Männergesangsverein Fintel

Sein letztes Mal: Chorleiter Kaßburg verabschiedet

+
Mit Blumen und einem Präsent verabschiedeten sich Wilfried Behrens (l.) und Ulrich Behrens (r.) vom langjährigen Chorleiter Gernot Kaßburg.

Fintel - 17 Jahre lang hat Gernot Kaßburg beim Finteler Männergesangvereins (MGV) „Frohsinn“ den Takt angegeben, hat sämtliche Übungsabende und öffentliche Auftritte musikalisch geleitet. Nun legte er sein Amt nieder. 

Mit einer Abschiedsfeier im Gasthof Röhrs bereiteten die Sänger ihrem scheidenden Chorleiter eine handfeste Überraschung. Statt letzter Chorprobe waren bewegende Worte zum Abschied und ein gemütliches Beisammensein mit der großen MGV-Familie angesagt.

„Es waren schöne Jahre mit euch“, sagte Kaßburg sichtlich gerührt, nun sei es Zeit, Abschied zu nehmen. „Mit euch verlebte ich die schönsten Tage meines Lebens.“ Gerne erinnere er sich an Ausflüge nach Bamberg, seine Geburtsstadt, zurück, nach Hamburg, wo die Finteler Sänger im Michel sogar zweimal singen durften, und nach Dresden, wo man in der voll besetzten Frauenkirche einige Lieder zum Besten gegeben habe. 

„Ich habe eure Kameradschaft nicht nur beim Gesang geschätzt, sondern auch im persönlichen Leben, das gute Miteinander und die freundschaftlichen Bindungen. Ich denke, die Lieder, die wir ausgewählt haben, passten zu euch, ihr habt sie gern gesungen und sie kamen gut beim Publikum an. Ihr könnt stolz auf euch sein“, wandte Kaßburg sich an die MGV-Mitglieder.

Auch Ulrich Behrens, der Vorsitzende des Männergesangvereins, und Wilfried Behrens, Fintels Bürgermeister, fanden freundliche Abschiedsworte. Kaßburg habe den Chor zu einem Verein geformt, der im Dorf großes Ansehen genieße und das gesellschaftliche Leben wesentlich mitbestimme, betonten beide.

Im Jahre 2000 übernahm der heute 72-Jährige das Ensemble mit 28 aktiven Chormitgliedern als Dirigent, heute sind es 45. Zuvor hat Kaßburg im Chor „Germania“ Rotenburg mitgesungen, den er später auch leitete, und dirigierte den Chor in Bothel und den Soldatenchor der Lent-Kaserne. 

Von 2006 bis 2012 gab er zudem beim Schneverdinger Männerchor den Takt an. Vor einigen Jahren von Rotenburg nach Quelkhorn gezogen, habe er dennoch jedes Mal die 100 Kilometer hin und zurück auf sich genommen, um den Chorproben beizuwohnen. „Das war im Winter nicht gerade angenehm“, sagte er, „und man wird ja nicht jünger“.

Ganz an den Nagel hängen wolle er seine Sangestätigkeit aber nicht, betonte er. „Ich singe inzwischen im gemischten Chor Fischerhude mit, dirigieren werde ich den aber nicht mehr.“ - hr

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Urlaub: Für die Mehrheit ist Sicherheit wichtiger als Sonne

Urlaub: Für die Mehrheit ist Sicherheit wichtiger als Sonne

Baumpflanzaktion auf der Burgwiese in Wildeshausen

Baumpflanzaktion auf der Burgwiese in Wildeshausen

Wunderkind für Instagram-Jünger - Das Motorola X4 im Test

Wunderkind für Instagram-Jünger - Das Motorola X4 im Test

Chor „Kaleidoskop“ gibt zwei Konzerte

Chor „Kaleidoskop“ gibt zwei Konzerte

Meistgelesene Artikel

Niedersachsens beste Milcherzeuger arbeiten auf Hof Neumann in Bothel

Niedersachsens beste Milcherzeuger arbeiten auf Hof Neumann in Bothel

Ballettschule Ines Güttel mit „Peter und der Wolf“ in der Beekeschule

Ballettschule Ines Güttel mit „Peter und der Wolf“ in der Beekeschule

Bewaffneter Überfall auf  Tankstelle - Angestellte gefesselt und geschlagen

Bewaffneter Überfall auf  Tankstelle - Angestellte gefesselt und geschlagen

Landkreis und Nabu kooperieren für Schutzgebiete

Landkreis und Nabu kooperieren für Schutzgebiete

Kommentare