Schritt für Schritt zum neuen Baugebiet

Lauenbrücker Fachausschuss lässt sich baulichen Entwurf zum B-Plan Treiderkamp vorstellen

Am Richterkamp, im Lauenbrücker Westen, soll das Baugebiet Treiderkamp entstehen. Allerdings nicht in der Größe, wie es mal geplant war.
+
Am Richterkamp, im Lauenbrücker Westen, soll das Baugebiet Treiderkamp entstehen. Allerdings nicht in der Größe, wie es mal geplant war.

Lauenbrück – Der Druck auf die Gemeinde ist zuletzt wieder gewachsen: Die Bürger wollen in Lauenbrück bauen, finden aber keine Bauplätze. Nun will bekanntlich die Gesellschaft für Entwicklung und Bauen (GEB), eine Tochter der Volksbank Lüneburger Heide, am Richterkamp ein Areal entwickeln und vermarkten. Einen städtebaulichen Entwurf zum sogenannten B-Plan Treiderkamp, für den der Rat bereits Ende März einen Aufstellungsbeschluss gefasst hatte, präsentierte das Büro jetzt in einer Sitzung des Bau- und Planungsausschusses.

Und siehe da: Das Plangebiet ist auf plötzlich 40 Prozent gegenüber seiner ursprünglich angedachten Größe geschrumpft. „Wir liegen nun bei gut vier Hektar, haben aber noch immer eine gemischte Bebauung mit 42 Wohneinheiten – verteilt auf Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern“, gab GEB-Projektmanagerin Laura Arp Auskunft. Auch die vier Mehrfamilienhäuser, in denen zusätzlich kleinteiliger Wohnraum geschaffen werden soll, seien nach wie vor vorgesehen.

Als Grund für die Abkehr nannte die Rednerin, dass die Flächensicherung für das Gebiet nur teilweise erfolgreich verlaufen sei. Bedenken, was die Ursprungsgröße anbelangt, seien so auch bereits in dem im Sommer durchgeführten ersten Beteiligungsverfahren geäußert worden. Ansonsten, so Arp, sei die Erschließung im geplanten Umfang, Stichwort Ringerschließung, aber beibehalten worden.

Dass es schon heute zahlreiche Anfragen von Bauwilligen aus dem Ort und der Umgebung gäbe, konstatierte Rolf Scheibel, Geschäftsführer der Volksbank-Tochtergesellschaft. „Dabei habe wir noch gar keine Werbung gemacht.“ Scheibel war es auch, der im weiteren Verlauf auf die spätere Anbindung für den Baustellenverkehr zu sprechen kam. Eine Belastung für den Richterkampf werde es seiner Auskunft nicht geben, stattdessen soll der vom Schmiedeberg abgehende Weg als provisorische Zufahrtsstraße genutzt werden.

Ein weiterer Punkt betrifft die Entwässerung. Scheibel: „Wir sind mit der Samtgemeinde überingekommen, dass es besser ist, das Wasser offen zu halten und nicht über Stauraumkanäle wegzubekommen – dazu haben wir ein Regenrückhaltebecken im Nordwesten, also am tiefsten Punkt, vorgesehen.“ Ein solches sei zugleich auch eine Art Energieressort zur Wärmenutzung. Wie die im Neubaugebiet Treiderkamp später funktionieren könnte, nämlich basierend auf dem Prinzip einer kalten Nahwärme, darauf kam in der Sitzung eingehend ein Vertreter der Stadtwerke Rotenburg (SR) zu sprechen. Und auch das Thema genossenschaftlicher Wohnraum für die Mehrfamilienhäuser ploppte an anderer Stelle auf.

Wie Arp abschließend ausführte, sei es das Ziel, im Sommer 2022 in die zweite Beteiligungsrunde zu gehen. „Damit wir das schaffen und es weitergehen kann, sollten wir uns in der nächsten Ratssitzung Ende Januar auf einen Entwurf geeinigt haben.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Ein paar Prozent Ungeimpfte bleiben

Ein paar Prozent Ungeimpfte bleiben

Ein paar Prozent Ungeimpfte bleiben
Visselhöveder Familie bangt um das Leben ihres Hundes

Visselhöveder Familie bangt um das Leben ihres Hundes

Visselhöveder Familie bangt um das Leben ihres Hundes
Spatenstich für den Ausbau des Glasfasernetzes in Sottrum

Spatenstich für den Ausbau des Glasfasernetzes in Sottrum

Spatenstich für den Ausbau des Glasfasernetzes in Sottrum
Visselhövedes Bürgermeisterkandidaten auf dem Podium

Visselhövedes Bürgermeisterkandidaten auf dem Podium

Visselhövedes Bürgermeisterkandidaten auf dem Podium

Kommentare