Unfall am Mittwochabend

Tragisches Unglück in Rotenburg: Frau ertrinkt im Bullensee - Jugendlicher rettet Mann

Eine Frau wird im Bullensee vermisst. Die DLRG unterstützt die Feuerwehr bei der Suche.
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Eine Frau wird im Bullensee vermisst. Die DLRG unterstützt die Feuerwehr bei der Suche.
  • Guido Menker
    vonGuido Menker
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Rotenburg – Vor den Augen zahlreicher Badegäste hat sich am Mittwochnachmittag ab 16.30 Uhr ein Drama am Bullensee abgespielt: Über mehrere Stunden haben sich fast 50 Feuerwehrleute sowie die DLRG aus Rotenburg und Otterstedt auf die Suche nach einer vermissten Frau gemacht. Gegen 20.30 Uhr die Gewissheit: Sie ist ertrunken.

Mutmaßlich war die Frau zusammen mit einem Mann im Wasser. Dieser sei, so berichtete es die Polizei vor Ort, von einem Jugendlichen aus einer Notlage gerettet und ans Ufer des Bullensees geholt worden. Der 15-jährige Lebensretter sowie der Mann mussten anschließend behandelt und betreut werden. Parallel dazu setzten die mehr als 40 Feuerwehrmänner aus Bothel, Westerwalsede, Kirchwalsede, Hastedt und Rotenburg sowie die Mitglieder der DLRG die Suche nach der Frau fort, die 25 Jahre alt war, so Heiner van der Werp von der Rotenburger Polizei. Die Otterstedter DLRG-Kollegen haben Taucher mitgebracht. „Diese können bis zu einer Tiefe von 20 Metern runtergehen, aber hinter der Abbruchkante geht es bis zu 35 Meter in die Tiefe“, erklärte Feuerwehrsprecher Sebastian Kurz aus Visselhövede gegenüber unserer Zeitung. Er vertrat an diesem Abend Dennis Preißler aus Bothel.

Bereits frühzeitig war auch der Rettungshubschrauber Christoph 6 zur Unglücksstelle gerufen worden. Dieser flog mehrmals den See ab. Aber auch damit war es nicht möglich, die Vermisste ausfindig zu machen. Nach mehr als zwei Stunden im Wasser hat sie dann einer der Taucher gefunden. Ein hinzugerufener Notarzt soll nach Angaben der Feuerwehr versucht haben, die Frau zu reanimieren. Noch einmal ist die Luftrettung gerufen worden. Doch jede Hilfe kam zu spät. Die Frau hat den Unfall nicht überlebt.

Polizei lobt 15-jährigen Retter aus Verden

Was genau sich im Wasser abgespielt hat und wie es zu dem Unglück gekommen ist, konnte die Polizei am Abend noch nicht sagen. Am Donnerstag teilte die Polizei mit, dass die gestorbene Frau und der gerettete Mann identifiziert werden konnten.

Tim Kaiser von der Rotenburger Polizei lobte allerdings den 15-jährigen Micha aus Verden: „Der hat es schnell geschafft, die Notlage des Mannes zu erkennen und ihn ans Ufer zu retten. Außerdem hat er Passanten auf die Situation aufmerksam gemacht.“ Schließlich habe die Mutter des Jungen die Rettungskette in Gang gesetzt. Der Jugendliche musste nach seiner Rettungstat längere Zeit vom Rettungsdienst betreut und beobachtet werden. Eine Aussage, so Kaiser, war von ihm zunächst nicht zu bekommen, schilderte der Rotenburger Polizist die dramatische Lage. Der Junge konnte später mit seiner Mutter nach Hause fahren. Über den Zustand des Mannes gab es am Abend keine Angaben.

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