Umbau der Grundschule in Lauenbrück

Bauausschuss der Samtgemeinde Fintel berät Haushaltsstellen

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Die Haushaltsberatungen im Rathaus der Samtgemeinde Fintel laufen auf Hochtouren. 

Lauenbrück - Von Lars Warnecke. Anderthalb Stunden hat der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss der Samtgemeinde Fintel getagt. Doch auch wenn es dabei überwiegend um den Haushalt 2018 ging, kamen unter dem Strich keine Einsparungen heraus. Das Loch im Verwaltungshaushalt beträgt damit weiterhin gut 200. 000 Euro. „Tendenz steigend“, so Kämmerer Friedhelm Indorf. Wichtigste Haushaltsstellen in diesem Bereich: die Erweiterung der Grundschule in Lauenbrück, die Erschließung des Baugebietes „Heidhorn II“ und der Breitbandausbau.

Mit einem Ansatz von 1,5 Millionen Euro gehört der Aus- und Umbau der Grundschule an der Wümme zu den größten Brocken in den kommenden zwei Jahren. Ein Drittel der Investitionskosten sind für 2018 veranschlagt, der restliche Anteil fällt auf das Folgejahr. Allerdings, betonte Indorf bei der Vorstellung der für den Fachausschuss relevanten Posten, sei die Summe bisweilen noch eine gegriffene Zahl. „Ich befürchte, das Vorhaben könnte noch etwas teurer werden.“

Notwendig ist die Erweiterung des Schulgebäudes geworden, weil die Samtgemeinde im Bereich ihrer Kindertagesstätten weiterhin massiv ausbauen muss. Vor dem Hintergrund, dass immer noch zu wenig Plätze vorhanden sind, plant die Verwaltung, die in Stemmen befindliche Außenstelle der Grundschule zu schließen und die Räumlichkeiten zu einem Kindergarten umzufunktionieren. „Das bisherige Kindergartengebäude wird dann Krippe“, erläuterte der Kämmerer. „Die in Stemmen beschulten Kinder sollen dann in Lauenbrück unterkommen, dafür muss die Schule aber umgebaut und es müssen zusätzliche Räume geschaffen werden.“

Großer Teil über Kreditfinanzierung

Aus finanztechnischer Sicht sei das noch grob geschätzte Investitionsvolumen die Obergrenze, die die Samtgemeinde verkraften könne. Der größte Teil müsste über Kredite finanziert werden. Allerdings würde das Projekt mit 500.000 Euro aus der Kreisschulbaukasse bezuschusst. Auf die Frage von SPD-Ratsfrau Cathrin Intelmann, was denn konkret an Ort und Stelle geplant sei, zuckte der Kämmerer mit den Achseln. Näheres, so Indorf, könne man erst Anfang Dezember bei der nächsten Schulausschusssitzung bekannt geben, nachdem sich die schulfachliche Arbeitsgruppe in den kommenden Tagen mit der Thematik befassen werde.

Was die Bereitstellung von Bauland betrifft, hatte der Verwaltungsmann eine gute Nachricht für die Ausschussmitglieder parat: „Wir haben dieses Jahr 500.000 Euro aus Grundstücksverkäufen veranschlagen können.“ Insgesamt seien in den Lauenbrücker Baugebieten „Dreierkamp“ und „Heidhorn“ bisher 34 Grundstücke für 1,3 Millionen Euro veräußert worden, „ein paar Parzellen sind noch reserviert und kommen in den nächsten Monaten zur Abwicklung“. Allerdings könne der Erlös keineswegs für andere Zwecke eingesetzt werden, als für den Endausbau sowie die Baustraßenerschließung für den in Planung befindlichen Abschnitt „Heidhorn II“-Posten, die seinen Worten nach mit rund einer Million Euro zu Buche schlagen würden.

Ein weiterer Punkt, den Indorf im Zuge der Beratungen ansprach, betrifft den vom Landkreis forcierten Breitbandausbau. Für die jetzt vorgesehene Maßnahme, die Ende 2018 fertiggestellt sein soll, trägt die Samtgemeinde mit Blick auf das kommende Jahr einen Kostenanteil in Höhe von 135.400 Euro. Ob denn in naher Zukunft die Haushalte aller Mitgliedsgemeinden gleich gut vernetzt seien, wollte Monika Freitag (Grüne) wissen. Tatsächlich, so Bauamtsleiter Volker Behrens, werde es wohl weiterhin noch einzelne Bereiche geben, die in Sachen Internet nur eine geringe Aufwertung erleben würden. „Bei gewissen Einzellagen wäre der Zuschuss auch einfach zu hoch“, gab er zu verstehen. Und Ausschussmitglied Rüdiger Bruns (SPD) ergänzte: „Es wird ab 2018 sicher nicht der Fall sein, dass alle zufrieden sind.“

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