Traditionsveranstaltung am 13. November

Mit Mundschutz und Co.: Martinsfest im Landpark Lauenbrück setzt auf Hygieneregeln

Mit einer Eselslänge Abstand: Pastor Lars Rüter (l.) und Landpark-Chef Friedrich-Michael von Schiller bitten die Martinsfest-Besucher, sich für die Dauer der Veranstaltung am 13. November an gewisse Regeln zu halten.
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Mit einer Eselslänge Abstand: Pastor Lars Rüter (l.) und Landpark-Chef Friedrich-Michael von Schiller bitten die Martinsfest-Besucher, sich für die Dauer der Veranstaltung am 13. November an gewisse Regeln zu halten.

Lauenbrück – Ein Reiter auf einem echten Ross, bunte Laternen, die in der Dunkelheit leuchten, hunderte Kinder, die gemeinsam mit ihren Eltern singen und am Ende gibt‘s beim gemütlichen Plausch noch Punsch und einen Weckmann für alle – so kennt man das vom Martinsfest im Landpark Lauenbrück. Seit 1999 findet die Freiluft-Veranstaltung jährlich zum Martinstag, wenn die Laternelauf-Saison ihren Höhepunkt erreicht hat, bei freiem Eintritt statt.

An Publikum mangelt es nicht, im Gegenteil, zählt das Fest mit bis zu 800 Umzugsteilnehmern doch kreisweit tatsächlich zum größten seiner Art. Woher das nicht abreißende Interesse rührt? Parkchef und Mitveranstalter Friedrich-Michael von Schiller glaubt, den Grund zu kennen: „Es ist ein emotionaler Abend, das höre ich von den Leuten immer wieder.“ Und auch das Ambiente des Parks selbst, ergänzt ihn Lauenbrücks Pastor Lars Rüter, dessen Kirchengemeinde von Anfang an Mitveranstalter ist, trage natürlich immer wieder zum Gelingen bei.

Nun hatte aber auch das Lauenbrücker Martinsfest, für viele ein Lichtblick im dunklen Herbst, im letzten Corona-Jahr wie so vieles andere Pause. In diesem November, genauer am Samstag, den 13., wollen die Organisatoren aber von 18 Uhr an wieder an die gute alte Tradition anknüpfen – nur eben in etwas abgespeckter Form, die der immer noch geltenden Pandemielage den Verantwortlichen angemessen erscheint. Rüter: „Wir glauben, gerade die Kinder lechzen förmlich danach, mal rauszukommen, daher haben wir uns überlegt, wie wir ein coronakonformes Fest auf die Beine stellen können.“ Eines, und das betonen von Schiller und Rüter ganz deutlich, zwar mit Abstandseinhaltung und Maskenpflicht einhergehen müsse, unter den gegebenen Bedingungen jedoch so schön wie möglich gestaltet werden solle.

Auch dieses Jahr werden im Landpark wieder viele selbst gebastelte Laternen zu sehen sein, die in der Dunkelheit leuchten.

Soll heißen: Auf eine szenische Darbietung am Parkeingang, die sich auf die Erzählung über den Heiligen Martin bezieht, also jenen römischen Soldaten, der vor mehr als 1 600 Jahren seinen Mantel zerschnitten haben soll, um ihn mit einem frierenden Bettler zu teilen, müssen die Besucher auch dieses Mal nicht verzichten. Ebenso wenig natürlich auf den Kern der Veranstaltung, den sich anschließenden Laternenumzug sowie auf den ein oder anderen musikalischen Beitrag. „Nur das gesellige Beisammensein zum Abschluss auf dem Hof, das haben wir für dieses Jahr schweren Herzens gestrichen“, berichtet Rüter. Entsprechend würden auch keine Getränke ausgegeben – „das würde andernfalls dann wohl doch dazu animieren, in Grüppchen zusammenzustehen“, glaubt von Schiller. Immerhin: Die obligatorischen Weckmänner, ein von Kirchenvorsteherin Inge Baden und ihrem Team selbstgemachtes Hefeteiggebäck, bekämen die Teilnehmer mit auf den Weg nach Hause gereicht – quasi „to go“.

Auch wenn die Martinsfest- Organisatoren es natürlich nicht hoffen: „Sollte jetzt wirklich der Fall eintreten, dass die Zahlen wieder explodieren, könnte es eine Absage unserer Veranstaltung noch am selben Tag geben“, kündigt von Schiller schon mal vorsichtshalber an.

Laterne, Laterne

Schon die allerersten Christen haben Lichterumzüge gefeiert. Im Mittelalter haben die Menschen im November ein Feuer auf ihren leeren Feldern entzündet. Damit wollten sie sich bei Gott für eine gute Ernte bedanken. Die Kinder haben damals Fackeln aus Stroh gebastelt oder dicke Rüben ausgehöhlt und eine Kerze reingestellt. So einen ähnlichen Brauch kennt man vielleicht von Halloween. Mit diesen Rüben-Laternen zogen die Kinder durch die Straßen. Weil ein großes Feuer aber gefährlich ist, feiern die Menschen seit etwa 200 Jahren einen Martinsumzug. Und statt ausgehöhlten Kürbissen tragen die Kinder heute Papierlaternen.

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