Ehemalige Wirkungsstätte von Rudolf Schäfer wird grundsaniert

Frischzellenkur für Rotenburgs ältestes Haus

Soll von Grund auf saniert werden: das Rudolf-Schäfer-Haus in der Rotenburger Fußgängerzone. ·
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Soll von Grund auf saniert werden: das Rudolf-Schäfer-Haus in der Rotenburger Fußgängerzone. ·

Rotenburg - Mit 337 Jahren ist das Rudolf-Schäfer-Haus, langjährige Wirkungsstätte des gleichnamigen Kirchenmalers, das älteste erhaltene Wohnhaus in Rotenburg. Im Besitz der Stadt will der Rudolf-Schäfer-Verein mit seinem Vorsitzenden Ernst-Ulrich Pfeifer das Fachwerkhaus wieder zu einem architektonischen Kleinod werden lassen.

Noch sollte man allerdings den Keller des ehemaligen Ackerbürgerhauses meiden. In die Jahre gekommene Balken sorgen für eine fragwürdige Statik, die Wände sind von respektablen Rissen durchzogen. Das ist aber längst nicht alles, was zu einer möglichst baldigen Sanierung gehören würde.

Pfeifer: „Mir schwebt vor, dieses Haus als städtisches Museum der Kreisstadt Rotenburg mit dem Namen Rudolf-Schäfer-Museum auszubauen und herzurichten. Zum Ersten gilt es, das Haus als Denkmal und in seinen zwei Baustufen erfahrbar und erklärbar zu machen: als Ackerbürgerhaus aus dem 17. Jahrhundert und als Haus der Familie des Malers Rudolf Schäfer.“

300 000 Euro, so Pfeifer, müssten für eine erste Grundsanierung investiert werden, „ohne dass damit die Vorgabe für ein Konzept gegeben ist“: Statik, Dichtigkeit und Funktionsfähigkeit der Versorgung sollten dadurch erreicht werden. Zur Zeit sei die Stadt dabei, einen geeigneten bauleitenden Architekten zu suchen.

Ernst-Ulrich Pfeifer, ehemaliger Verwaltungschef der Wümmestadt: „Wenn wir mit diesem Haus ein breites Publikum erreichen wollen, dann benötigen wir ein möglichst originales Denkmal als Alleinstellungsmerkmal, das heißt, ein Rudolf-Schäfer-Haus, das zugleich das älteste Rotenburger Haus ist, gibt es sonst nicht noch einmal.“

Unter Leitung der Ersten Stadträtin Ute Scholz tritt am 18. Januar eine Arbeitsgruppe zusammen, zu der Vertreter der im Rat vertretenen Fraktionen und Fachleute der Stadtverwaltung sowie für den Rudolf-Schäfer-Verein Ernst-Ulrich Pfeifer und Jeanette Clasen gehören, um ein Bau- und Nutzungskonzept zu erarbeiten. Ein Gremium, das sich darüber im Klaren ist, dass die Sanierung erheblich mehr als die genannten 300 000 Euro kosten wird. An der Stadt ist es, sich rechtzeitig um Fördermittel zu kümmern.

Pfeifer, der hofft, dass die Baumaßnahme im übernächsten Jahr abgeschlossen werden kann: „Das qualitative Niveau eines Rudolf-Schäfer-Museums sollte sich an dem orientieren, was uns mit der Cohn-Scheune vorgemacht wurde.“ · bn

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