Streichorchester der Heidekreis-Musikschule

Sinfonische Totenmesse in der Kirche

Sprecher Gisela Parnack und Michael Boltz (Mitte) mit Dirigent Hartwig Wulfes und dem sinfonischen Streichorchester der Heidekreis-Musikschule. - Foto: Rutzen

Fintel - Das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart, am Samstagabend aufgeführt in der St. Antonius-Kirche zu Fintel, klingt wie eine Hommage an den Komponisten, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr sich zum 260. Mal gejährt hat.

Das sinfonische Streichorchester der Heidekreis-Musikschule unter Leitung von Hartwig Wulfes führt das Werk als Orchesterstück auf mit einem Fagott und kleinen Pauken, die dem Orchester Tiefe und einen vollen Klang verleihen. Das Orchester wird während seiner Aufführung immer besser und sicherer.

In den letzten Jahren seines Lebens wandte sich Wolfgang Amadeus Mozart verstärkt der Kirchenmusik zu. Das Requiem war das letzte Musikstück, das er 1791 komponiert hat. Nachdem er zwei Drittel dieses Werkes vollendet hatte, starb er. Im Auftrag seiner Witwe und weil es ein Auftragswerk war, vollendeten es Joseph Eybler und Franz Xaver Süßmayr, Schüler von Mozart.

Obwohl das Requiem – eine Totenmesse – Mozarts letzte und umstrittenste Komposition ist, ist die Musik und der Gesang voller Kraft, Ausdruck und Optimismus. Nicht der Tod steht im Mittelpunkt, sondern die Auferstehung, die Freude, dass das Leben beginnt. Das spürt man bei der Aufführung des Werkes durch das Orchester der Heidekreis-Musikschule. Das Requiem ist eines der beliebtesten und höchstgeschätzten Werke Mozarts.

Hartwig Wulfes, der Dirigent des Orchesters sagt: „Während unserer Proben kamen wir auf die Idee, dieses Requiem, das wir früher schon einmal in einer Kirche aufführten, in der Antonius-Kirche Fintel zu spielen. Es macht uns Spaß, uns solchen Herausforderungen zu stellen und sie zu meistern. Es war für uns eine besondere Form des Zusammenspiels und ein anspruchsvolles Erlebnis“.

Die Musiker verwenden für ihre Musikdarbietung die Bearbeitung des Requiems von Peter Lichtenthal. Die Texte zu den einzelnen Abschnitten Introitus, Kyrie, Sequenz, Offertorium, Sanctus, Benedictus, Agnus Dei und Communio liest Gisela Parnack auf lateinisch, den übersetzten deutschen Text spricht Michael Boltz. Nach Beendigung der Musikdarbietung herrscht bei den rund 70 Zuhörern eine beeindruckende Stille, bevor der wohlverdiente Beifall einsetzt und die Musiker für die anspruchsvolle Leistung belohnt.

hr

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