrenwettbewerb „Francisco Tarrega“ in Spanien – als erste Frau überhaupt. Dieser Auszeichnung krönte die ersten Jahre von Smits Karriere und bestätigte ihre vorhergehenden Erfolge bei den Wettbewerben in Granada und Palma de Mallorca.

Ansonsten lehrt Smits am Lemmens-Institut im belgischen Löwen und ist eine gefragte Gitarrensolistin – kurzum: „ein sprühender Funke auf der Konzertbühne, der auf das Publikum und ihre zahlreichen Schüler bei Meisterkursen überspringt“. Und damit hatten die Organisatoren in ihrer Einladung wahrlich nicht zu viel versprochen. Denn auch in Ahausen entzündete die Künstlerin mit ihrem Konzertpartner ein musikalisches Feuerwerk, welches das Publikum mitriss.

Eric Robberecht wirkt seit 1983 im Symphonischen Orchester des Königlichen Opernhauses in Brüssel mit. Darüber hinaus führte ihn sein Engagement in vielen kammermusikalischen Ensembles, vom Streichsextett bis zum Klaviertrio, bereits auf die Bühnen in ganz Europa. Seine Konzerttätigkeit verbindet er mit einem Lehrstuhl als Professor für Kammermusik am Königlichen Musikkonservatorium in Brüssel.

In Ahausen begann Raphaëlla Smits den Abend mit den beiden Stücken von Elegie und dem „Le Romantique“ von Johann Kaspar Mertz. Dabei bewies die Künstlerin, was für eine virtuose Gitarristin sie ist. Außergewöhnlich, weil hinreißend schön, spielte Robberecht von Schubert die Sonate in a-Moll – das Allegro moderato, das Adagio und das Allegretto. Fern aller Gedankenschwere erfasste er scharf die Kontraste. Es war ein melodisches Sich-hinein-Fühlen, vergoldet und kostbar seine Interpretation.

Die beiden international renommierten Künstler begeisterten das Publikum mit ihrer excellenten Darbietung. Das Gotteshaus war gut besucht. Übrigens: Radio Bremen hat das Konzert mitgeschnitten. Der Beitrag wird voraussichtlich im Februar nächsten Jahres gesendet. · woe

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