Gemeinderat Westerwalsede gewährt einen Zuschuss in Höhe von 5 000 Euro für Malerei-Freilegung

„Für mich ist das ein Schatz“

Auch die Lokale Arbeitsgruppe der EU Hohe Heide Region besuchte vor einigen Monaten den Chorraum der Kirche Kirchwalsede und gewährte im Dezember einen Zuschuss.

Visselhoevede - SÜDERWALSEDE (woe) · Mit einer Summe von 5 000 Euro wird sich die Gemeinde Westerwalsede an der Finanzierung der 78 000 Euro teuren Freilegung der Deckenmalerei in der Kirche in Kirchwalsede, der zweitältesten im Landkreis, beteiligen. Da die Gemeinde mit ihren Ortschaften Westerwalsede, Süderwalsede und Rahnhorst zur Kirchengemeinde Kirchwalsede gehört, hatte der Kirchenvorstand auch einen Zuschussantrag an den Gemeinderat Westerwalsede gestellt.

Bei der Sitzung am Donnerstagabend beschloss der Gemeinderat mehrheitlich, die Kirchengemeinde in ihrem Vorhaben zu unterstützen, wofür sich Ralf Danker, der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, an dem Abend persönlich im Namen der Kirchengemeinde bedankte. Zuvor stand Danker dem Gemeinderat Rede und Antwort. Insgesamt kosten die Restaurierung und die Sanierung mit ihrem Bündel von insgesamt 14 Maßnahmen 269 000 Euro. Davon ist die Freilegung der Deckenmalerei im Chorraum der Kirche nur eine Maßnahme, die aber in diesem Jahr bereits zeitnah angefasst werden soll. So betonte dann auch Danker, dass alle Maßnahmen keinesfalls sofort, sondern mittelfristig auf mehrere Jahre verteilt, umgesetzt würden. So sei es geplant. Bürgermeister Jochen Hestermann befürwortete den Zuschuss wie Marita Wiedemann und Günter Röhrs. Wiedemann: „Durch die Deckenfreilegung wird die Kirche weiter aufgewertet. Und das kommt der gesamten Region zugute. Für mich ist das ein Schatz.“ Auch Röhrs unterstützte den Zuschussantrag. Doch vermisste er den Finanzierungsplan, der dem Antrag nicht beilag.

Dass aber die Gemeinde nun als erste sagen sollte, wie viel sie dazugibt und die Landeskirche sich noch nicht gerührt hat, passte den Ratsmitgliedern Sven Joost und Heiner Homann überhaupt nicht. „Wir zäumen doch hier das Pferd von der falschen Seite auf. Wir sollten als Gemeinde erst einmal abwarten, was denn die Landeskirche als Zuschuss zahlt“, fand Homann. Hier entgegnete Danker: „Die Landeskirche wird einen Zuschuss zahlen. Aber der wird keinesfalls hoch sein.“ Joost mochte dem Antrag so ebenfalls nicht zustimmen: „Man hört doch, dass die Kirche Land besitzt und sogar noch Flächen dazukauft.“

Er wisse von keinem Flächenankauf durch die Kirche, antwortete Danker. Es sei richtig, dass der Kirche Ländereien gehören, so auch im Walseder Raum, die an Landwirte verpachtet seien, so Danker. In der Abstimmung sprachen sich Homann und Joost gegen einen Zuschuss, die Mehrheit im Rat dafür aus.

Die Lokale Arbeitsgruppe der EU Hohe Heide Region hatte auf ihrer jüngsten Sitzung Ende des vergangenen Jahres über den selben Antrag beraten und einen Zuschuss von 50 Prozent gewährt.

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