Team um Scheeßels Diakonin Sabine Gerken entwickelt Film

St. Martin auf der Leinwand

Jule Mollin (l.) und Vivica Stahmleder spielen die Hauptrollen in dem St.-Martin-Film.
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Jule Mollin (l.) und Vivica Stahmleder spielen die Hauptrollen in dem St.-Martin-Film.

Lauenbrück – „Ich geh mit meiner Laterne…“ – mit Abstand und in kleinen Gruppen. So oder zumindest in der Art wird in diesem Jahr das Martinsfest gefeiert. Die großen Laternenumzüge in den Gemeinden wurden bereits abgesagt, auch das jährliche Fest in großer Runde im erleuchteten Landpark in Lauenbrück ist unter den derzeitigen Bedingungen einfach nicht möglich. Doch anstatt die Köpfe hängen zu lassen, hat sich die Scheeßeler Diakonin Sabine Gerken samt Team ein kleines Ersatzprogramm ausgedacht.

„Uns hat die Frage gequält, ob wir in diesem Jahr überhaupt etwas machen und wie wir es Corona-gerecht gestalten könnten“, so Gerken. Das Martinsfest im Landpark, könne nicht so stattfinden, wie es ursprünglich geplant war. Normalerweise hätten sich Mitte November zahlreiche Besucher vor den Toren des Parks getroffen, um gemeinsam Lieder zu singen, mit ihren Laternen die Dunkelheit zu erleuchten und sich die Geschichte über St. Martin anzusehen, welche von freiwilligen Helfern und Teamern jedes Jahr aufgeführt wird. Trotzdem solle die Geschichte über den Bettler und den Reiter weiter erzählt werden, sagt Gerken. „Deshalb haben wir unser eigenes kleines Ersatzprogramm auf die Beine gestellt – es wird einen Kurzfilm geben“, freut sich die Diakonin.

Mit einem kleinen Team habe man am Wochenende alle Szenen für einen Film aufgenommen. Als Kulisse diente der Hof von Wolfgang Stahmleder. St. Martin wird von seiner Tochter Vivica verkörpert und der Bettler von der Teamerin Jule Mollin. Begleitet wird das ganze von Manfred Küppers, der mit seinem Akkordeon für Stimmung sorgt. Um die Kamera und den Schnitt sorgen sich die Teamer Robin Gallo und Jaspar Härter, die schon bei zahlreichen anderen Aktionen der Kirchengemeinde technisch unter die Arme gegriffen haben. „Die beiden haben mir auch schon bei unserem Osterprojekt und Aktionen für die Kinderkirche geholfen. Und da die alternativen digitalen Angebote sich in den vergangenen Monaten bewährt haben, kamen wir auf die Idee für den Film“, erklärt Gerken.

Das fertige Stück wird schließlich am Martinstag, 11. November, ab 18 Uhr auf den Internetseiten der Kirchengemeinden Fintel, Lauenbrück und Scheeßel veröffentlicht. Das Ziel sei es, das sich Familien gemeinsam das Video ansehen können, um im Anschluss mit ihren Kindern draußen eine Runde spazieren zu gehen. Alternativ können Eltern ihren Kindern auch die Geschichte von St. Martin und dem Bettler vorlesen, die auch auf der Homepage zu finden sein wird. „Es wird am Mittwoch einen Countdown geben, um die Spannung zu steigern, und wir hoffen, dass viele Menschen gleichzeitig das Video sehen werden“, erklärt die Scheeßelerin. Natürlich sei der Film danach zumindest den gesamten November weiterhin auf den Internetseiten verfügbar.

Die Aktion sei insbesondere auch ein Appell an die Familien. „Ich erhoffe mir, dass sich die Familien einen Ruck geben und spazieren gehen“, sagt die Diakonin. Das tue den Kindern gut. „Wenn ein ganzes Jahr lang wenig stattfindet, dann gerät das für die Kleinen auch schnell in Vergessenheit.“ Dies bemerke die Diakonin vor allem bei ihrer Arbeit in der Kinderkirche. „Die Kinder freuen sich über einen eigenen kleinen Umzug und jedes kennt bestimmt die erste Strophe von ‚Ich gehe mit meiner Laterne‘.“

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