Mehr als nur Stracciatella und Co.

„Lütje Isdeel“ ist der Traum von Doris Golücke und Hermann Norden

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Kleiner Schuppen mit großer Strahlkraft: Die Lütje Isdeel hat sich zu einem beliebten Treffpunkt in Fintel entwickelt.

Fintel - Von Jennifer Kräge. Scheinbar unscheinbar verbirgt sie sich in einem kleinen Holzschuppen auf dem Grundstück von Hermann Norden und Doris Golücke: die Lütje Isdeel.

2013 eröffnet, möchte heute kein Finteler mehr das kleine Lokal im Herzen des Ortes missen. Denn: Hier gibt es nicht nur Eis, hier findet man Ruhe, nette Betreiber und eine große Portion heimischen Charme.

2012 nach Fintel umgesiedelt, hatte Golücke die Idee, aus einem kleinen Holzschuppen heraus Eis zu verkaufen – in ihrem eigenen Garten. „Ich arbeite seit meinem 16. Lebensjahr in der Gastronomie und habe schon immer gerne viele Menschen um mich gehabt“, sagt sie. „Bevor die Lütje Isdeel eröffnet wurde, habe ich in Lünzen bei der Käseschmiede gearbeitet.“ 

Eröffnung im März 2017

Die Idee nach einem eigenen Eisladen habe sie schon länger gehabt. „Nachdem die Käseschmiede geschlossen wurde, habe ich meinen Lebensgefährten Hermann gefragt, ob er mir einen kleinen Holzschuppen in den Garten baut, damit ich Eis verkaufen kann“, so Golücke. Anfangs sei er noch skeptisch gewesen, habe die Idee aber letztendlich in die Tat umgesetzt. Bevor Hermann Norden das jedoch tat, sollte sie alles besorgen, was sie für den Verkauf benötigt. „Nach vier Wochen hatte ich alles zusammen und so baute Hermann im Winter einen Holzschuppen, sodass wir im März 2013 eröffnen konnten“, erinnert sich Doris Golücke.

Es sei ein verschneiter und regnerischer Tag gewesen, „dennoch kamen 100 Gäste und wollten das Eis probieren.“ Hermann Norden, der Inhaber, ergänzt: „Selbst der damalige Bürgermeister war anwesend, überreichte uns eine Urkunde und freute sich, dass wir in Fintel eine Eisdiele eröffnen.“ Nun darf das Paar von Mitte März bis Mitte Oktober täglich Gäste im eigenen Garten begrüßen. „Das stört uns absolut nicht. Wir haben gerne Menschen um uns herum und zudem wurde das Grundstück mit einer Buchsbaumhecke so abgegrenzt, dass es nicht störend ist“, sagen beide. „Außerdem kann man im Haus einiges erledigen, wenn mal nichts los ist.“

Bis zu 30 Köstlichkeiten

Waren es anfangs noch die typischen Eissorten, die jeder kennt, sind es mittlerweile bis zu 30 handgemachte kalte Köstlichkeiten – von Standard bis ausgefallen, die immer mal wieder gewechselt werden, da die Auslage nur 18 Plätze hat. „Doris ist immer sehr kreativ, was die Eisbecher betrifft. Sie liebt es, neue Kreationen zu entwickeln und ist nicht zu bremsen“, beschreibt Norden die Kreativität seiner Lebensgefährtin. „Man muss sie aber manchmal bremsen, sonst würden wir womöglich bald auch noch Currywurst verkaufen.“

Es sind tatsächlich die Kleinigkeiten, die die Lütje Isdeel wachsen lässt. So wurde in den ersten Jahren das Spaghetti-Eis noch von Hand durch die Maschine gedrückt. „Nachdem ich eines sonntags ganz oft Spaghetti-Eis zubereiten sollte und festgestellt habe, dass es sehr anstrengend ist, haben wir gleich am nächsten Tag eine Spaghetti-Eismaschine gekauft“, erzählt der Inhaber.

Mobile Eistruhe im Einsatz

Dank einer mobilen Eistruhe ist das Paar auch auf Geburtstagen, Kindergartenfesten und Polterabenden unterwegs. So werden die beiden immer bekannter – die Gäste sind längst nicht mehr nur aus Fintel zum Eis essen da. Viele machen Zwischenstopps bei ihren Radtouren oder kommen direkt mit dem Auto, wenn sie nicht gerade spazieren sind.

Neben den süßen Leckereien bieten Norden und Golücke auch jährlich Events an, „weil wir gerne die tollen Dinge, die in Fintel angeboten werden, populärer machen wollen“. Und was machen die Zwei nach dem Saisonabschluss? „Erstmal wird die Eisdiele und alles, was dazu gehört, gereinigt und winterfest gemacht. Anschließend gönnen wir uns einen Urlaub.“

Auf die Frage, ob sie es denn bereut, die Eisdiele nicht schon früher geöffnet zu haben, antwortet die Betreiberin: „Nein, alles kommt zu seiner Zeit. Das ist einfach ein neuer Lebensabschnitt. Man weiß auch nie, was als Nächstes kommt. Es ist einfach schön, so wie es jetzt ist. Ich freue mich bereits jetzt auf die neue Saison ab März.“

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