Martin Römer entwirft mit Gästen neue Kommunikationsformen über den Glauben

Auf ein Bier mit dem Pastor

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Referent Martin Römer (l.) im Gespräch mit Pastor Thomas Steinke während des Impulsabends.

Lauenbrück - Das Orgateam der Kirchenregion Fintel-Lauenbrück-Scheeßel durfte sich auch am dritten Impulsabend der Reihe „Wie wird Glauben spürbar“ über ein volles Haus freuen. Rund 60 Gäste waren in die Fintauschule gekommen, um mit dem Referenten Martin Römer von der Landeskirche Hannover über das Thema „Gemeinsam – wozu Kirche gut ist“ zu diskutieren.

An den von der Schülerfirma perfekt eingedeckten Tischen wurden die Besucher zunächst mit gefühlvoll vorgetragenen Balladen von Michael Zehl auf den Abend eingestimmt. Nach der Begrüßung durch Angelika Hoppe und Pastor Thomas Steinke aus Fintel erhielt der Referent das Wort.

Was nun folgte, waren eineinhalb Stunden aktives Miteinander aus Zuhören, Verarbeiten, Diskutieren und Mitmachen. Anhand provokanter Fragen wie „Ist der Pastor der Chef der Gemeinde?“, „Die Kirche soll sich aus Politik heraushalten?“ oder „Hauptsache, ich fühle mich in der Gemeinde wohl?“ forderte Römer die Gäste auf, miteinander über das Thema des Abends zu diskutieren und durch Aufstehen oder Sitzenbleiben ihre Meinung kundzutun.

„Wie erfolgreich es sein kann, auf ungewöhnliche Weise Kirche wieder ins Gespräch zu bringen, zeigen die Londoner, wo Banker beim Lunch oder beim Bier im Pub mit Geistlichen über Glauben sprechen“, so Römer. „Man muss sich öffnen und neue Wege suchen, denn zuerst hat Gott seinen Sohn in die Welt gesandt. Erst danach ist die Kirche entstanden und nicht umgekehrt. Wenn Kirche sich besinnt, dass sie eine Sendung hat, dann beginnt sie wieder zu wachsen“, führte er weiter aus.

An welchen ungewöhnlichen Orten die Besucher sich auch in Scheeßel  Gespräche über Glauben vorstellen könnten, zeigten sie ganz spontan, indem sie im Raum markierte Punkte wie Freibad, Untervogtplatz, Einkaufszentrum, Landpark, Meyerhof oder Hurricane ansteuerten und dort miteinander äußerst angeregt und motiviert über neue Formen der Kommunikation über den Glauben diskutierten. 

uj

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