Rat der Samtgemeinde Fintel beschließt Feuerwehrbedarfsplan

Zehn Minuten nach Alarmierung am Einsatzort

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Der Neubau des Feuerwehrgebäudes der Samtgemeinde Fintel soll Ende des Jahres fertig sein.

Lauenbrück - Von Hannes Ujen. Einstimmig hat der Rat der Samtgemeinde Fintel bei seiner jüngsten Sitzung die Endfassung des auf fünf jahre ausgelegten Feuerwehrbedarfsplanes auf den Weg gebracht.

Mit ihm würden „alle wichtigen Parameter für auch weiterhin leistungsfähige Feuerwehren gemacht“, umschrieb Gemeindebrandmeister Klaus Intelmann die Notwendigkeit des Planes. Mit dem Beschluss, so Intelmann, sei auch der Erhalt aller Wehren in der Samtgemeinde als eigenständige Feuerwehr bestätigt worden.

Planungsprozesse begonnen im August 2015

Rückblick: Angestoßen wurde das Projekt im August 2015. Diverse Vorbesprechungen, Fahrten im Gebiet der Samtgemeinde, fachliches Zuarbeiten und mehr wurden vorrangig in vielen Sitzungen der Arbeitsgemeinschaft „Feuerwehrhäuser“ geleistet. Ein Jahr später präsentierte die beauftragte Firma den zweiten Entwurf des Bedarfsplans im Feuerwehrausschuss. Die sich daraus ergebenden Fragen wurden erörtert und die Arbeitsgemeinschaft Feuerwehr sowie die Fraktionsvorsitzenden brachten Ende 2016 ihre Anmerkungen und Ergänzungen ein.

Intelmann, stets als Gemeindebrandmeister an der Entwicklung beteiligt, bekräftigte zudem Ergänzungen bezüglich der Notwendigkeit von Fahrzeuganhängern für den Feuerwehrbedarf und die Berücksichtigung des Gefahrenpotenzials um die neu geschaffenen Krippenplätze (15 Plätze) im Kindergarten Lauenbrück.

Feuerwehr wird eine gute Leistungsfähigkeit attestiert

Dazu präsentierte Nico Oestreich von der Sicherheitsberatungsfirma Luelf & Rinke jetzt dem Samtgemeinderat einen Überblick und Extrakt über das 30 Seiten umfassende Druckstück. Das qualitative Schutzziel ist demnach, dass die Feuerwehr bei einem kritischen Wohnungsbrand innerhalb von zehn Minuten nach der Alarmierung mit sechs Funktionen und nach weiteren fünf Minuten mit zusätzlichen zehn Funktionen am Einsatzort sei. Das Ziel sei ein Erreichungsgrad dieser Werte von insgesamt 90 Prozent bezogen auf die Summe der Einsätze. Oestreich konstatierte: „Die Auswertung des Einsatzgeschehens hat eine gute Leistungsfähigkeit der Feuerwehr im Ist-Zustand ergeben.“

Zur fristgerechten Abdeckung des Samtgemeindegebietes seien auch weiterhin alle Standorte der Feuerwehr notwendig, so der Sicherheitsberater. Diverse Maßnahmen hätten Priorität mit Blick auf die Neubauten der Feuerwehrhäuser in Lauenbrück und Helvesiek, die Modernisierung des Feuerwehrhauses Stemmen und auf den Umbau des Feuerwehrhaus Vahlde. Außerdem müssten die von der Feuerwehr-Unfallkasse dargestellten sicherheitsrelevanten Mängel an den Gebäuden behoben und durch allgemeine Bauunterhaltungsmaßnahmen abgesichert werden.

In der Fahrzeugausstattung sieht der Bedarfsplan kurz- bis mittelfristig vier Ersatz- und eine Neubeschaffung von Fahrzeugen vor. Als Maßnahmen in der Organisation der Feuerwehren wurden eine Erhöhung des Anteils der Atemschutzgeräteträger, die Ausbildung von Maschinisten sowie diversen weiteren spezifischen Qualifikationen, eine Verringerung der Schwelle zur Parallelalarmierung (Helvesiek, Stemmen, Vahlde), die Integration von „internen Pendlern“, eine konsequente Einsatzdokumentation sowie die Selbstrettungsfähigkeit der Bevölkerung (Kroemer Dup, Riepe, Dreihausen, Stell) definiert.

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