Samtgemeinde holt sich bei der Vermarktung von Baugrunstücken Sparkasse ins Boot

Ein Leuchtturmprojekt für Lauenbrück

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Ziehen künftig bei der Vermarktung von Baugrundstücken an einem Strang (v.l.): Olaf Achtabowski, Klaus Schröder (beide Sparkasse Scheeßel), Tobias Krüger und Michael Niestädt (Samtgemeinde Fintel und Dierk Lange (Sparkassen-Immobilienzentrum).

Lauenbrück - Lange Zeit war es um die Bautätigkeit in den beiden Lauenbrücker Wohngebieten Dreierkamp und Heidhorn eher ruhig geworden. Seit Anfang der 2000er-Jahre sind die Flächen auf der ostwärtigen Seite der Bahnlinie Bremen-Hamburg erschlossen, gefolgt von einem regen Zuzug an Neubürgern, die sich im ländlichen Grundzentrum zwischen Bremen und Hamburg ihren Traum vom eigenen Haus erfüllten. Doch dann nahm das Interesse ab. „Erst seit zwei, drei Jahren ist wieder Dynamik in die Sache gekommen – wohl auch wegen der wirtschaftlichen Situation“, resümiert Michael Niestädt.

Der Bürgermeister der Samtgemeinde Fintel muss es wissen, war es doch seine Verwaltung, die bis jetzt die Vermarktung beider Wohngebiete im Alleingang in die Hand genommen hatte. Bis jetzt. Vor dem Hintergrund einer steigenden Nachfrage hat sich die Samtgemeinde in Sachen Vermarktung nun die Sparkasse Scheeßel als Partner ins Boot geholt. Denn: „So etwas ist nicht unser Kerngeschäft, wir müssen uns eben auch noch mit ganz anderen Dingen befassen“, betont Niestädt.

Für die Sparkasse sei die neue Aufgabe ein „Leuchtturmprojekt“, wie Direktor und Vorstandsmitglied Olaf Achtabowski beim Vor-Ort-Termin erklärt. „Es ist das erste Mal, dass wir das innerhalb unseres Geschäftsbereiches mit einer Gemeinde machen.“ Er sei zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit auf fruchtbaren Boden stoßen werde. „Mit unserem Immobilienzentrum können wir geballte Kompetenz anbieten und Interessenten ein gesamtes Paket vermitteln – und das für Lauenbrück als einen attraktiven Standort“, so der Banker. Und Dierk Lange, Immobilien- und Finanzierungsberater beim Scheeßeler Kreditinstitut, ergänzt: „Ich gehen davon aus, dass die Nachfrage da ist.“

Seit dem anfänglichen Bau-Boom, der nicht zuletzt auch mit der Eröffnung der Lauenbrücker Fintauschule im Jahr 2001 zusammenhing, sind im Heidhorn inzwischen 40 Grundstücke verkauft und von den neuen Eigentümern bebaut worden. Im Dreierkamp wurde erst kürzlich der dritte Bauabschnitt erschlossen. Während dort die Grundstücke ab 60 Euro pro Quadratmeter zu haben sind, belaufen sich im benachbarten Heidhorn die Preise auf 54 Euro aufwärts. „Für jedes Kind in einer Familie ermäßigt sich der Preis sogar um jeweils drei Euro pro Quadratmeter – die Regelung gilt für maximal drei Kinder“, wirbt Tobias Krüger, Bauamtsleiter bei der Samtgemeinde.

Dass der 2200-Seelen-Ort nicht nur landschaftlich reizvoll sei, bekräftigt Michael Niestädt: „Unser Plus ist der Bahnhof!“ So würde eine Großzahl der Berufstätigen, die in Lauenbrück sesshaft geworden sind, mit dem Zug nach Hamburg pendeln. „Umso wichtiger ist es, dass wir endlich in den HVV aufgenommen werden, um so weitere Anreize zu schaffen.“

Auch durch die Olympischen Spiele, die 2024 in der Hansestadt ausgetragen werden, erhofft sich der Bürgermeister einen positiven Effekt. „Es gibt Handwerksbetriebe bei uns im Ort, die sich am Aufbau beteiligen werden – das kann nur gut für uns sein.“

lw

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