Spielplatz und Rückhaltebecken

Lauenbrücker Gemeinderat diskutiert Vorschläge für neues Wohnbaugebiet „Treiderkamp“

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Angrenzend an den Richterkamp soll das neue Baugebiet „Treiderkamp“ entwickelt werden. Ein landwirtschaftlicher Weg trennt die beiden Gebiete.

Lauenbrück - Der Bauboom in Lauenbrück hält nach wie vor an. Während es im „Heidhorn I“ schon keine verfügbaren Grundstücke mehr gibt, schrumpft auch im „Heidhorn II“ das Angebot zusehends. Nun gibt es einen neuen Bebauungsplan, mit dem die Gemeinde auf die hohe Nachfrage an Wohnbaugrundstücken reagiert: den „Treiderkamp“.

Erstrecken soll sich das Gebiet voraussichtlich am westlichen Rand von Lauenbrück, direkt gegenüber vom Kindergarten Löwenburg und somit angrenzend an den Richterkamp sowie den Sonnenweg. Bis jetzt säumen die Fläche nur Felder, welche von einem landwirtschaftlichen Weg getrennt sind.

Die Planungsgemeinschaft Nord (PGN) hat im Auftrag der Lauenbrücker fünf mögliche Varianten erarbeitet und diese jetzt auf einer Gemeinderatssitzung vorgestellt. In der ersten Variante bliebe der landwirtschaftliche Weg erhalten, wodurch der nördliche und südliche Bereich weiter voneinander getrennt bleiben würden. 

Im Wohngebiet finde der Anschluss durch eine Ringerschließung mit einzelnen Stichstraßen statt. Außerdem ist in dieser und jeder anderen Variante die Planung eines südlichen Rückhaltebeckens geplant sowie ein großer Sicherheitsabstand an den anliegenden Wald.

In Variante zwei kommt dem Weg die verbindende Rolle der beiden Bereiche zu und in Variante drei wird dieser einfach überplant und zum Element des Ringsystems. Variante vier und fünf zeigen hingegen eine Besonderheit auf: die Errichtung eines Spielplatzes. Beide Entwürfe unterscheiden sich lediglich in der Auslegung des Weges.

„Wir würden auf alle Fälle gerne den Spielplatz und das Rückhaltebecken realisieren. Noch dazu soll der Weg erhalten bleiben“, so Bürgermeister Jochen Intelmann (SPD). „Außerdem wollen wir möglichst wenig Straßenfläche, um die Natur zu erhalten.“ 

Daher wird es also nun auf eine Vermischung der Varianten vier und fünf hinauslaufen. Planmäßig ergeben sich daraus etwa 60 neue Grundstücke. Als nächster Schritt wird somit zuerst ein neuer Vorschlag entwickelt, im Januar kommt es voraussichtlich zur endgültigen Straßenfestlegung.

Doch es wurde auch etwas Kritik deutlich. Falls es nämlich zur Ausbreitung des Richterkamps kommt, haben angrenzende Landwirte die Befürchtung, einen kleinen Teil der Kosten übernehmen zu müssen. Außerdem, hieß es, müsse man zuerst die Verkehrssituation klären. 

Die Bauern bräuchten dann nämlich Alternativwege, wobei sie mit den schweren Fahrzeugen nicht über die Brücken fahren könnten. Da sei die Straßenlage noch sehr offen. „Wir müssen generell hinterfragen, ob es durch das Baugebiet zur Mehrbelastung auf den Straßen kommt und wie man das umgehen kann“, erklärte Samtgemeindebürgermeister Tobias Krüger.

Nach Besichtigung der ersten Planungen soll nun zunächst ein neuer konkreter Vorschlag erarbeitet werden. Im kommenden Januar erfolgt dann die genaue Straßenfestlegung. „Das Baugebiet soll vor allem auch dazu dienen, Lauenbrück weiterhin attraktiv zu gestalten“, so Krüger. „Wir möchten den Bewohnern und besonders den Familien viele gute Möglichkeiten bieten“.  

md

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