Einzelhandel in Fintel

Umbau am Finteler Pferdemarkt: Gemeinderat lässt sich mit Gutachtenvergabe Zeit

Die Straße zwischen dem Edeka-Markt und dem Gasthof Fintel mit Blickrichtung zum Gasthof.
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Noch rollt der Verkehr zwischen dem Edeka-Markt und dem Gasthof Fintel – der Bereich soll aber geschlossen werden.

Fintel – Den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Großflächiger Einzelhandel“ in Fintel, den hatte der Gemeinderat schon im vergangenen Jahr gefasst. Was sich dahinter verbirgt? Das Grundstück des Edeka-Marktes, für den bekanntlich eine Erweiterung geplant ist, und das des gegenüberliegenden Gasthofs Fintel sollen miteinander verbunden werden.

Weitere Parkplätze sollen am Pferdemarkt entstehen. Dafür müsste der Durchgangsverkehr auf der Straße am Kreisel aber geschlossen werden. „Das Ganze steckt jetzt im Planverfahren“, erläuterte Bürgermeister Wilfried Behrens (SPD) in der jüngsten Ratssitzung. Nach Rücksprache mit dem Landkreis sei aber auf jeden Fall noch ein Verkehrsgutachten von Nöten, ohne dass das Vorhaben nicht vorangebracht werden könne.

Drei Gutachter, die sich gerne der Sache annehmen würden, hätten der Gemeinde Angebote unterbreitet – „nur kamen zwei erst kurz vor Toresschluss, sodass die nicht mehr richtig aufgearbeitet werden konnten.“ Eine eigentlich für die Ratssitzung geplante Beschlussfassung darüber, wer sich denn nun der Sache annehmen soll – zwei Angebote hätten bei jeweils rund 9 000 Euro gelegen, eines bei knapp 14 000 Euro –, könne man so nun nicht mehr treffen.

„Mein Vorschlag ist es daher, die Unterlagen dazu nochmal in die Fraktionen zu geben, damit die es besser fassen können, was eigentlich gemeint ist.“ Auch wolle er zur fachlichen Begutachtung erst noch das Bauamt bei der Samtgemeinde hinzuziehen. „Möglicherweise können die uns noch eine Empfehlung geben, wie wir vorgehen sollen“, so Behrens, der darauf verwies, dass neben dem Verkehrs- ja auch noch ein Lärmschutzgutachten vorgesehen sei, für das aber nicht die Gemeinde, sondern Ralf Behrens, der Vorhabenträger der Markterweiterung, bereits entsprechende Angebote eingeholt habe. „Wie uns alle drei Verkehrsgutachter aber schon mitgeteilt haben, mache es jetzt in der Pandemie überhaupt keinen Sinn, Messungen vorzunehmen, da das Verkehrsaufkommen nicht der Normalität entspricht“, erläuterte der Bürgermeister.

Nach Ostern, in einer Sitzung des Bau- und Planungsausschusses, will man sich der Frage, welches Angebot denn zum Tragen kommen soll, konkret annehmen. Anlass zur Eile, die gebe es jedenfalls nicht, befand Ratsherr Werner Kahlke (SPD): „Da wir hier womöglich einschneidende Beschlüsse fassen, die unseren Ortskern auf lange Sicht prägen werden, sollte auch unbedingt Gründlichkeit vor Schnelligkeit gelten.“ Da könne man mit einer Entscheidung ruhig auch noch zwei Monate warten.

Das sahen seine Ratskollegen offenbar ganz ähnlich: Einstimmig verständigte sich die Runde darauf, die Planvergabe zunächst in die Fraktionen zurückzuweisen.

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