Planungen zum Finteler Neubaugebiet sind weitestgehend abgeschlossen

Auf der Zielgeraden

Nachdem das Feld nun abgeerntet ist, können die Bodenproben entnommen werden. Foto: Warnecke

Fintel - Von Lars Warnecke. Der Stand der Dinge zum geplanten Wohnbaugebiet „In den Drohn“ – diese Ankündigung auf der Einladung des Finteler Gemeinderates genügte, um einige bauwillige Bürger (und nicht nur die) zum Sitzungstermin ins Rathaus zu locken. „Ganz viel“, verkündete Bürgermeister Wilfried Behrens (SPD), „gibt es dazu aber noch gar nicht zu sagen.“ Immerhin: Mehr als 40 gewillte Häuslebauer hätten gegenwärtig der Gemeinde gegenüber ihr Interesse an einem Grundstück im besagten Gebiet zwischen den Straßen Osterberg, Op’m Block und Keenmoor bekundet. „Und es trudeln immer mal wieder neue Anfragen bei uns ein.“ Bis auf dem 7,6 Hektar großen Areal, das bisweilen noch eine landwirtschaftliche Nutzung erfährt, die ersten von maximal rund 70 möglichen Häusern emporschießen können, wird aber wohl noch ein bisschen Wasser die nahegelegene Fintau hinabfließen. Behrens: „Im Moment werden dort überall noch Bodenproben entnommen – leider später, als wir gehofft haben, da das Feld jetzt erst abgeerntet worden ist.“

Seinen Worten nach müsse angesichts der hohen Interessentenzahl mittlerweile ernsthaft darüber nachgedacht werden, ob das Baugebiet tatsächlich wie geplant in zwei Abschnitten (900 000 Euro für den ersten, 1,5 Millionen Euro für den zweiten) erschlossen werden sollte. „Wenn nicht, müssten wir das dann mit einem Kredit zwischenfinanzieren.“ Geld, das die Gemeinde durch die veräußerten Grundstücke schnell wieder in die Kasse hineingespült bekäme, zeigte sich zumindest der Bürgermeister zuversichtlich.

Schön und gut, befand Ratsfrau Sabrina Zimmer (SPD), „nur stellt sich doch die Frage, bei welchem Verkaufspreise wir am Ende landen.“ Ihrer Einschätzung nach würde sich der eine oder andere nach Bekanntmachung der Grundstückskosten eh noch wieder umentscheiden und von der Liste abspringen.

Zu wann denn mit einem Baustart zu rechnen sei, wollte Steffen Florin (CDU) wissen. „Sobald der B-Plan genehmigt ist“, gab Behrens etwas kryptisch zur Antwort. Noch vor Weihnachten wolle das zuständige Planungsbüro die erforderlichen Unterlagen beisammen haben und der Politik und Verwaltung vorlegen. Ein wesentlicher Punkt, um in der Sache weiterzukommen, seien eben noch die zu erbringenden Bodenproben. „Wenn irgendwelche Probleme auftauchen würden, dann hätten wir selbst ein großes Problem.“

Ein weiteres Thema, auf das der Verwaltungschef zu sprechen kam, betraf das ebenfalls im Zuge der Erschließung zu errichtende Regenrückhaltebecken. „Eingangs war es noch so, dass die Anlage zunächst einmal zu klein erschien, woraufhin das Planungsbüro eine doppelt so große Fläche errechnet hatte. Die brauchen wir aber nicht, weil wir in unseren Kanälen ausreichend Puffer haben.“ Also bleibe es bei der Größe, Grundstücke gingen dadurch nicht verloren.

Was die obligatorische Öko-Ausgleichsfläche betrifft, sei man verwaltungsseitig noch auf der Suche. „Unsere noch vorhandene Fläche zählt nur noch 6 000 Quadratmeter – das reicht aber nicht aus“, verdeutlichte der Bürgermeister. So sei für das Baugebiet ein Ausgleich auf 1,8 Hektar Land zu schaffen – Land, das die Gemeinde noch kaufen müsste. „Wir hätten zwar die Möglichkeit, auch etwas zu pachten und es gab diesbezüglich auch schon mit jemandem Verhandlungen – allerdings hat sich dieser Jemand wieder zurückgezogen.“ Behrens ist überzeugt: „Wir kriegen bestimmt etwas, und wenn es in Ostfriesland ist.“

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