Entspannung und Genuss

230 Teilnehmer beim großen Frauenfrühstück in Stemmen

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Hanni Nack (v.l.), Rita Haase, Annemarie Grobe, Maria Fritz, Gisela Pape und Kerstin Ilmers freuen sich über die gelungene Veranstaltung.

Stemmen - Ein beeindruckendes Bild mit 230 Teilnehmerinnen beim Frühstück in fröhlicher Runde bot sich am Samstagvormittag im Festsaal des Landguts Stemmen. Das vom Frauenteam gestaltete „Frühstückstreffen für Frauen“ geht seit 30 Jahren erfolgreich über die Bühne.

Koordinatorin Hanni Nack aus Groß Meckelsen moderierte die Veranstaltung mit philosophischem Ausflug: „Lasst uns neugierig bleiben – Neugier lohnt sich!“ Ihr Leben mit Jugendfreizeiten und Jugendcafés reflektierte OP-Schwester Kerstin Ilmers (38) aus Kalbe: „Ich habe mich damals wie heute in meiner Kirchengemeinde immer gut aufgehoben gefühlt und freue mich, dass ich jetzt in den Kirchenvorstand gewählt wurde.“ Mit gefühlvollen Balladen sorgte das Duo „Bliss“ (Glückseligkeit) mit Hilke Feldmann (Gesang, Flöte) und Jan Glink (Gitarre, Gesang) für ansprechende Live-Musik.

Zum Thema „Alles hat seine Zeit“ referierte Annemarie Grobe, studierte Historikerin aus Bovenden bei Göttingen. Die Mutter von drei erwachsenen Töchtern und dreifache Großmutter hat unter anderem als Pfarrfrau neun Jahre in Kapstadt (Südafrika) gelebt, arbeitet als pädagogische Mitarbeiterin in einer Grundschule und ist stellvertretende Koordinatorin beim „Frühstückstreffen für Frauen“ in Göttingen. In einem lebendigen Vortrag plädierte sie dafür, die Lebensphasen bewusst anzunehmen und zu gestalten.

Zum Zitat des römischen Philosophen Seneca: „Das Leben ist lang, wenn du es zu nutzen verstehst“ konstatierte sie: „Ja, wenn das so einfach wäre, aber wie nutzen wir unsere Zeit am besten?“ Gehe es darum, möglichst viele Termine wahrzunehmen oder die Lebenszeit sinnvoll zu nutzen? Sie forderte dazu auf, herauszufinden, was das Besondere der jeweiligen Lebensphase sei, welche Erfahrungen gut täten und Chancen wahrzunehmen. 

Grundvertrauen im Leben wichtig

Die Kindheit sei zwar die einzige Phase, die man nicht bewusst gestalten könne, aber die ersten Lebensjahre stünden dafür, mit welchem Grundvertrauen man ins Leben gehen würde. „Früher hatten die Kinder mehr Freiraum; heute schwirren oft die Helikopter-Eltern um ihre Kinder herum, die immer ganz genau wissen wollen, wo sie sind und wie sie am besten gefördert werden können.“ Erwachsene hätten die Freiheit, die Weichen des Lebens anders zu stellen.

Die Kinder- und Jugendzeit sollte man hinterfragen. In den „besten Jahren“ wären junge Erwachsene oft überlastet und erschöpft und hätten Schwierigkeiten, die Balance zwischen Berufs- und Privatplänen zu finden. Die eigenen Bedürfnisse würden zurückgestellt, aber man müsse jedoch auch mal raus aus dem Hamsterrad des Alltags und Auszeiten nehmen. 

„Alles hat seine Zeit, sagt der Prediger Salomo, aber auch Entspannung und Genießen hat seine Zeit“, insistierte Grobe. Man könne sein Leben nicht verlängern, aber vertiefen. „Im Alter sollte nicht nur der Fernseher unser Gegenüber sein, sondern auch Menschen.“

hu

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