Aus purer Leidenschaft

Hans-Werner Bukowski aus Lauenbrück sammelt Schlüsselbänder – und VW-Busse

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Wer Hans-Werner Bukowski besucht, der kann an seinem Hobby nicht vorbeischauen. Mehr als 1 400 Schlüsselbänder hat der Lauenbrücker archiviert – weitere schlummern noch in Schubladen.

Lauenbrück - Warum in drei Teufels Namen sammelt eigentlich jemand leidenschaftlich gerne Schlüsselbänder? Nicht nur einige wenige Exemplare, nein: Hunderte, in den unterschiedlichsten Farben und Ausführungen. Hans-Werner Bukowski (59) weiß es selbst gar nicht so genau. „Ich tue es einfach, auch wenn es zugegebenermaßen eine ziemlich brotlose Kunst ist.“ Selbst am Hosenbund tragen würde er die Bänder, auch Lanyards genannt, so gut wie nie, gibt „Buko“, wie er von Freunden und der Familie genannt wird, unumwunden zu. Dabei könnte der Krankenkassenmitarbeiter doch wirklich aus dem Vollen schöpfen: Exakt 1 405 Exemplare hat er inzwischen archiviert – alle sind sie in seinem Haus feinsäuberlich in Reih und Glied an Bügeln aufgehängt. Keines gleicht dem anderen. „In den Schubladen schlummern bestimmt noch weitere tausend Bänder – so genau weiß ich das gar nicht.“

Warum es ihm ausgerechnet Schlüsselbänder angetan hätten? „Das hat sich einfach so ergeben – die Teile sind ja normalerweise auch leicht zu bekommen und nehmen nicht viel Platz weg, sofern man es nicht mit der Sammelleidenschaft übertreibt“, so der Lauenbrücker schmunzelnd. Beziehen würde er die praktischen Anhänger aus aller Welt über Ebay, aber auch auf Flohmärkten werde er regelmäßig fündig. „Und dann gibt es ja noch viele liebe Menschen, die mich nicht für total durchgeknallt halten und meinen Tick unterstützen, indem sie für mich mitsammeln.“

Ein Band zählt zu seinen Lieblingsstücken: Es stammt von einem Bulli-Treffen, an dem er 2007 teilgenommen hatte. Anlass war damals das 60-jährige Bestehen der VW- Busse. „Herrlich, diese Aufschrift in Kombination mit der Farbe“, gerät er beim Anblick ins Schwärmen. Genau dieser Anhänger führt dann auch zu seinem zweiten großen Hobby. Denn Bukowski sammelt nicht nur Lanyards, nein, er ist auch Herr über eine beachtliche Modellauto-Sammlung aus Hartplastik und Metall. Die stellt er wiederum im Nachbarzimmer, in Vitrinen und anderen Wandvorrichtungen, zur Schau. Was deren Bestückung betrifft, ist er aber wählerisch, nennt er doch fast ausschließlich VW-Kleinbusse der 1990 eingeführten Baureihe T4 sein Eigen – in den Maßstäben 1:87, 1:50 und 1:43 versteht sich. „Es macht mir einfach immer wieder Freude, meinen Miniatur-Fahrzeugpark anzusehen, der sich momentan auf etwa 600 Modelle beläuft, von denen ich wirklich jedes einzelne in mein Herz geschlossen habe – meine Frau kann dem Ganzen dagegen nicht so viel abgewinnen, wofür ich aber vollstes Verständnis habe.“ Auch dieses Sammelgut würde er in der Regel im Internet und auf Flohmärkten ersteigern – sowie in Spielzeugläden. „Ab und zu fällt mir auch etwas Interessantes bei VW-Bus-Treffen in die Hände, die ich sechs bis acht Mal pro Jahr in ganz Europa besuche“, sagt er. Nach England zum Beispiel würde er dieses Jahr schon zum sechsten Mal fahren.

Die kleinen T4-Busse sind die eine Sache, für die Hans-Werner Bukowski förmlich brennt, die großen, fahrtüchtigen eine andere. Auch davon besitzt er natürlich welche – drei an der Zahl. „Der Dritte dient aber ausschließlich als Ersatzteilträger.“ Was das besondere Fahrgefühl ausmachen würde: „Der T4 ist so unheimlich vielseitig und trotzdem irgendwo noch ein Pkw, der ja auch durchaus schnell sein kann, sprich: Man kommt vernünftig voran“, klärt der 59-Jährige auf. „Darüber hinaus sitzt man hinter dem Lenkrad quasi über den Dingen, was ein super vorausschauendes Fahren ermöglicht.“

Wenn er es sich leisten könnte, dann würde er sich noch einen echten T4 California Freestyle zulegen – als Diesel in rostfrei. „Leider ist ein solches Wohnmobil für Normalsterbliche aber nicht bezahlbar“, bedauert Bukowski. Und welcher Miniaturbus fehle ihn noch in seiner Sammlung? „Da hätte ich meinen selbst aufgebauten Silbernen gerne in klein, den gibt es so aber nicht.“

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