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Schulen in Fintel: Räumlich wird’s eng

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Von: Ulla Heyne

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Die Fintauschule stellt sich in punkto Digitalisierung mit Ipads und interaktiven Tafeln seit Jahren gut auf.
Die Fintauschule stellt sich in punkto Digitalisierung mit Ipads und interaktiven Tafeln seit Jahren gut auf. © Heyne

Die Finteler Schulleitungen haben eine Bestandaufnahme gemacht. Und die sagt: Der Platz wird knapp und man braucht mehr Personal.

Lauenbrück – Ein Novum haben die Mitglieder des Finteler Schulausschusses bei ihrer jüngsten Sitzung erlebt: Die drei Rektoren der Schulen mit der Samtgemeinde als Schulträgerin gaben einen detaillierten Überblick der aktuellen Entwicklungen an den Grundschulen Lauenbrück und Fintel sowie der Lauenbrücker Fintauschule. Und der offenbarte die immensen Herausforderungen, vor denen alle drei Bildungseinrichtungen der Samtgemeinde gegenwärtig stehen.

So ist die Grundschule Fintel mit einem akuten Platzproblem konfrontiert: „Wir brauchen zusätzliche Räume, außerdem macht die verpflichtende Ganztagsschule eine Mensa erforderlich“, so die Leiterin der derzeit zweizügigen Friedrich-Freudenthal-Schule Andrea Neuhaus. Der Ganztagsunterricht bereite überdies auch aus personaltechnischen Gründen Sorgen: Zwei Mitarbeiterinnen seien dauerhaft weggebrochen, die Kohortenregelung mache themenspezifische Angebote unmöglich.

Derzeit stehe und falle die Ganztagsbetreuung de facto mit dem Bufdi: „Wir brauchen Personal, aber im ländlichen Raum ist das nachmittags für ein bis zwei Stunden mit Erfahrungen im pädagogischen Bereich, schwer zu kriegen.“ Sie wünscht sich überdies neben einem von der Schulbehörde versprochenen, aber noch nicht terminierten Schulsozialarbeiter einen Ganztagskoordinator – gibt es doch an der Schule keinen Konrektor.

Dieses Problem hat auch Kristina Muraszewski von der Grundschule an der Wümme in Lauenbrück; auch hier lastet die Koordination der Ganztagsbetreuung in Gänze auf ihren Schultern. Und auch hier wird es eng: Bis zum geplanten Neubau, der im Sommer 2023 bezugsfertig sein soll, sind die derzeit 161 Kinder der neun Klassen in sieben Klassenräumen, der Werksküche und der Aula untergebracht.

Ein Stichwort, das an allen drei Schulen Thema ist, ist die Digitalisierung. In Fintel wurde das W-Lan ertüchtigt, das Lehrpersonal übe an den inzwischen eingetroffenen Endgeräten, berichtete Neuhaus. Ähnlich sieht es in Lauenbrück aus: „Das Medienkonzept treibt uns an – wir dürfen den Weiterbildungszug Technik nicht verpassen“, so Muraszewski.

Weiter ist man an der Fintauschule: Gerade habe die Oberschule den vom Schulvorstand auferlegten Kraftakt gestemmt: „Seit gestern sind wir zu hundert Prozent eine Ipad-Schule“, verkündete Schulleiter Frank Lehmann nicht ohne Stolz. Der letzte Schritt, nämlich die Einführung der Tablets ab dem zweiten Halbjahr der fünften Jahrgangsstufe, sei gerade vollzogen worden. Dabei sei vor allem die technische Umsetzung, beispielsweise die zentrale Verwaltung der Geräte oder Freigabe von Inhalten und Aufspielen von Updates vom Lehrerpult aus, ein „Riesenkraftakt“ gewesen, der nur mit erheblichen finanziellen Anstrengungen und externer Hilfe zu meistern gewesen sei.

„Hoffentlich haben wir damit Vorschubarbeit für die Grundschulen geleistet“, so Lehmanns Wunsch. Hier hakt es am Netzwerk: „Das Intranet geht, das Internet nicht – mit dem W-Lan sind wir am Ende.“ Er hofft, dass die zum Anschluss ans Glasfasernetz erforderlichen Verträge in Kürze gezeichnet werden können.

Samtgemeindebürgermeister Sven Maier begrüßte die Berichte der Schulleiter, die übrigens auf ihre eigene Anregung zurückgingen: „Das war ziemlich aufschlussreich.“

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