Zusammenkunft im Lauenbrücker Hof

Heringsessen bei der CDU: Flüchtlinge sind Top-Thema

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Traditionelles Heringsessen der CDU-Ortsgruppe mit Samtgemeindebürgermeister Michael Niestädt (v.l.), dem Vize-Vorsitzenden Ulrich Brunkhorst, der Wirtin des Lauenbrücker Hofes Kerstin Stutztke und dem Vorsitzenden Michael Versemann.

Lauenbrück - Ein Spaziergang durch den Ort, politische Gespräche und Matjes sind beim traditionellen Heringsessen des mittlerweile neu formierten CDU-Ortsverbandes Stemmen/ Lauenbrück/ Helvesiek eine Mischung, die einfach funktioniert. Und so waren auch zur 30. Auflage am Wochenende wieder zahlreiche Mitglieder der Einladung in den Lauenbrücker Hof gefolgt.

„Trotz der Fusion unserer drei Ortsverbände wollen wir an Traditionen wie dieser festhalten“, erklärte der neue Vorsitzende Michael Versemann aus Stemmen. Ziel sei es nunmehr gemeinschaftlich, die zukunftsorientierte Arbeit der Partei fortsetzen und sich aktiv für die Realisierung kommunalpolitischer Fragen zu engagieren.

Reichlich Gesprächsstoff lieferte während der Zusammenkunft dann auch gleich Samtgemeindebürgermeister Michael Niestädt. Er unterrichtete die Anwesenden von zwei finanziell aufwendigen Vorhaben, die im laufenden Jahr in Lauenbrück anstünden: eine Kinderkrippe und eine Vererdungsanlage bei der Kläranlage, die jeweils für rund eine Million Euro zu Buche schlagen würden. Beim letzteren Projekt würden Schilfbeete angelegt, damit der Klärschlamm versickert und nicht jedes Jahr ausgebracht werden müsse, so Niestädt.

Viel Arbeit – sowohl für die Mitarbeiter in der Verwaltung als auch für die Ehrenamtlichen – bereite seinen Worten nach weiterhin die Betreuung der Flüchtlinge. Mittlerweile sei eine Mitarbeiterin im Rathaus eingestellt worden, die die ehrenamtliche Arbeit insgesamt koordiniere. Dennoch würde das Verwaltungspersonal oft an seine Grenzen stoßen. „Teilweise wollen die Mitarbeiter schon gar nicht mehr in die Unterkünfte gehen, weil sie dort vielem Stress ausgesetzt sind“, merkte der Verwaltungschef an. Zwar sei mittlerweile das Asylpaket II ausgehandelt worden, „einige syrische Flüchtlinge verstehen das nicht, kommen in die Samtgemeinde und machen ihren Problemen Luft“, so Niestädt, und er ergänzte: „Wenn jemand von den Mitarbeitern krank wird, bringt das Probleme mit sich.“

Er befürchte: Sobald das Wetter besser wird, wird sich auch der Flüchtlingsstrom wieder erhöhen. Daher würden auch weiterhin in der Samtgemeinde Wohnungen gebraucht, um die Flüchtlinge nicht in Massenunterkünften unterzubringen. „Und es werden mehr Ehrenamtliche beispielsweise mit Sprachkenntnissen gesucht.“

Zum neu gewählten Vorstand der Ortsgruppe gehören weiterhin: Arne Homfeldt (Lauenbrück) als stellvertretender Vorsitzender, Ulrich Brunkhorst (Helvesiek) als Kassenwart, Horst Milbrodt (Lauenbrück) als Schriftführer sowie Hans Engel (Lauenbrück) und Reinhard Trau (Stemmen) als Beisitzer.

hr

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