Lauenbrücker Sozialausschuss will Bedarf klären und Arbeitsgruppe gründen

Ein neuer Anlauf für ein Jugendzentrum

Ein Vorbild für Lauenbrück? Der Scheeßeler Jugendtreff. Foto: mro

Lauenbrück - Von Farina Witte. Die Mitglieder des Sozialausschusses der Gemeinde Lauenbrück stehen einem möglichen Jugendzentrum durchaus positiv gegenüber. Das wurde während der Beratungen über einen entsprechenden Antrag während der Sitzung am Mittwochabend deutlich. Allerdings ist es ein Unterfangen mit vielen Fragezeichen. Wo könnte es eingerichtet werden? In welchem Umfang kann sich die Gemeinde das überhaupt leisten? Und wie groß wäre der Bedarf?

Denn es ist nicht das erste Mal, dass über ein Jugendzentrum gesprochen wird. Bis Ende 2016 gab es sogar noch eins im Keller der Kleiderkammer. Doch Klaus Intelmann (SPD) erinnerte daran, dass der Zulauf abgenommen hatte und es schließlich eingestellt werden musste.

Antragstellerin Melanie Kambach möchte sich für die erneute Einführung eines Jugendzentrums einsetzen, denn ihrer Meinung nach fehlt es an Angeboten für die Altersgruppe von 12 bis 20 Jahren. „Lauenbrück wächst stetig, und es gibt viele Angebote für kleinere Kinder und Erwachsene.“ Dazwischen sei aber eine Lücke. Karin Stabbert-Flägel (SPD) stimmte zu, es würde der Gemeinde „gut zu Gesicht stehen“. Ihre Fraktionskollegen schlossen sich an, gleichzeitig kamen Zweifel auf, ob so ein Angebot finanzierbar wäre.

Schnell kristallisierte sich heraus, dass man für die Machbarkeit wissen muss, wie das Angebot aussieht: Soll es von Ehrenamtlichen betreut werden oder nur in Form von Workshops eingerichtet werden? Für Antragstellerin Kambach ist klar, dass ein etwaiges Jugendzentrum nicht nur der Freizeitgestaltung dienen, sondern auch den sozial-pädagogischen Aspekt abdecken soll. „Das gehört für mich zusammen“, sagte sie während der Sitzung.

Neben der Ausgestaltung und der Finanzierbarkeit könnte die Suche nach einem geeigneten Raum ein großes Problem werden. Das gab Bürgermeister Jochen Intelmann (SPD) zu bedenken. Da gebe es einige Vorschriften, etwa müssen getrennte Toiletten vorhanden sein. „Das dürfte schwierig werden. Das Vorhaben unterstützen würde die Dorfgemeinschaft Lauenbrück, das haben die beiden Vorsitzenden Adam Pazdzioch und Ingo Norrenbrock signalisiert. Als Nächstes wird der Ausschuss klären, wie viele Lauenbrücker es in der entsprechenden Altersspanne gibt. Dann soll eine Arbeitsgruppe das Projekt weiter voran bringen.

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