23 Kreative machen bei der „Provinzkunst“vom 18. bis 27. März im Heimathaus Sottrum mit

Fliegende Späne und XL-Format

Markus Vesper, Tine Pockels (Mitte) und Ragna Reusch-Klinkenberg machen bei der „Kunstprovinz“ mit.

Sottrum - SOTTRUM (sbo) · Gemälde in ganz unterschiedlichen Stilen, Techniken und Formaten, Plastiken, Objekte und Skulpturen aus Stein und Holz sowie eine Videoinstallation: Die Vielfalt der Kreativ-Landschaft in der Region können Kultur-Interessierte vom 18. bis 27. März im Heimathaus in Sottrum entdecken. In diesem Zeitraum macht die Kulturinitiative Sottrum in dem historischen Ambiente im wahrsten wie übertragenen Sinn die „Fenster Auf!“. Denn unter selbiger Überschrift steht die Kulturwoche „Kunstprovinz-Provinzkunst“.

„Die Ausstellung ist unzensiert, da wir alle Profis und Laien dazu eingeladen haben“, betont Mitorganisator Peter Esche vom Vorstand der Initiative und ergänzt: „Das ist auch ein Anspruch der Ausstellung, dass die Teilnehmer miteinander ins Wirken, in einen Austausch kommen.“ Zudem sei die Kulturwoche von den Ehrenamtlichen selbst organisiert, sodass die Besucher die Chance haben, nicht nur die Werke zu bestaunen, sondern auch die Künstler vor Ort anzutreffen. „Ein soziales Ereignis im Zeichen der Kunst“, unterstreicht Esche. Bislang haben sich 23 Kreative angemeldet.

Darunter Ragna Reusch-Klinkenberg mit ihrer Kettensägen-Kunst. Die Ahauserin ist nach 2010 zum zweiten Mal dabei und wird sich mit großformatiger Holzschnitzerei einbringen. Zwar fliegen die Späne noch nicht, aber im Kopf nehmen die Exponate konkrete Formen an. „Es werden auf jeden Fall Frauen in Bewegung sein“, verrät die 47-Jährige. Das Reizvolle an der „Provinzkunst“ sei für sie der soziale Aspekt, dass sich Künstler aus der Region treffen, das Gemeinschaftliche und das regionale Wirken. „Ich finde die Idee gut, unterschiedlichste Leute zu einem Thema zusammenzufassen“, unterstreicht sie.

„Es ist grundsätzlich schön, mit anderen Künstlern zusammenzukommen, sich kennen zu lernen, andere Werke zu sehen, sich inspirieren zu lassen und gemeinsam an einem Werk zu arbeiten“, stimmt Markus Vesper zu. Der selbstständige Künstler und Illustrator macht zum vierten Mal bei der Aktion mit. Drei bis vier Werke wird der 34-jährige Sottrumer mit ins Heimathaus bringen. Eines davon zeigt einen mit Strukturpaste geformten Rahmen, der dem Bild eine zusätzliche Tiefe verleiht. „Das ist im Prinzip ein Fenster mit Blick nach draußen“, so Vesper.

Sein Steckenpferd ist der Surrealismus. „Ich finde es nicht so reizvoll, die Dinge so abzubilden, wie sie sind“, erklärt Vesper. Überwiegend arbeite er mit Acrylfarben sowie in Formaten zwischen DIN A3 und etwas größer als DIN A 2. „Ich mag es gerne übersichtlich, bei so großen Dimensionen verliere ich schnell die Übersicht.“

Ganz anders als Tine Pockels. Die Ottersbergerin liebt große Formate. Aktuell arbeitet sie an einem ein Meter mal 1,4 Meter großen Bild. „Das ist eigentlich mein Format“, betont die 51-Jährige, die zum dritten Mal dabei ist und an der Kulturwoche toll findet, andere Künstler zu treffen, sich auszutauschen, zu reflektieren und zu inspirieren. Das XL-Format ermögliche es ihr, selbst kleine Details groß darzustellen. Gleichzeitig biete ihr die Fläche die Möglichkeit, ins Detail zu gehen. Überdies stelle die Größe eine unmittelbare Nähe zum Betrachter her und mache das Werk direkt erfahrbar. Inspiriert von einem Objekt, arbeitet sie in ihren Bildern die für sie faszinierenden Charakteristika daran heraus. Maximal zwei Exponate werde sie zur Ausstellung mitbringen – eines davon mit Glasbausteinen als Symbol für ein Fenster, das man nicht öffnen kann.

Übrigens: Das letzte Vorbereitungstreffen für Künstler ist am 3. März um 20 Uhr im Heimathaus.

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