Neujahrsempfang der Kirchengemeinde Fintel / Vikar Yorick Schulz-Wackerbarth verabschiedet

Vernetzung zur gegenseitigen Hilfe

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Blickten auf das vergangene, aber auch auf das neue Jahr (v.l.): Rüdiger Bruns, Ute Seiler, Detlef Weseloh, Thomas Steinke und Jürgen Rademacher.

Fintel - Von Hannelore Rutzen. Mehr als 90 Gäste waren beim Neujahrsempfang der evangelischen Kirchengemeinde Fintel dabei. Die Kirchen- und die eingeladenen Gemeindevertreter nutzten das Treffen, um ihre Zusammenarbeit zu stärken, Kräfte zu bündeln, auf Probleme aufmerksam zu machen und um Ansatzpunkte zu gemeinsamen Lösungen zu finden.

Das Fazit am Ende: „Wenn wir uns offen und ehrlich über die anstehenden Fragen und Probleme austauschen, vernetzen und gegenseitig informieren, ist es leichter, sich gegenseitig zu helfen, zu unterstützen und gemeinsam an einem Strang zu ziehen“.

Im Mittelpunkt des Empfangs stand unter anderem die Verabschiedung von Vikar Yorick Schulz-Wackerbarth, dessen Einsatz nach zwei Jahren zu Ende geht. „Er bereicherte das Leben der Gemeinde, fügte sich engagiert in das Gemeindeleben ein, übernahm pastorale Aufgaben und brachte sich mit seiner musikalischen Begabung und die seiner Frau aktiv ein. Er packte praktisch an, wenn es notwendig war“, hieß es von Seiten der Kirchengemeinde. Der Kirchenvorstand bedankte sich mit einem Geschenk und einem selbst gedichteten Liedvortrag.

Die Kirchenvorsteher Detlef Weseloh und Ute Seiler berichteten, dass beim offenen Jugendtreff die Besucherzahlen zurückgegangen seien. Alle beteiligten Partner hätten darum beschlossen, den Jugendtreff Ende 2015 zu kündigen. Im Kirchenvorstand und in den Kommunen werde nachgedacht, wie die Arbeit mit der Jugend in den Kommunen weiter geführt werden könnte.

Bei der Entwicklung und Gestaltung der Finanzen berät sich der Kirchenvorstand mit einem Experten. Er lobte die Aktivitäten der Kirche. Es wurde geschafft, die Orgel und das neue Gemeindehaus erheblich mitzufinanzieren und durch Spenden die Achtel-Pfarrstelle zu erhalten. „2015 konnte alles ohne einen Griff auf Rücklagen abgedeckt werden“, sagte Seiler. Sie konstatierte: „Bis 2030 wird die Anzahl der Gemeindeglieder zurückgehen und die Einnahmen halbiert sein. Wir sind jetzt schon unter 2000 gerutscht.“ Aber der Betreuungsbedarf bleibe. Darum reiften Überlegungen, einen Förderverein ins Leben zu rufen.

Detlef Weseloh lobte und dankte für das Engagement aller Ehrenamtlichen des Asylbewerber-Betreuungskreises und von Manfred Kröger: „Sie setzen sich aktiv unermüdlich für die Lösung der anstehenden Probleme für Flüchtlinge ein.“

Vahldes Ortsbürgermeister Jürgen Rademacher berichtete, dass die Kindereinrichtung im Ort ausgelastet sei. „Es wurden neue Spielgeräte angeschafft und das Dach repariert. Die Biogasanlage soll erweitert werden, dazu gibt es demnächst eine Bürgerversammlung.“ Rademacher lobte den Bürgerbus, der viel von Asylbewerbern in Anspruch genommen werde, um beispielsweise Sprachkurse zu besuchen oder Einkäufe zu erledigen. „Gäbe es keinen Bürgerbus, müsste die Gemeinde einspringen.“

Bürgermeister Rüdiger Bruns informierte, dass 35 Flüchtlinge in Fintel untergebracht sind, 20 kämen hinzu. Er lobte die Spendenbereitschaft und das Engagement der Finteler für diese Menschen.

Größere Baumaßnahmen 2015 im Ort waren der Bau des Kreisels an der Rotenburger Straße und der Umbau der Bushaltestellen. „Die Sanierung von Fußwegen wird fortgesetzt, die Buslinie Fintel-Tostedt aber wahrscheinlich eingestellt. Bruns: „Bis zur Kreisgrenze schießen der Landkreis, die Samtgemeinde und die Gemeinde müssen 45 000 Euro zu. Alle sechs täglich verkehrende Busse werden nur von durchschnittlich neun Fahrgästen genutzt.“

In diesem Jahr wird die Wohnstraße Witthöpen hergestellt, die Baumaßnahme Bördel ist ausgeschrieben. Im kleinen Waldstück hinter dem Heimathaus entsteht ein besonderes Biotop mit verschiedenen Bäumen und Geländeattraktionen.

Bruns blickte auch schon auf die Kommunalwahlen im September 2016 und rief die Bürger auf, zu kandidieren.

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