Politiker für Verbleib am jetzigen Standort

Schulausschuss stellt Weichen für Umbau der Grundschule Lauenbrück

+
Der dringend notwendige Neu- und Umbau der Grundschule Lauenbrück steht bevor.

Vier Varianten für die bauliche Zukunft der Grundschule Lauenbrück standen zur Diskussion. Die Mitglieder des Schulausschusses haben sich nun gegen einen Umzug ausgesprochen.

Lauenbrück - Zu einer „zukunftsweisenden Sitzung“ des Schulausschusses der Samtgemeinde Fintel hat der Vorsitzende Michael Sablotzke (SPD) seine Kollegen vom Fachausschuss und weit mehr als 30 Zuhörer im Lauenbrücker Rathaussaal begrüßt. Er gab das Wort gleich an Carsten Fischer von der Beratungsgesellschaft für Behörden weiter, der seit März vergangenen Jahres die Samtgemeinde Fintel und die AG Schulstruktur in intensiver Zusammenarbeit bei der Planung der Erweiterung der Grundschule Lauenbrück unterstützt.

Das Ziel ist, ein Raumprogramm für die dringend notwendige Erweiterung inklusive der Schließung der Außenstelle Stemmen zu erarbeiten, das den rechtlichen, baulichen und pädagogischen Bedarf berücksichtigt. Fischer erläuterte dem Gremium in der Sitzung am Donnerstag noch einmal die vier zur Diskussion stehenden Bauvarianten mit 2,5-Zügen am bestehenden Standort, 2,0-Zügen am jetzigen Standort, 2,0-Zügen am Standort Fintauschule und als letzte Variante 2-Züge am bestehenden Standort mit Integration des Werkraums. „Aus wirtschaftlicher und pädagogischer Sicht weist der Verbleib der Schule am bisherigen Standort deutliche Vorteile auf“, so Fischer. „Nach dem Erweiterungsbau kann der anschließende Umbau des bestehenden Gebäudes kostengünstig gestaltet werden.“

Das Interesse der Zuhörer am geplanten Umbau der Grundschule war groß.

Aufgrund aktueller Hochrechnungen der vorhandenen und zu erwartenden Schülerzahlen wären acht neu zu errichtende allgemeine Unterrichtsräume ausreichend und der Ganztagsbetrieb inklusive Förder-, Werk- und Verwaltungsräume ließe sich dann in den frei werdenden aktuellen Klassenräumen und den weiteren vorhandenen Räumen unter geringem Aufwand umsetzen. Das Altgebäude behielte dadurch seinen Schulcharakter und bekäme durch den Neubau ausreichende Kapazitäten, um den allgemeinen Unterricht für alle Schüler unter gleichwertigen und barrierefreien Bedingungen modern gestalten zu können.

Für den Neubau werden etwa 3,5 Millionen Euro veranschlagt und über den Haushalt zur Verfügung gestellt. Der Umbau im Bestand schlägt mit 500.000 Euro zu Buche und wird ebenfalls im Haushalt berücksichtigt. Kristina Muraszewski, Leiterin der Grundschule an der Wümme Lauenbrück, präsentierte anschließend das Meinungsbild der Eltern anhand einer Umfrage mit 285 verteilten Fragebögen: „Unter den Rückläufern (81 Prozent) erhielten wir das Ergebnis von acht Personen, die den Umzug in die Fintauschule befürworteten, 15 Personen, denen es egal war und 209 Befürwortern für den jetzigen Standort.“

Ulrich Dettling von der Landesschulbehörde

Gegen den Umzug spreche den Eltern zufolge vor allem die Sicherheit des Schulweges. Außerdem gaben viele von ihnen an, dass sie befürchteten, dass das Konfliktpotenzial unter den Schülern steigen könnte, wenn die Grundschule an die Fintauschule zieht.

Samtgemeindebürgermeister Tobias Krüger: „Wir sollten das deutliche Elternvotum unbedingt berücksichtigen.“ Ebenso positiv für den Neu- und Umbau der Lauenbrücker Grundschule äußerten sich unter anderem Jochen Intelmann (SPD), Steffen Florin (CDU) und Hans-Jürgen Schnellrieder (Grüne). Ulrich Dettling von der Landesschulbehörde informierte das Gremium und die Zuhörer, dass im Landkreis Rotenburg alle Grundschulen eigenständig mit separatem Standort geführt werden, mit nur einer Ausnahme. Auch die Variante Oberschule und Grundschule an einem Standort werde in Teilen der Bevölkerung durchaus positiv gesehen. „Ich sehe jedoch in diesem Fall einen leichten Vorteil für die Erhaltung des bisherigen Standortes der Grundschule Lauenbrück.“ Mit einstimmigem Votum brachte der Schulausschuss schließlich den Beschlussvorschlag für einen separaten Neubau sowie die Um- und Erweiterungsbaumaßnahmen am aktuellen Standort auf den Weg.

Endgültige Entscheidung bis Ende März geplant

Eine Grundsatzentscheidung über den Samtgemeindeausschuss und Samtgemeinderat wird bis Ende März angestrebt. Danach erfolgt über etwa zwei Monate die Ausschreibung und Vergabe der Projektsteuerung. Die Ausschreibung für die Generalunternehmer könnte ab Mai für zwei Monate erfolgen, ebenso ein Architektenwettbewerb bis August oder September.

Verwaltungschef Tobias Krüger rechnet für die entsprechende Angebotsphase bis zum Jahresende 2019 und der anschließenden Verhandlungsphase bis zum Vertragsschluss bis Ostern 2020. Dann könnte auch die Baugenehmigungsphase beginnen, sodass zum Sommer 2020 der Bau beginnen könne.

„Der Neubau könnte dann zum zweiten Schulhalbjahr Anfang 2020 bezogen werden“, so der Verwaltungschef. „Die Umbaumaßnahmen im vorhandenen Bestand der Lauenbrücker Grundschule sollten dann möglichst störungsfrei bis Ende 2020 fertiggestellt sein.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Wie werde ich Lokführer/in?

Wie werde ich Lokführer/in?

Ein Toter und viele Verletzte bei Busunfall auf A9

Ein Toter und viele Verletzte bei Busunfall auf A9

„Ein Pizarro-Tor vom VAR überprüfen zu lassen ist Gotteslästerung“: Die Netzreaktionen zu #SVWRBL

„Ein Pizarro-Tor vom VAR überprüfen zu lassen ist Gotteslästerung“: Die Netzreaktionen zu #SVWRBL

Jubiläumsfest des Schützenvereins Sothel

Jubiläumsfest des Schützenvereins Sothel

Meistgelesene Artikel

Unbekannter bewirft Zug mit Stein

Unbekannter bewirft Zug mit Stein

Jobmesse „Hire me!“: Mit einem Vertrag nach Hause

Jobmesse „Hire me!“: Mit einem Vertrag nach Hause

Ein Ort der Begegnung: Studentin zeigt „Kulturhof“-Entwürfe

Ein Ort der Begegnung: Studentin zeigt „Kulturhof“-Entwürfe

Garage brennt ab: Zwei Verletzte

Garage brennt ab: Zwei Verletzte

Kommentare