Gut vorbereitet in den siebten Himmel

Hochzeitsmesse im Stemmer Landgut gibt Überblick über Trends und Leistungen

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Die von Schülern der Ballettschule Ines Güttel vorgestellten Brautkleider eines Hamburger Spezialausstatters sorgten auch in diesem Jahr für verzückte Blicke.

Stemmen - Kleidung, Frisur, Styling, Einladungen, Ringe, Location, Deko – bei der Planung einer Hochzeit gilt es vieles zu bedenken. Eine gebündelte Übersicht über die Leistungen regionaler Anbieter gab am Sonntag die Hochzeitsmesse im Landgut Stemmen. Und mehr noch: Sie macht Lust – auch bei denen unter den mehreren hundert Besuchern, die „nur“ zum Gucken und Staunen gekommen waren.

Auch bei der neunten Auflage hatte Gastgeber Alexander Trau vom Landgut regionale Serviceleistungen versammelt. Für viele der wichtigste Bestandteil: Die von Hermann Koopmann moderierte Brautmodenschau. Dass die zum Teil opulenten Träume in Weiß, die so manchem einen Seufzer entringen, wieder von Akteuren der Ballettschule Ines Güttel präsentiert wurden, hatte in diesem Jahr auf der Kippe gestanden. 

„Normalerweise erzählen wir kleine Geschichten – die Zuschauer wollen ja auch Bilder“, so Güttel. Dafür sei dieses Mal wegen einer Eigenproduktion keine Zeit gewesen – die Perfektionistin wollte die Show eigentlich absagen. Doch auch mit auf rund ein Drittel reduzierter Teilnehmerzahl konnten sich die Auftritte auf dem „Catwalk“ sehen lassen: Hier ein kesser Augenaufschlag, dort eine Flasche Schampus in der Hand des Bräutigams – es sind die Feinheiten, die Spaß machen.

„Locker, den persönlichen Stil unterstreichen“

Einige der jungen Frauen werden unter den Fingern des Teams von Carsten Gehse zu schmucken Bräuten. Die Friseure und Kosmetikerinnen des Scheeßeler Headspa, zum vierten Mal dabei, beobachten die aktuellen Trends sehr genau. „Locker, den persönlichen Stil unterstreichen: Bräute wollen heute rocken“, umreißt er den aktuellen Look. 

Was oft simpel aussieht, muss viele Stunden in Form bleiben – wie bei den zehn eigens frisierten Puppenköpfen mit Zöpfen, Flechtwerk und Blumen am Stand. Wer auf Nummer sicher gehen will, bucht hier ein ganzes Paket inklusive Probestecken und Styling. Viele Pärchen holen sich hier Inspiration, aber auch Bräute in spe mit ihrer Trauzeugin oder Eltern. 

„Die Zeiten, wo der Bräutigam den Brautstrauß bestellt, sind größtenteils vorbei“, weiß Florist Andreas Jörs. Nicht unbedingt ein Nachteil, denn: „Die Frauen wissen meist durch unsere Fotomappen oder das Internet schon ganz genau, was sie wollen.“ Der diesjährige Trend, so seine Frau Birte: Vintage – aber auch Haarreifen sind gefragt.

Ob Kennenlernshooting, Festhalten der Vorbereitungen oder „Trash the Dress“: Individuell sind die Wünsche der Paare in puncto Fotografie. Hochzeitsfotograf Matthias Hornung: „Die Fotobooth mit viel Deko ist fast schon Standard, zum Teil sogar mit Motto.“ Auch wenn der Trend zu Handyfotografie durch Freunde nicht zu verkennen ist, werde die Arbeit der Fotografen wertgeschätzt: „Heute hat noch kein Paar gehandelt!“

Zwischen Klassikern und neuen Angeboten

Neben Klassikern wie den Trauringen oder das Reisebüro für die Flitterwochen spürt Trau auch immer wieder Neues auf, wie den Anbieter eines Wedding-Planners. „Das ist in diesem Fall aber keine Person, sondern ein Buch mit einem ‚Fahrplan‘ und Tipps für Paare“, schmunzelt der Gastgeber. 

Verschiedene „echte“ Hochzeitsplaner hätten hier schon nach einem Mal das Handtuch geschmissen: „Als Landgut umfasst unser Angebot vieles, was über die reine Saalmiete hinausgeht“, so Trau, mit Verweis auf Dekoration, Blumenschmuck, Lichtanlage und Candybar. „Für fast alles andere haben wir Kontakte.“

Einer von ihnen ist Hermann Koopmann. Der freie Redner kommt seit einigen Jahren ins Spiel, „weil zunehmend mehr Paare eine freie Hochzeit wollen. Früher hieß es: Kirche oder gar nicht“. Durchschnittlich vier bis acht Stunden setzt er sich verteilt über mehrere Sitzungen mit dem Paar zusammen, die die Gestaltungsfreiheit schätzen – „da gibt es ja auch noch Details zu klassischen Ritualen zu besprechen, vom Blumenmädchen bis zum Ringetausch.“ 

Hochzeitsmesse im Landgut Stemmen

 © Ulla Heyne
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Bei der Rede selbst hat der Philantrop freie Hand: „Da haben die Paare volles Vertrauen.“ In einigen Fällen dauern die Vorgespräche länger – zum Beispiel bei einem Italiener und einer Koreanerin: „Da gab es wegen der ganz unterschiedlichen Kulturkreise einiges zu bedenken.“

Lasershow und Feuerwerk für die Liebe

Zum ersten Mal vor Ort sind auch Olaf Steffen und Sven Bade. Die beiden Hamburger bieten neben klassischem Feuerwerk auch Lasershows an – und leisten wahre Überzeugungsarbeit. „Die meisten denken da noch an Disco der 1980er-Jahre oder Technopartys“, so Steffen, der rund 20 Mal im Jahr Hobby und Leidenschaft auslebt. Im Hintergrund läuft ein Video mit Herzen, die ineinander verschmelzen, auffliegenden Tauben und einem küssenden Paar, personalisiert mit den Namen der Brautleute – „Gestaltungsmöglichkeiten, die man mit einem normalen Feuerwerk nicht hat.“

All dies interessiert das Brautpaar aus Buxtehude nicht. Zielgerichtet steuern die beiden auf die dekorierten Tische zu: „Deswegen sind wir hier, und wegen der Anzüge“, so der Bräutigam in spe. Seine zukünftige Frau ergänzt: „Wir haben uns im Internet schlaugemacht – aber etwas live zu sehen ist natürlich noch mal etwas ganz anderes.“ - hey

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