Obelisk macht das Rennen

Lauenbrücker Gemeinderat legt sich auf Grabstein für halbanonymes Urnensammelgrab fest

Im sogenannten Block zwei auf dem Lauenbrücker Freidhof soll die halbanonyme Urnengemeinschaftsanlage entstehen.
+
Im sogenannten Block zwei auf dem Lauenbrücker Freidhof soll die halbanonyme Urnengemeinschaftsanlage entstehen.

Lauenbrück – Halbanonym bestattet zu werden, in einer sogenannten Urnensammelgrabanlage – dieser Wunsch werde immer öfter an ihn herangetragen, erklärte Heinz Promann, SPD-Mitglied im Lauenbrücker Gemeinderat in der jüngsten Sitzung. Die Liste an Interessenten, die eine solche Bestattungsform wählen möchten, sei jedenfalls lang. Nur ein entsprechendes Angebot hält die Gemeinde auf ihrem Friedhof noch nicht vor.

Das soll sich ändern – und zwar höchstwahrscheinlich noch in diesem Jahr. Promann: „Es gibt zwar schon die Urnenanlagen im Grünfeld, dort ist es aber nicht gestattet, Grabschmuck abzulegen. Auf der anderen Seite wollen die Leute sich die Pflege möglichst vereinfachen, also keine Wahlgrabstelle.“ Ein Mittelweg wäre ihm zufolge eben eine halbanonyme Gemeinschaftsanlage. Auf deren Standort haben sich sowohl der Friedhofs- als auch der Umweltausschuss schon verständigen können – angedacht sind zwei ausgelegene Wahlgrabstätten im sogenannten Block zwei (vierte Reihe rechts, wenn man den Friedhof betritt). „Ausgewählt haben wir eine relativ kleine Fläche inmitten anderer Wahlgrabstätten“, erläuterte der Ratsherr, „es ist erstmal ein überschaubares Projekt, was vielleicht 15 Urnen beinhalten kann.“ Die könnten nach spätestestens drei Jahren durchaus aber schon ausgelastet sein.

Erweiterung möglich

Welche Frage im Rat jetzt noch offen stand, war die, welcher Grabstein beziehungsweise welche Stele es für die Anlage denn nun sein soll. Mehrere Varianten wurden vorab schon diskutiert – einig werden konnten sich die Ausschussmitglieder bisweilen noch nicht, auch aus dem Grund, weil für das eine oder andere Objekt noch keine Preise vorlagen. Dabei könnte die Gemeinde sich ebenso gut quasi für lau an einem Grabstein bedienen, der schon auf dem Friedhof steht – allerdings bisher noch an anderer Stelle. Laut Promann sei das ein schwarzer Obelisk, ein typischer Grabstein, wie er vor 100 Jahren gesetzt wurde. „Der würde auch in den gesamten Block hineinpassen“, erläuterte er. „Gute Idee“, befand Karin Stabbert-Flägel (SPD). Erweitern könne man die Anlage vor dem Hintergrund, dass benachbarte Wahlgrabanlagen ebenfalls bereits ausgelegen sind beziehungsweise es demnächst sein werden, später ohnehin immer noch. Und das, hob Klaus Miesner (CDU) hervor, müsse auch unbedingt geschehen: „Ich hätte lieber eine größere Ecke zusammen, als verschiedene Plätze.“ Die könne man dann später auch ganz anders gestalten – mit einer Sitzbank beispielsweise.

Am Ende entschied sich der Gemeinderat tatsächlich für den schwarzen Stein – nicht einstimmig, aber mehrheitlich.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Wahrscheinlichste neue Ministerinnen und Minister

Wahrscheinlichste neue Ministerinnen und Minister

Bin ich gegen Corona immun? Jetzt mit dem Corona-Antikörper-Selbsttest herausfinden

Bin ich gegen Corona immun? Jetzt mit dem Corona-Antikörper-Selbsttest herausfinden

Die lustigsten Grimassen der Kanzlerin und Kanzlerkandidaten

Die lustigsten Grimassen der Kanzlerin und Kanzlerkandidaten

Leckeres Essen zu einem Rabatt: Sparen Sie 50 Prozent auf Ihre Bestellung bei Bofrost

Leckeres Essen zu einem Rabatt: Sparen Sie 50 Prozent auf Ihre Bestellung bei Bofrost

Meistgelesene Artikel

Immer schön achtsam sein: Polizei und Präventionsrat warnen Supermarktkunden vor Taschendiebstählen

Immer schön achtsam sein: Polizei und Präventionsrat warnen Supermarktkunden vor Taschendiebstählen

Immer schön achtsam sein: Polizei und Präventionsrat warnen Supermarktkunden vor Taschendiebstählen
Bald mehr Zeit auf dem Hochsitz

Bald mehr Zeit auf dem Hochsitz

Bald mehr Zeit auf dem Hochsitz
Weg von 3G: Keine Corona-Warnstufe mehr im Kreis Rotenburg

Weg von 3G: Keine Corona-Warnstufe mehr im Kreis Rotenburg

Weg von 3G: Keine Corona-Warnstufe mehr im Kreis Rotenburg
Anstieg der Corona-Zahlen ist zu erwarten – das Grundrauschen bleibt

Anstieg der Corona-Zahlen ist zu erwarten – das Grundrauschen bleibt

Anstieg der Corona-Zahlen ist zu erwarten – das Grundrauschen bleibt

Kommentare