Von Bäumen und Zisternen

B-Plan Burvagsweg: Finteler Bauausschuss billigt den Satzungsbeschluss

Schöne Aussichten: Auch wenn moderne Wohnbauten zwischen dem Burvagsweg und der Straße Op‘m Block Einzug halten werden – das ortsbildprägende Bauernhaus soll erhalten bleiben.
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Schöne Aussichten: Auch wenn moderne Wohnbauten zwischen dem Burvagsweg und der Straße Op‘m Block Einzug halten werden – das ortsbildprägende Bauernhaus soll erhalten bleiben.

Fintel – Gut für Fintel: Fast 50 moderne Wohnungen sollen in der Dorfmitte, zwischen dem Burvagsweg und der Straße Op‘m Block, entstehen – quasi als Alternative zum Einfamilienhaus. Investor des für den Ort prägenden Bauvorhabens ist die Projektgesellschaft Burvagshoff, ein Zusammenschluss der Immobiliengesellschaft der Sparkasse Scheeßel und der PGN Projektgesellschaft Nord. Noch ziert das etwa 0,75 Hektar große Plangebiet eine landwirtschaftliche Hofstelle, die alsbald aber aussiedeln wird.

Warum der Bau- und Planungsausschuss sich das Thema jetzt einmal mehr zur Brust nahm? Um den Weg freizumachen für den B-Plan mit dem bezeichnenden Namen „Burvagsweg“, gilt es nun, da der Plan öffentlich zur Stellungnahme auslag, im finalen Verfahrensschritt, einen Satzungsbeschluss zu fassen. Eine entsprechende Empfehlung sprach der Ausschuss dem Mitte Oktober tagenden Gemeinderat auch aus – allerdings nach einer doch recht zähen Debatte, was den Erhalt beziehungsweise den Nichterhalt der auf den Grundstücken stehenden Bäume anbelangt. Hans-Jürgen Schnellrieder (Grüne), beratendes Mitglied im Gremium, befand jedenfalls, dass Kompensationsmaßnahmen natürlich auch für die im Zuge der Erschließung zu entnehmenden Bäume zu treffen seien – und zwar nicht, wie in der Regel praktiziert, im Verhältnis 1:3, sondern ganz generell, wie es eine Richtlinie vorgeben würde, im Verhältnis 1:5.

Dazu führte Matthias Diercks, Stadtplaner von der PGN, aus, dass auf den sechs Baugrundstücken, die später in privater Hand lägen, laut textlicher Festsetzung jeweils zwei einheimische Laubbäume zu pflanzen seien – und damit in der Summe deutlich mehr, als jene vier Bäume, die im Zuge der Erschließung weichen müssten. Sollte ein anderer politischer Wille bestehen, hätte dies eine Neuauslegung des B-Plans zur Folge – „dann wären wir erst am Ende des Jahres dort, wo wir jetzt gerade stehen.“

Das Plangebiet in der grafischen Darstellung: Von der Straße Op‘m Block aus (r.) erfolgt die Einfahrt in das neue Wohngebiet.

Ohnehin, bemerkte Diercks, böte das Plangebiet für jene Neuanpflanzungen, die rein rechnerisch nach dem von Schnellrieder vorgeschlagenen Gewichtungsmodell zu tätigen seien, gar nicht den Platz.

Was zwei exakt auf der Plangebietsgrenze befindliche Eichen betrifft, die ebenfalls gefällt werden müssten, seien die nach Auskunft des Planers zwar nicht zwangsläufig zu ersetzen, weil im B-Plan nicht abgedeckt, allerdings könne die Gemeinde natürlich selbst entscheiden, ob sie dafür einen Ausgleich schaffen wolle.

Ein weiteres Anliegen, das die Grünen im Zusammenhang mit der neuen, barrierefreien Wohnanlage hervorbrachten: Haushalte könnten Regenwasser für den Eigenbedarf doch gleich mitnutzen – etwa über eine Zisternenanlage. „Dies wäre auf jeden Fall im Rahmen des kommunalen Klimaschutzes ein Schritt nach vorne“, konstatierte Schnellrieder. Wie Carsten Dittmer, der ausführende Planer, dazu erklärte, könne natürlich jeder Bewohner von einer solchen Zisterne später für sich im Privaten Gebrauch machen. Aber mit der generellen Regenrückhaltung, wie sie im Burvagsweg zum Einsatz käme, da dort eine Versickerung des Oberflächenwassers an Ort und Stelle nicht möglich ist und stattdessen ein Anschluss an den Kanal erfolgen muss, dem das Wasser dann nach Vorgaben des Landkreises gedrosselt zugeführt wird, hätten solche Maßnahmen aber wenig zu tun. „Denn dafür brauchen wir einen leeren Puffer.“

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