Rat wird wohl Grunderwerb tätigen

Standortsuche für Feuerwehrhausneubau in Vahlde

Zu klein, zu alt: Für das Feuerwehr-Gerätehaus an der Vahlder Dorfstraße muss ein Neubau her.
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Zu klein, zu alt: Für das Feuerwehr-Gerätehaus an der Vahlder Dorfstraße muss ein Neubau her.

Vahlde – Wenn die Ortsfeuerwehr Vahlde ein neues Gebäude bekommt, voraussichtlich 2022, dann nach einer aktuellen Norm. Die ist eine Reaktion auf größer werdende Einsatzfahrzeuge und zielt zugleich auf erhöhte Sicherheits- und Hygienestandards ab. Deswegen werden landauf, landab Feuerwehrhäuser umgebaut, erweitert oder gleich neu gebaut. Letzteres ist für Vahlde vorgesehen.

Die Samtgemeinde Fintel trägt die Planungs- und Baukosten, ihre Mitgliedsgemeinde bemüht sich um ein passendes Grundstück. Denn eines ist klar: Am jetzigen Standort am Dorfgemeinschaftshaus, gegenüber der Leuenroth-Gaststätte, kann ein Neubau nicht entstehen.

Klostergarten ist aus dem Rennen

Wo also hin mit dem Gerätehaus? Eine Frage, mit der sich jetzt einmal mehr der Gemeinderat auseinandergesetzt hatte. Dabei wurde eine Idee, die bereits in der vergangenen Sitzung zur Sprache gekommen war, schon wieder verworfen: Der örtliche Klostergarten, eine im Gemeindeeigentum befindliche, rund 2 500 Quadratmeter große Fläche, auf der neben einem alten Eichenbestand auch die Altglascontainer zu finden sind, ist jedenfalls aus dem Rennen. „Ich finde, dass dieser Platz dort ortsbildprägend ist“, wandte Ratsherr Christian Geddert (Grüne) so zum Beispiel ein. Eine Bebauung, befand er, würde dieses Bild nur kaputtmachen. Dem konnte Bürgermeister Jürgen Rademacher (CDU) nur beipflichten: „Ich würde mich mit dem Klostergarten auch schwertun.“ Selbst wenn der Standort zum Zuge kommen würde, einige Bäume in der Konsequenz gefällt werden müssten, verfüge die Gemeinde immer noch über eine rund 6 000 Quadratmeter große Ausgleichsfläche für Ersatzpflanzungen. „Aber wir müssten uns für die Container ja auch noch etwas Neues einfallen lassen.“ Und nicht nur das, wäre ebenso noch ein kompletter Fußweg neu zu bauen.

F-Plan bereitet Kopfschmerzen

Also rückte als Alternative das Thema Grunderwerb zurück in den Fokus. Danach würde Landwirt Cord-Heinrich Renken eine von ihm genutzte Fläche – ein Stück Ackerland an einem an der Lauenbrücker Straße gelegenen Weg – an die Gemeinde veräußern. „Das würde uns keine 50 000 Euro kosten“, so Rademacher. Nun habe ihm der Flächeneigentümer inzwischen aber schon einen neuen Vorschlag unterbreitet: „Er möchte gerne dort, wo eigentlich das Feuerwehrhaus hin soll, zwei Bauplätze verkaufen, während der Neubau dann auf die gegenüberliegende Wegseite wandern könnte.“ Für diese Variante müsste neben einer Bebauungsplan- zusätzlich aber ebenfalls noch eine Flächennutzungsplanänderung vollzogen werden – und zwar nur bezogen auf die Baugrundstücke und nicht auf das Gerätehaus. „Und dass wir beides auf unsere Kosten machen sollen, sehe ich nicht ein“, gab der Bürgermeister zu verstehen. Da stünde auch Renken als Nutznießer in der finanziellen Mitverantwortung.

Bis zur nächsten Ratssitzung im März, hieß es, solle der nun erst mal abklären, ob in Sachen Emissionsschutz überhaupt eine Möglichkeit besteht, sein Vorhaben in Kombination mit dem neuen Feuerwehrdomizil umzusetzen. Rademacher: „Bis dahin lassen wir das Thema sacken.“  lw

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