Gunda Lohmann engagiert sich ehrenamtlich in der Finteler St.-Antonius-Gemeinde

Ein Leben für die Kirche

Gunda Lohmann denkt noch lange nicht ans Aufhören. - Foto: hr

Fintel - Von Hannelore Rutzen. „Mehr Zeit für mich, mehr Zeit für dich“ lautet der Titel einer Fotoausstellung, die zurzeit im Haus der Begegnung in Fintel zu sehen ist. Vorgestellt werden darin in der Samtgemeinde lebende ehrenamtlich tätige Persönlichkeiten der älteren Generation. Eine dieser „guten Seelen“ ist Gunda Lohmann.

Sie sei eine „waschechte Fintelerin“, sagt Lohmann über sich selbst. In der Gemeinde sei sie geboren, damals im Jahr 1940, dort sei sie aufgewachsen und zur Schule gegangen – und dort ist sie bis heute geblieben.

Nach ihrer Konfirmation durch Pastor Koller unterstützte sie bereits als junges Mädchen die Kindergottesdienstarbeit und lernte in dieser Zeit Blockflöte spielen. „Das war für mich eine Abwechslung“, sagt sie. Ihre Mutter hatte ein Harmonium mit in die Ehe gebracht. Lohmann setzte sich daran und brachte sich das Spielen selbst bei, und in den 60er Jahren begann sie sogar Orgel zu spielen.

In den Jahren 1958 und 1959 besuchte sie die landwirtschaftliche Schule. „Mehr war damals nicht drin, denn ich wurde daheim gebraucht.“ 1962 heiratete sie ihren Willi, einen jungen Mann aus der Nachbarschaft. Drei Kinder gingen aus der Ehe hervor. Heute ist Lohmann stolze Großmutter von sechs Enkelkindern. „Sie brachten mir bei, wie ich mit dem Computer und dem Handy umgehen muss“, erzählt sie.

1988 bis 1994 war die Fintelerin Mitglied im Kirchenvorstand und wurde 1991 Küsterin – damals noch unter Pastor Wilhelm Röhrs. „Das war für mich eine sehr schöne Zeit.“ Als das Pastorenhaus renoviert wurde, habe sie die Arbeiten intensiv und täglich betreut. 1995, als der Kirchturm neu eingedeckt wurde, sei sie bis zur Spitze des Turms geklettert. „Eine herrliche Aussicht war das!“

Der Dienst als Küsterin – noch heute erinnert sich Gunda Lohmann gerne an diese Zeit zurück.“ Ich konnte viele Ideen einbringen und meine handwerklichen Begabungen wahr machen. Das ging los beim wöchentlichen Aufziehen der Kirchturmuhr, über das Schmücken der Kirche bis hin zur Pflege der Außenanlagen“, erinnert sie sich.

Auch den Konfirmanden habe sie immer wieder ein Küsterpraktikum angeboten. „Sie haben mich viel unterstützt.“ In diese Zeit fielen auch die Verabschiedungen der Pastoren Feltkamp und Röhrs. „Einfach war’s nicht, denn man hat sie ja begleitet und nahm an allem Anteil“. so Lohmann.

Als die Fintelerin aufhörte, wurde die Küsterstelle aus Kostengründen nicht neu besetzt. Dennoch blieb sie dem Kirchendienst treu, organisiert bis heute noch die Verteilung der Gemeindebriefe. „Viele Jahre übernahm und übernehme ich auch die Vertretung im Gemeindebüro. Es steckt so in mir drin, ich muss immer eine Aufgabe haben. Über 20 Jahre begleitete ich auch den Besuchsdienst“.

1999 verstarb ihr Mann. Als dieser Umstand ein bisschen verarbeitet war, lernte sie noch einmal das Trompetespielen. 15 Jahre war sie darauf Mitglied im Posaunenchor. Jetzt spielt sie im Blockflötenchor, den sie 1990 mitbegründete.

Sofern es geht, hilft sie immer noch überall mit, übernimmt unter anderem Fahrdienste für die kirchlichen Seniorenveranstaltungen. Ans Aufhören denkt Gunda Lohmann dabei noch lange nicht.

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