Storchenbeauftragter Wilfried Glauch schreitet in Stemmen und Hellwege zur Tat

Ringe für den gefiederten Nachwuchs

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Storchenbeauftragter Wilfried Glauch beringt drei Jungstörche am Stemmer Horst.

Stemmen - 4T000, 4T001 und 4T002 – das sind die Nummern der Plastikringe, die neuerdings die zarten Beinchen des Anfang Mai geschlüpften Nachwuchses auf dem Horst der Familie Wahlers am Rand von Stemmen schmücken. Der Storchenbeauftragte für den Südkreis, Wilfried Glauch aus Rotenburg, jetzt als erster in Besitz eines entsprechenden Ausweises, gab sein offizielles Debüt.

Mit einer Arbeitsbühne des Amtes für Gebäudemanagement des Landkreises fährt Glauch mit Mitarbeiter Steffen Bammann die elf Meter zu dem Storchennest empor. Aus sicherer Entfernung, aber scheinbar desinteressiert verfolgt das Elternpaar Friedegard und Heintje, was am Horst ihres Nachwuchses geschieht.

Erste Überraschung: Die beiden Männer entdecken ein nicht ausgebrütetes großes Storchenei. Offensichtlich um sich zu schützen stellte sich das Jung-Storchentrio tot. In Minutenschnelle befestigt Wilfried Glauch die Ringe an den Storchenbeinen. Ausgegeben hatte den „Beinschmuck“ die Vogelwarte Wilhelmshaven. Eine seit etwa 100 Jahren geübte Praxis, die es erlaubt, das Zugverhalten der großen Zugvögel weiter zu erforschen.

Gleich nach dem die beiden Männer in Stemmen fertig waren, ging es zum zweiten Horst im Südkreis, nach Hellwege. Dort in der Nähe der Wümme schlüpfte in einem Horst auf dem Grundstück der Gastwirtschaft Kaiser ein weiteres Storchenbaby. Außerdem wurde an diesem Tag die Arbeitsbühne, die sonst zur Baumpflege eingesetzt wird, benutzt, um im Nordteil des Landkreises mit den meisten Storchennestern die Jungen zu beringen. Dort gibt es 15 Paare.

Trotz aller Bemühungen und obwohl es im Südkreis inzwischen mehr als 30 Horste gibt, ist es im Südkreis bei jetzt zwei Paaren geblieben. Durch die Vermaisung ist das Futterangebot dort vergleichsweise gering. Storchenbeauftragter Glauch hofft jetzt, dass von den rund 70 Paaren aus dem Raum Verden welche in den Kreis Rotenburg abwandern. Er erhielt als erster Storchenbeauftragte das Zertifikat, das ihm das Beringen erlaubt, nachdem er im Herbst vergangenen Jahres bei der Vogelwarte Helgoland einen einwöchigen Beringungslehrgang besucht hatte.

bn

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