Finteler besuchen Partnergemeinde Eloolo

Auf Rundreise durch Namibia

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„We are together“ – mit diesem Lied, das der Reisegruppe überall begegnete, forderten die Mitglieder die Zuhörer auf, miteinzustimmen.

Fintel - Von Hannelore Rutzen. Auch Fintel hat etwas mit Namibia zu tun. Die Kontakte in das afrikanische Land reichen in die 1970er-Jahre. Damals arbeitete Wilhelm Röhrs dort als Pastor. 1994 begann die Partnerschaft zwischen den Kirchengemeinden Fintel und Eloolo – einer in Ovambo im Norden des Landes gelegenen Gemeinde. Vor einigen Wochen machten sich zwölf Personen aus dem Kirchenkreis Rotenburg und ein Vertreter aus der Finteler Partnergemeinde Wehrsdorf (Sachsen) auf die 8500 Kilometer weite Reise, um Projekten vor Ort einen Besuch abzustatten.

Was die Reisegruppe nach ihrer Heimkehr im Haus der Begegnung zu erzählen hatten, wollten sich die mehr als 60 Zuhörer nicht entgehen lassen. Hans-Wilhelm Meyer klärte über Daten des großen Landes im Süden des Kontinentes auf, das bis zum Ende des Ersten Weltkrieges deutsche Kolonie war, 1920 unter südafrikanisches Mandat gestellt, 1968 nach der Wüste Namib umbenannt wurde und 1990 seine Unabhängigkeit erreichte.

Sabine Wilkens berichtete, wie man in Gottesdiensten und Gesprächen die Tagung des Weltbundes der Lutherischen Kirchen in Windhoek erlebt habe. 145 Kirchen aus 98 Ländern gehören dem Weltbund an und feierten dort mit Teilnehmern aus der ganzen Welt das Reformationsjubiläum. Sie haben namhafte Bischöfe erlebt und Landesbischof Ralf Meister getroffen, der mit Interesse den Grund ihres Besuches und die Geschichte der Partnerschaft mit Eloolo verfolgt habe. Sie haben Kirchen besucht, die an den sonntäglichen Gottesdiensten rappelvoll waren. Denn die Menschen kommen oft von weit her; Kirche ist für sie ein Ort und der Begegnung und ein Treffpunkt zum Austausch.

Barbara Greiff-Lünsmann stellte den Fintelern die Natur, die Wüste und den Nationalpark Etosha-Pfanne mit seiner faszinierenden Pflanzen- und Tierwelt vor und zeigte ihnen traumhafte Bilder von der Wüste und deren Eigenarten.

Anja Glöck berichtet über „NaDeet“

Anja Glöck berichtete über das Projekt „NaDeet“ – ein Schulungszentrum, in dem bereits Jugendliche nachhaltig mit der Umwelt umzugehen lernen, sowie über das Projekt Ombili, das von Einheimischen geleitet wird und Erwachsene und Jugendliche ausbildet.

Ruth Reinke und Ute Bellmann informierten über die bewegenden Begegnungen in der Partnergemeinde Eloolo, über die weitere Entwicklung des Kindergartens und in der Kirchengemeinde. Fintels. Pastor Thomas Steinke, ebenfalls Teilnehmer der Reise, hielt dort sogar einen Taufgottesdienst. Stellvertretend meinten die beiden: „Wir trafen langjährige Freunde und empfinden auch heute nach vielen Jahren der Beziehungen diese innige Verbindung. Wir haben bereits in den Vorjahren die Kirchengemeinde in Eloolo mit Geld- und Sachspenden beispielsweise für den Kindergarten und den Bau der Kirche unterstützt. Wir boten ihnen weitere Hilfen für konkrete Projekte mit kalkulierten finanziellen Vorhaben an und erwarten nachweislich, wofür das Geld ausgegeben wurde.“ Derzeit werde beispielsweise eine Erzieherin im Kindergarten weit unter normalem Tarif bezahlt. Das Kirchengebäude sei errichtet und die Fenster zum großen Teil eingesetzt. Es fehle die Bestuhlung. „Aber auch das kriegen wir hin“, so Bellmann.

Pastor Steinke bestätigte, was auch die Menschen aus Namibia, vor allem aus Eloolo, empfanden: „Trotz der Unterschiedlichkeiten, der Sprachprobleme und Völker sind sie als Christen Geschwister, die einander helfen und unterstützen.“

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