Zwischen Lämmern, Wildbienen und vielen grünen Oasen

Osterferien im Landpark

Kinder am Damwildgehege
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Wer freut sich mehr, dass der Landpark wieder geöffnet ist? Kind oder Tier?

Lauenbrück – Lachende Kinder, strahlende Eltern – aktuell sind viele Familien im Lauenbrücker Landpark unterwegs. Man sieht ihnen an, wie sehr sie es genießen, draußen, in der Natur, zu sein. „Wir sind innerhalb von zehn Tagen das zweite Mal hier“, berichten Sascha und Alice, die mit Tochter Louise aus dem Bremer Umland kommen. „Ich füttere am liebsten die Tiere“, berichtet Louise stolz.

„Uns gefällt der Park und die Tiere mögen wir auch“, stimmen ihre Eltern ein. Auch Christian und Josephine sind mit drei Kindern unterwegs. „Wir wohnen in Kirchwalsede“, so die beiden. Mindestens ein bis zweimal pro Jahr besuchen sie den Park. „Gerade jetzt freuen wir uns, dass der Landpark geöffnet ist“, so Christian. Man fühle sich mit Blick auf die Corona-Gefahr sehr sicher, „der Park ist weitläufig und man hat viel Platz, sich aus dem Weg zu gehen“, ergänzt Josephine.

Dennis, Bennet, Tabea, Eileen und Jacqueline sind happy, dass der Landpark wieder geöffnet ist.

Dennis, Jacqueline und ihre drei Kinder sind auch schon zum zweiten Mal in diesem Jahr zu Besuch. „Wir haben bei uns zwar auch einen Wildpark, aber hier ist doch abwechslungsreicher“, berichten sie. „Es ist wirklich gut, dass wir mit den Kindern raus gehen können – solche Angebote müsste es öfter geben“, so ihr Eindruck. Auch sie kommen aus dem Umland, eine halbe Stunde Fahrt nehmen sie gerne in Kauf, um den Tag im Park zu genießen. „Nur eins ist echt doof: Man darf nicht mit den Eseln reiten. Das ist wegen dem doofen Corona“, erklärt Tabea, ihre Geschwister nicken.

Wegen dem „doofen Corona“ durfte man bis vor kurzem den kompletten Landpark gar nicht besuchen. Nach wie vor findet kein Eselreiten statt, auch die Gastronomie ist geschlossen. „Seit dem 8. März durften wir wieder öffnen“, berichtet Hausherr Friedrich-Michael von Schiller. Von einer erneuten Schließung geht er nicht aus, da das Lüneburger Oberverwaltungsgericht Mitte März verfügt hat, dass Zoos und Tierparks auch in Kommunen mit Inzidenzen über 100 öffnen dürfen. „Der Nachholbedarf unserer Gäste ist da – alle freuen sich, dass der Park endlich wieder offen ist“, schildert von Schiller. Viele Gäste, vor allem jene mit einer Jahreskarte, seien die ersten Tage fast täglich gekommen. „Wir haben Besucher, die eine Tierpatenschaft übernehmen. Manche hatten ,ihr’ Tier aufgrund des Lockdowns noch gar nicht gesehen. Das musste jetzt nachgeholt werden.“ Trotz des zwischendurch für die Jahreszeit zu kaltem Wetter seien viele gekommen, „man merkt den Menschen an, dass sie Entspannung suchen“, schildert er. Die weiterhin hohen Inzidenzzahlen machen ihm und seiner Ehefrau Katharine durchaus Sorgen, dennoch wissen sie, dass man sich auf einer Fläche von 250 000 Quadratmeter gut aus dem Weg gehen kann. Die lange Zeit der Schließung belastet das Familienunternehmen, „die Tiere, die Anlage und auch unsere Mitarbeiter müssen ja weiter ernährt, versorgt werden und ihr Gehalt bekommen“, so die von Schillers. „Wir können die Kosten nicht reduzieren, die Einnahmen fallen weg, natürlich ist das nicht einfach“, erklärt Katherine von Schiller. Mit vielen kreativen Ideen suchen alle Beteiligten nach Möglichkeiten, diese etwas schwierige Zeit zu überbrücken.

Groß und Klein treffen sich dies- und jenseits der Zäune.

Erst kürzlich wurde das Konzept „Coworking Space“ kreiert, so können sich Interessenten im Landpark stundenweise ein Büro mieten. Weiterhin gibt es aktuell eine Modellstudie, die vom Landpark getragen und vom Land gefördert wird: Es soll untersucht werden, ob Gärten und Parks Auswirkungen auf die Gesundheit haben – wer in die strahlenden Gesichter der Kinder schaut, kann sich schon jetzt vorstellen, wie das Ergebnis sein wird. Gleichzeitig gibt es viele weitere Ideen: Geplant ist zum Beispiel ein „grünes Klassenzimmer“ für Schulklassen, auch die Bienenanlage wird komplett erneuert. „Wir haben ein spannendes Konzept entwickelt, um den Stellenwert der Honig-, aber auch der Wildbiene zu vermitteln“, kündigen die beiden an. Mit taktilen Elementen, sodass man sogar fühlen kann, wie sich eine Biene anfühlt, und einem kompletten Umbau der bisherigen Bienenstation wird es im Laufe des Jahres ein neues, umweltpädagogisches Konzept geben.

Ein noch junges St. Kilda Schaf – ihm wachsen schon bald die für die Rasse typischen vier Hörner.

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