Ein Jahr Verbannung im Keller: Bücherei der Beeke-Schule wird eingeweiht

Frischer Wind im „Lesetreff“

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Wirklich gut finden Schulleiterin Elke Oppermann (v.l.), Büchereileiterin Anke Student, Gemeindevertreter Stefan Behrens und das betreuende Schülerteam den neuen „Lesetreff”. ·

Scheessel - Ein Jahr lang waren sie in den Keller verbannt, nun sind sie wieder da: Viele Hundert Bücher der Schulbücherei der Beeke-Schule. Am Dienstagmorgen weihten Rektorin Elke Oppermann und ihr Vertreter Sven Borstelmann gemeinsam mit Gemeindevertreter Stefan Behrens, Büchereileiterin Anke Student, dem betreuenden Schülerteam und vielen neugierigen Schülern die neuen Räumlichkeiten ein.

Nach dem Umzug des Bereichs Naturwissenschaften war der Chemieraum komplett renoviert worden Wandanstrich, Teppichboden und neue Möbel für den „Lese-Treff“ sollen den Schülern Lust aufs Lesen machen. Das wünschte sich Fachbereichsleiter Schule Stefan Behrens im Namen der Gemeinde, die den Löwenanteil der Gesamtkosten von 20 000 Euro getragen hatte: „Ich hoffe, dass etwas Analoges wie Bücher nicht uncool für euch sind.“

Wenn es nach Schulleiterin Elke Oppermann geht, sollen die frisch gestrichenen, großzügigen Räumlichkeiten auch eine Rückzugsmöglichkeit bieten. Dort stehen die Werke nach Sachbüchern und „Unterhaltungsliteratur“ geordnet in den neuen Regalen – sogar eine fremdsprachige Sektion findet sich.

Von dem Ambiente, das sich hinter der neuen Bezeichnung „Lesetreff“ verbirgt, überzeugten sich am Dienstagvormittag sämtliche Schüler der Bildungseinrichtung. Klassenweise bekamen sie eine Einführung, um sich besser in den nach Fachgebieten geordneten Themen zurechtzufinden.

Schützenhilfe leisten dabei die Mitschüler: Ein Team aus einem Dutzend Schülern kümmert sich ehrenamtlich in den großen Pausen um die Ausleihe. Rico Meyer ist mit vier Jahren einer derjenigen, die der Leiterin Anke Student am längsten die Treue halten: Seit vier Jahren hilft der Neuntklässler, hier ein bis zwei Mal wöchentlich in der großen Pause. Warum? „Nicht nur, dass es gut fürs Zeugnis ist“, meint der bekennende Wenigleser, „es macht einfach auch Spaß.“

Das bestätigt auch die 14-jährige Annika Hopf, die im Sommer dazu gestoßen ist. Die Leseratte zeigt den „Kollegen“ gern, wo sie passenden Stoff finden. So komfortabel wie jetzt standen die Bücher noch nie: „In den 80er Jahren bestand die Schülerbücherei aus ganzen zwei Regalen in der Lehrerbibilothek“, erinnert sich Anke Student, später, als auf PCs umgestellt wurde, sei sie in den ehemaligen Schreibmaschinenraum umgezogen. Letzte Heimat war der vormalige Raum für textiles Gestalten.

Der Treffpunkt soll auch für Autorenlesungen genutzt werden, für platt- und hochdeutsche Lesewettbewerbe und für das große Lesefest im April. · hey

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