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Neue Bauplätze in Lauenbrück: Gemeinde strebt eine Nachverdichtung am Kohlhofsweg an

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Von: Judith Tausendfreund

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Wer vom Kohlhofsweg aus zur Lauenbrücker Hauptmeile läuft, entdeckt das noch unbebaute Grundstück.
Wer vom Kohlhofsweg aus zur Lauenbrücker Hauptmeile läuft, entdeckt das noch unbebaute Grundstück. © Tausendfreund

Lauenbrück – Die Nachfrage nach Bauland ist in der Gemeinde Lauenbrück wie vielerorts in der Region sehr groß. Darum sind Verwaltung und Politik bereits seit Jahren bemüht, zusätzliche Grundstücke auszuweisen, auch wenn kaum noch freie Flächen vorhanden sind. Ein Grundstück liegt direkt an der Hauptstraße „Im Heidhorn“, gegenüber vom landwirtschaftlichen Betrieb Lüdemann.

Es grenzt an die Straße Kohlhofsweg, der Bebauungsplan nennt sich „Brackner Kohlhöfe“. Burkhard Lichtblau von Bremer Planungsbüro Instara war am Montag zur Sitzung des Bau- und Planungsausschusses gekommen, um das Vorhaben erneut vorzustellen. „Wir hatten schon im September 2021 über den Vorentwurf gesprochen“, so Lichtblau. Nun sei man schon vorangekommen, es liege ein weiterentwickelter Entwurf vor.

Bei dem Projekt handelt es sich um eine Nachverdichtung. Ähnlich zur Planung bei der Hofstelle Wahlers ist eine Vorkonzeption zum Entwässerungssystem erstellt worden. „Der Kanal soll nicht belastet werden“, erklärte der Geograf. Ein Rückstauraum müsse geschaffen werden. Auch die Untere Wasserbehörde fordere eine verbindliche Regelung des Entwässerungskonzepts. Der Referent erläuterte, dass es sich hier um ein Kernthema innerhalb des Bebauungsplans handele. Die Erfahrung mit den Bauplänen rund um die Hofstelle Wahlers habe gezeigt, wie der zu gehende Weg aussehen könne. Ausschussvorsitzender Wolfgang Rosenbrock (SPD) stellte die Frage, wer am Ende die Abnahme eines solchen Entwässerungskonzepts übernimmt. Lichtblau erklärte, dass dies durch einen Fachplaner erfolgen solle.

Mindestens 650 Quadratmeter

Vorgesehen ist weiterhin, dass die später zu bebauenden Grundstücke mit einer Mindestgröße von 650 Quadratmeter aufwarten sollen, also 50 Quadratmeter mehr als etwa im Treiderkamp geplant sind. Maximal vier Wohnungen pro Wohngebäude sollen zulässig sein. Lichtblau stellte den Kommunalpolitikern noch einige weitere Details vor – auch zur Auswertung des bisherigen „Landkreis-Scopings“, also Reaktionen der anderen Ämter. Der Landkreis habe keine Bedenken zur Regionalplanung.

Weiterhin erklärte er, dass die Untere Naturschutzbehörde zwar keine generellen Bedenken habe, aber meine, es sei ein Umweltbericht vorzulegen. „Das ist falsch“, korrigierte Lichtblau. Nach Paragraf 13a sei das eben nicht der Fall. Neben weiteren Details blickten die Ausschussmitglieder noch gemeinsam mit dem Planer auf das Thema Geruchs- und Lärmimmissionen. Während der Geruch wohl bei diesem Projekt keine Rolle spielen wird, sei dies in Sachen Lärm anders einzuschätzen. Denn zumindest entlang der Hauptverbindungsstraße zwischen der B 75 und den Orten Vahlde und Fintel herrscht tagsüber reger Verkehr. Dementsprechend werden die künftigen Hausherren dort wohl mit Lärmschutzfenstern arbeiten müssen. Vor allem, da es sich um eine Kreisstraße handelt, müssten bestimmte Regularien eingehalten werden, ergänzte der Planer.

Lichtblau thematisierte zudem noch einen Hinweis auf den Artenschutz und auch auf das Thema Steingärten. Diese seien nach der Niedersächsischen Bauordnung, also Landesrecht, ohnehin nur in geringem Maße zulässig.

Am Montag, 27. Juni, wird der Plan auch Thema im Gemeinderat sein. Beginn der Sitzung ist um 19 Uhr im Rathaus. Lichtblau beendete seinen Vortrag mit der Feststellung, dass alle Beteiligten nun gerne in die Auslegung gehen würden.

Der Bauausschuss beschloss abschließend einstimmig, dass die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und auch der Öffentlichkeit erfolgen soll.

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