Mehr Regionalisierung

Kirchenkreistag nimmt sich Zeit für inhaltliche Arbeit

Superintendentin Susanne Briese möchte mit den Delegierten die Grundstandards überprüfen.

Fintel - Anstrengende Jahre liegen hinter dem Kirchenkreistag und seinen Gremien. So galt es, den Haushalts- und Stellenplan für den Zeitraum von 2017 bis 2022 zu erstellen und zu verabschieden. Auch die Vorbereitungen auf das Luther-Reformationsjubiläum hatten ihren Platz in der vergangenen Zeit. „Jetzt können wir wieder mehr auf die Inhalte schauen“, stellte Hartmut Ladwig, Vorsitzender des Kirchenkreistags, bei der jüngsten Sitzung im Finteler Haus der Begegnung fest.

Schon in der vergangenen Wahlperiode hatte der Kirchenkreistag Grundstandards festgelegt und sie auch bereits einmal überarbeitet. Es wurden verbindliche Zielaussagen zu den Bereichen Verkündigung, Gottesdienst und Seelsorge, Jugendarbeit, Kirchenmusik und kirchliche Kulturarbeit, Diakonie, Bildung sowie Leitung und Verwaltung getroffen. „Wir wollen die nächste Zeit dazu verwenden, eine Zwischenbilanz zu ziehen“, informierte Superintendentin Susanne Briese die Anwesenden. Jeder Ausschuss bekomme die Aufgabe, in seinem Bereich zu schauen, wieweit die festgelegten Ziele erreicht worden sind und was noch benötigt wird, um auf dem Weg weiterzukommen. „Wir müssen uns in Abständen immer wieder die Zeit nehmen, um unsere Ziele zu überprüfen“, sagte Briese.

Balance zwischen Bezugspunkt vor Ort und der Region

Weiterhin kündigte sie an, dass der Kirchenkreistag auch eine Bilanz zum Prozess der Regionalisierung im Kirchenkreis ziehen wird. Seit einigen Jahren würden immer drei benachbarte Kirchengemeinden als eine Kirchenregion in verschiedenen Bereichen zusammenarbeiten. Beispielsweise gestalteten sie einen gemeinsamen Gemeindebrief oder betrieben eine gemeinsame Jugendarbeit. Auch würden Gottesdienste zusammen gefeiert.

„Wir sind hier im Vergleich zu anderen Kirchenkreisen sehr gut entwickelt. Aber auch wir können noch besser werden“, erklärte die Superintendentin. Wichtig sei dabei, immer wieder das Verhältnis von Ortsgemeinden und Kirchenregion genau auszuloten. „Die Kirchengemeinde mit ihrem Pfarramt vor Ort ist dabei die Grundstruktur. Das hat eine lange Tradition“, erklärte sie. Doch nur eine vernünftige Aufgabenverteilung unter den Beteiligten einer Kirchenregion führe zu einer Entlastung der einzelnen Gemeinden. Und das wiederum stärke die Ortsgemeinde. „Es wird bei der Regionalisierung auch weiterhin darauf ankommen, eine gute Balance zwischen dem Bezugspunkt Ortsgemeinde und der Öffnung zur Kirchenregion zu finden“, sagte Briese, die sich darauf freue, gemeinsam mit den Beteiligten diesen Prozess zu begleiten.

lw

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