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Baugebiet Treiderkamp in Lauenbrück wird weiter geplant - aber: Viele Details sind noch offen

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Von: Judith Tausendfreund

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Eine aufgelockerte Bebauung in unmittelbarer Nachbarschaft zum Plangebiet besteht bereits.
Eine aufgelockerte Bebauung in unmittelbarer Nachbarschaft zum Plangebiet besteht bereits. © TausendfreunD

Lauenbrück – Den Mitgliedern des Lauenbrücker Bau- und Planungsausschusses ist das Thema nicht neu: Auch in der jüngsten Sitzung des Gremiums drehte es sich – wieder einmal – um das seit Langem geplante Baugebiet Treiderkamp. Dabei geht es auch um die 51. Änderung des Flächennutzungsplanes namens „Richterkamp“. Die Fläche beträgt gute zehn Hektar Land, gelegen am Rand von Lauenbrück, in Richtung Scheeßel. Bislang wird das Gebiet landwirtschaftlich genutzt. Allerdings besteht ringsherum bereits eine lockere Bebauung.

Matthias Diercks von der Planungsgemeinschaft Nord (PGN) erläuterte in der Runde die anstehenden Änderungen. Auch Laura Arp als Vertreterin der Gesellschaft für Entwickeln und Bauen (GEB) war anwesend. Dierks wies darauf hin, dass die im Ausschuss zu besprechende Variante auch im Samtgemeinde-Bauausschuss Thema sein wird. Das Lauenbrücker Gremium wiederum musste nun darüber entscheiden, ob es für einen kleinen, geänderten Geltungsbereich innerhalb des kompletten Plans eine erneute frühzeitige Beteiligung geben soll. Nach wie vor handelt es sich um 28 Grundstücke und der dazugehörigen Erschließung, so der Stadtplaner. Er stellte einige Festsetzungen vor, die nun gelten sollen. Unter anderem wurde festgelegt, dass die Grundstücksfläche jeweils 600 Quadratmeter je Einzelhaus groß sein soll. Ebenfalls sollen je Doppelhaushälfte mindestens 350 Quadratmeter als Grundstücksfläche gelten. Überbaubare Grundstücksflächen wurden als unzulässig ausgeschlossen.

Die Ausschussmitglieder debattieren über einige weitere Details. So ging es etwa um die Frage nach den Stellplätzen, die etwa pro Einfamilienhaus vorgesehen sind. Dierks wies darauf hin, dass bei Einfamilienhäusern in der Regel zwei Stellplätze gewollt sind. Ferner ging es um Dachfarben und die Höhen, die zugelassen werden sollen.

Ratsfrau Anja Oppermann (SPD) kritisierte, dass die Gemeinde aktuell mehrere Baupläne bearbeite, in denen es jeweils unterschiedliche Regelungen gebe. „Das sind zwar nur Kleinigkeiten, aber wir sollten das einheitlich gestalten“, so die Politikerin. „Das sehe ich anders“, widersprach Klaus Miesner (CDU). Man müsse das jeweils individuell betrachten. Laura Arp wies daraufhin, dass man zum jetzigen Zeitpunkt noch etwas Spielraum in Sachen Gestaltung habe. „Dennoch plädiere ich dafür, dass wir das angleichen“, forderte Oppermann.

Bürgermeister Jochen Intelmann (SPD), der stellvertretend für Klaus Intelmann (SPD) an der Sitzung teilnahm, betonte abschließend jedoch, dass es momentan „nur“ darum gehen würde, die frühzeitige Beteiligung zu beschließen. Dies taten die Ausschussmitglieder an dieser Stelle dann auch einstimmig.

Als offene Punkte wurden noch das Entwässerungskonzept, der Verlauf der notwendigen Gräben, ein Geruchsgutachten und das Thema Ausgleichsmaßnahmen notiert. Durch diese erneute und frühzeitige Auslegung werden nun noch einmal Behörden und Öffentlichkeit an den bisher entwickelten Ideen beteiligt – so wird das Wohnbauland-Projekt Schritt für Schritt weiter entwickelt.

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