Regelmäßiges Treffen in Lauenbrück

Simbav-Familienforum: Ein Netzwerk von Eltern für Eltern

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Kennenlernen, Netzwerken und sich wohlfühlen – beim neuen Simbav-Forum in Lauenbrück kommen Familien zusammen.

Lauenbrück - Von Jennifer Kräge. Mit anderen Müttern und Kindern zusammenkommen, sich kennenlernen und austauschen – das ist die Idee hinter dem Familienforum SIimbav, einem Verein, in dem sich alles ums Netzwerken, Bildung und Gesundheit dreht.

2003 in Rotenburg gegründet, hat der Verein sein Angebot auf umliegende Ortschaften ausgedehnt und bringt nun ab sofort auch Familien in der Gemeinde Lauenbrück zusammen. Freitagvormittag im Sitzungssaal des Lauenbrücker Rathauses. Es ist das zweite Eltern-Kind-Frühstück, das dort von Simbav durchgeführt wird. 

Angeschoben hat das Projekt Ratsmitglied Karin Stabbert-Flägel (SPD), die das Forum bereits aus ihrer beruflichen Tätigkeit kennt: „Ich finde es super, dass es das jetzt hier in Lauenbrück gibt. Die Idee dazu ist gleich auf viel Gegenliebe gestoßen“, sagt die Polizeibeamtin. 

Nach einem Treffen mit Koordinatorin Petra von Spreckelsen habe sich Lauenbrücks stellvertretender Bürgermeister Arne Homfeldt (CDU) dazu entschieden, dem Verein in einer einberufenen Ausschusssitzung die Möglichkeit zu geben, sich und den Verein vorzustellen. Homfeldt: „Die Idee wurde gut angenommen und das Vorhaben mit überwältigender Mehrheit in einer Ratssitzung beschlossen. So können wir die Gemeinde um das Familienangebot erweitern.“

Ursprünglich waren zwei Eltern-Kind-Gruppen für Lauenbrück vorgesehen. Im Rahmen von Umstrukturierungen und des von Eltern benannten Bedarfs an Angeboten für Familien – nicht nur vormittags, sondern auch nachmittags –, kam die Idee auf, vor Ort ein eigenes Familienforum aufzubauen. 

Durch das Engagement der Gemeinde und einem Team an ehrenamtlichen Helfern wird dies nun möglich, erzählt Koordinatorin Ina Helwig: „Damit geben wir den Eltern die Möglichkeit, auch andere Angebote wahrzunehmen wie das Eltern-Kind-Frühstück oder eine Waldgruppe.“

Viele Teilnehmer kennt man vom Sehen

Das Angebot läuft gerade erst an – das zweite Frühstückstreffen ist, wie das erste aus der Vorwoche, sehr gut besucht. Astrid von Fintel-Baumann, eine der teilnehmenden Mütter, ist das erste Mal dabei: „Ich wollte einfach mal gucken, wie das Treffen ist. Viele Teilnehmer kennt man vom Sehen. Ich werde weiterhin herkommen – vielleicht kommt man so besser in Kontakt.“ 

Christin von Fintel-Rahmstorf besuche mit ihrem Sohn regelmäßig die Treffen in Scheeßel: „Mein Sohn und ich lieben Simbav. Hier in Lauenbrück ist das Eltern-Kind-Frühstück noch mal etwas anderes und vielleicht lernt man so noch mehr Leute kennen.“

Geleitet wird das Frühstück von zwei Frauen. „Sie sind Ansprechpartnerinnen für die Eltern. Es geht um den Austausch und die Geselligkeit, aber auch darum, dass sich jeder hier willkommen fühlt und bei Bedarf einen Ansprechpartner hat“, erklärt Helwig. 

Teamleiterin Meike Szemjonneck nimmt schon jahrelang an Treffen des Familienforums teil: „Ich bin selbst Mutter zweier Kinder und habe die Treffen schon mit meinem ersten Kind besucht. Ich wurde dann recht schnell gefragt, ob ich als ehrenamtliche Helferin mit einsteigen möchte. Mir macht das sehr viel Spaß.“ 

Laura Riebesehl und Anna-Lena Ehlen haben bisher mit ihren Kindern an den Scheeßeler Treffen teilgenommen. Auch sie wurden gefragt, ob sie bei Simbav tätig werden möchten: „Das hat sich so ergeben und da ich noch in Elternzeit bin, passt das ganz gut“, erzählt Ehlen.

Gruppenleiterinnen arbeiten ehrenamtlich

Die Gruppenleiterinnen arbeiten in der Regel ehrenamtlich. „Ohne das Engagement und das Ehrenamt der Mütter könne die Arbeit des Familienforums nicht funktionieren“, erklärt Ina Helwig. Petra von Spreckelsen ergänzt: „Damit die Arbeit aber honoriert wird, gibt es eine Aufwandsentschädigung, denn es ist auch Arbeit, mit der wir Verbindlichkeit und Verlässlichkeit darstellen.“ 

Da es ein Elternnetzwerk ist, würden auch die Gruppenleiterinnen aus den Treffen akquiriert: „Es ist ein Netzwerk von Eltern für Eltern. Die Eltern in den Treffen können sich damit identifizieren und geben das auch so weiter. Wichtig ist für jeden der Austausch vor Ort“, so von Spreckelsen weiter. „Das Frühstück selbst ist für die Eltern und ihre Kinder kostenfrei – wer mag, kann gerne eine kleine Spende für die Vereinsarbeit ins Sparschwein geben.“

Teilnehmen an den Eltern-Kind-Gruppen kann jeder mit Kind – Mutter, Vater, Großeltern. Welche Angebote Simbav noch zu bieten hat, können Interessierte auf der Vereinshomepage erfahren. Für das Frühstück sind die Räumlichkeiten im Rathaus noch provisorisch. Arne Homfeldt, der stellvertretende Bürgermeister, ist zuversichtlich: „Das ändert sich. Für die Nutzung ist das Gebäude der Sparkasse im Gespräch, die im März schließt.“

www.simbav.de

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