Vorstellung im Rat

Gutachten: In Fintels Mitte wird vor allem Edeka angefahren

Oft genug ist der Parkplatz hinter dem Edeka voll. In Zukunft will der Markt wachsen, auch mehr Parkplätze sind gefragt.
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Oft genug ist der Parkplatz hinter dem Edeka voll. In Zukunft will der Markt wachsen, auch mehr Parkplätze sind gefragt.

Braucht es mehr Parkplätze, wenn der Finteler Edeka-Markt erweitert wird? Nein, sagt ein Verkehrsgutachten, das die Gemeinde aus diesem Anlass in Auftrag gegeben hat. Das Gutachten wurde nun dem Rat vorgestellt, es berücksichtigt auch andere Projekte im Dorf.

Fintel – Schon oft wurde spekuliert, wie sich die Verkehrsbewegungen rund um Fintel zusammensetzen – und nun endlich gibt es Aufklärung. Ins Rollen gebracht hatte die ganze Angelegenheit durch die gewünschte Erweiterung des Edeka-Marktes. Diese führte zu der Idee, rund um den Markt mehr Parkplätze zu schaffen, und so kam es am Ende dazu, dass ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben wurde.

Dieses ist nun fertiggestellt. Schwarz auf Weiß liegt den Kommunalpolitikern nun die fachliche Einschätzung vor. Demnach ist durch die Erweiterung des Supermarkts und den Wegfall einer Teilfläche der Straße Am Markt keine messbaren Veränderungen der Verkehrsqualität zu erwarten.

„Die Kernaussage ist, dass das Verkehrsaufkommen nicht so hoch ist, als das man es nicht auch anders leiten könnte“, fasste Bürgermeister Wilfried Behrens (SPD) während der jüngsten Gemeinderatssitzung am Dienstag im Gasthof Röhrs zusammen. Untersucht wurde der Verkehr an einem Wochentag. Dies wurde auf der Ratssitzung kurz kritisch betrachtet, schließlich komme durch die Samstagseinkäufe deutlich mehr Verkehr auf. Das sei aber gewollt und vorher auch so besprochen gewesen, eben den Verkehrsfluss in der Woche zu untersuchen, erklärte der Bürgermeister dazu.

Die war im Mai dieses Jahres als eine 24-Stunden-Zählung durchgeführt worden. Die Verkehrsdaten wurden an insgesamt fünf Zählstandorten erhoben. Das Gutachten betrachtet jedoch nicht nur die jetzt schon zu zählenden Fahrten, sondern warf auch einen Blick in die Zukunft: Denn berechnet wurden nicht nur die Fahrten, die durch eine Erweiterung des Edekas entstehen werden. Berechnet wurden auch die zu erwartenden Veränderungen durch die bereits geplanten Bebauungen von insgesamt 90 Wohneinheiten im Bereich „In den Drohn“, die angedachte Teilsperrung der Straße Am Markt, die Bewegungen im Bereich Hinter den Höfen sowie die Schaffung des neuen Wohnviertels Burgvags-Hoff.

Der wesentliche Verkehr in der Dorfmitte entstehe durch zu- und Abfahrten zum Edeka, führte Behrens weiter aus. Als weitere Schlussfolgerung aus dem Gutachten ergebe, dass die Nebenstraßen – wenn man den Verkehr dann dorthin umleiten würde, um mehr Platz für Parkplätze zu schaffen – nicht unter einer außergewöhnlichen Belastung leiden würden, erklärte er weiter. „Das hätten wir so nicht gedacht, ist aber nun belegt“, so Behrens. Das Gutachten biete eine gute Basis für das weitere Vorgehen.

Während der Sitzung wurde dieses Ergebnis letztlich nur zur Kenntnis genommen. Dennoch sind nun die Weichen für ein Vorhaben gestellt, welches die Anwohner und final auch den Inhaber des Edeka-Markts schon lange beschäftigt. Denn die Investorengruppe um Ralf Behrens möchte den Markt baulich erweitern. Der Aufstellungsbeschluss für den B-Plan „Sondergebiet großflächiger Einzelhandel“ wurde bereits vor längerer Zeit gefasst. Dem vorangegangen war damals eine lange Diskussion. Ursprünglich war sogar vorgesehen, den ganzen Markt woanders zu platzieren. Von dieser Idee verabschiedete man sich. Es blieb jedoch der Wunsch, die Parkplätze auszuweiten. In der Folge würde ein Teil der der Straße Am Markt verändert werden müssen. Doch dort liegt eben der Kreisel, der den Verkehr bislang weiter in Richtung Wintermoor, Schneverdingen und Königsmoor leitet.

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