Finteler Baugebiet „In den Drohn“: Erschließung am Jahresende

Der nächste Schritt ist getan

70 Bauplätze: So viel Platz gibt das Gebiet „In den Drohn“ her. Grafik: Planungsbüro Instara

Fintel – Die Gemeinde Fintel ist dem neuen, großen Baugebiet ein Stück näher. Der Bauausschuss hat während seiner Sitzung am Montagabend den Entwurf für den Bebauungsplan für das Gebiet „In den Drohn“ abgesegnet. Passiert der Beschluss auch den Verwaltungsausschuss, wird der Entwurf erneut ausgelegt. Es wird also noch einige Zeit ins Land gehen, ehe auf der derzeitigen Ackerfläche die Erschließungsarbeiten beginnen. Wenn alles gut läuft, meinte Bürgermeister Wilfried Behrens (SPD), könnten die ersten Bagger Ende des Jahres rollen. „Und dann können wir auch damit starten, die Grundstücke zu verkaufen“, so Behrens. Interesse gebe es genug. Bereits 40 mögliche Bauherren hätten sich bei der Gemeinde gemeldet. Insgesamt böte das Gebiet, das der Bebauungsplan umfasst, bis zu 70 Bauplätze.

Allerdings würde nicht gleich der gesamte im B-Plan abgedeckte Bereich als Bauland genutzt, denn es gibt die Möglichkeit, das Gebiet in zwei Abschnitten zu erschließen. Insgesamt 7,46 Hektar stünden für Bauwillige zur Verfügung, wie Udo Lohreit vom Planungsbüro Instara aus Bremen während der Sitzung vorstellte. Er erläuterte den Ausschussmitgliedern und zahlreichen Zuhörern im Gasthof Röhrs den Entwurf für den Bebauungsplan.

Denn interessierte Finteler hat es in der Sitzung einige gegeben, genau wie in der Info-Veranstaltung zum Baugebiet vor etwas mehr als einem Jahr. Damals ist der Vorentwurf rege diskutiert und anschließend in die Behördenbeteiligung gegangen, erinnerte Lohreit. Die lange Zeit, die seitdem vergangen ist, sei nötig gewesen, um den Entwurf für das große Gebiet zu erarbeiten. „Der Plan, wie Sie ihn vorliegen haben, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch ohne Probleme geändert werden“, betonte er. Erst nach dem Beschluss sei das nicht mehr so einfach möglich.

Großen Änderungsbedarf sahen die Ausschussmitglieder nicht und stimmten dem Entwurf mit nur einer Änderung zu. Für „In den Drohn“ habe sich das Planungsbüro an bestehenden Bebauungsplänen der Gemeinde orientiert. So könne auf den Grundstücken 30 bis 40 Prozent der Fläche versiegelt werden – ein üblicher Wert für solche Baugebiete. Ausgeschlossen sind Flachdächer, ansonsten lässt der Plan den Bauherren recht viele Freiheiten. Auf dem Gebiet gibt es eine Unterteilung: Zum Großteil dürfen Einfamilien- oder Doppelhäuser gebaut werden, in einigen Bereichen Mehrfamilienhäuser. Was die Dachgestaltung betrifft, möchte der Finteler Bauausschuss aber lieber keine Überraschungen sehen und hat die Farbwahl der Dächer eingeschränkt. Nur rot, rot-braun oder anthrazit sind erlaubt. Dafür hat sich der Ausschuss mit vier zu drei Stimmen ausgesprochen. „Wir sollten die Farbeinschränkungen drin behalten“, plädierte Steffen Florin (CDU) zuvor dafür, dass die Häuser nicht zu bunt werden.

Der Bereich wird als allgemeines Baugebiet ausgewiesen, auf dem ausschließlich Wohnhäuser sowie in Ausnahmefällen kleinere Gewerbe zulässig sind. Lohreit gab Beispiele: So seien etwa Friseure oder Versicherungsbüros denkbar. Was genau sein darf und was nicht, sei hingegen nicht klar geregelt, erläuterte Lohreit auf eine Nachfrage von Gabriele Schnellrieder (Grüne). Voraussetzung sei, dass der Betrieb nicht die umliegenden Anwohner stört, etwa hinsichtlich Lärm- oder Geruchsemissionen.

Die Baulandfläche am östlichen Ortsrand ist groß, entsprechend viel muss die Gemeinde ausgleichen. Der Bedarf liege bei 20 000 Quadratmetern, informierte Lohreit. Immerhin 4 500 Quadratemeter davon können schon innerhalb des Baugebiets ausgeglichen werden, vor allem durch Baumpflanzungen an den Straßen. Den Rest gleiche die Gemeinde auf anderen eigenen Flächen aus.

Zu welchem Preis die Gemeinde die Bauplätze verkauft, wenn es so weit ist, ist noch nicht klar. Das hänge davon ab, wie viel die Tiefbauarbeiten kosten. „Das kann erst mit der Ausschreibung ermittelt werden“, erklärte der Bürgermeister auf die Frage eines Anwohners. Die Gemeinde versuche aber, bei unter 100 Euro pro Quadratmeter zu bleiben.

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