Lauenbrücks Kicker-Legenden schwelgen in Erinnerungen

Fußball bleibt ihre große Liebe

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Ihre aktive Zeit ist schon ein paar Jahre her, doch immer noch treffen sich einige ehemalige Fußballer des SV Lauenbrück, um sich gemeinsam an alte Zeiten zu erinnern.

Lauenbrück - Von Hannelore Rutzen. Einen Tag voller Erinnerungen haben mehr als 40 ehemalige Fußballer des Traditionsvereins SV Lauenbrück erlebt. „Wir wollen zwar nicht mehr die Fußballschuhe schnüren, aber die erfolgreichen Zeiten nochmals Revue passieren lassen“, so Ex-Vereinschef Günter Volkmer in seiner Begrüßung. Er hatte die „alte Garde” zusammengetrommelt. Nach 2007 war es die zweite Zusammenkunft dieser Art.

Ein Hauch von Nostalgie schwebte über ihren Köpfen, als sich die ehemaligen Kicker im Lauenbrücker Sporthaus trafen. Und sie kamen immer wieder ins Schwärmen, wenn sie sich über die Glanzzeiten ihres Vereins unterhielten. 19 Jahre lang, erinnerte Volkmer, spielte die Mannschaft in der Bezirksliga und musste dann absteigen. In der neuen Klasse hielt man sich noch ein Jahr und spielte fortan auf Kreisebene. Bis zum Jahr 2000 konnte der SV Lauenbrück noch eine erste Herrenmannschaft in der Kreisklasse melden, „danach musste der Fußballsport mangels Masse eingestellt werden“, so Volkmer. Mit dem Nachbarverein Grün-Weiß Helvesiek schloss man sich zum FC Fintau zusammen. Die Ehe hielt aber nur bis 2012. In den Spielzeiten 2012/2013 und 2013/2014 wurde die erste Herrenmannschaft jeweils Staffelmeister und stieg auf. „Derzeit spielt sie in der zweiten Kreisklasse Süd“, ergänzte er.

Sport, so der ehemalige SV-Chef, sei in Lauenbrück schon vor 90 Jahren „die schönste Nebensache der Welt“ gewesen. 25 „Jungkeerls“, Mitglieder des Pfeifenraucherklubs „Einigkeit Lauenbrück“, hätten sich im Jahr 1921 entschlossen, gesünder zu leben und Sport zu treiben. Sie wollten Fußball spielen und gründeten den Sportverein. Schon kurz danach gab es bereits eine Jugend- und eine Herrenmannschaft“, erinnerte Günter Volkmer.

Es fanden Freundschaftsspiele gegen Rotenburg, Zeven, Ottersberg und Scheeßel statt. Zwischen 1927 und 1929 musste der Verein seinen Spielbetrieb einstellen, da die finanziellen Mittel nicht mehr ausreichten. Danach ging es wieder aufwärts. „Mit der Teilnahme der Spieler an den Punktspielen war es nicht ganz einfach. Denn die Freistellung für den Sport in einem überwiegend landwirtschaftlich ausgerichteten Arbeitstag erlaubte auch an Wochenenden keine Extravaganzen“, erklärte der Gastgeber.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges erfolgte eine Neugründung. „Mit den alten und neu an Flüchtlingen dazugekommenen Spielern hatte der Verein 60 Mitglieder“, so Volkmer. Die Staffeln wurden neu aufgestellt, die Qualität der Mannschaften nahm zu. In der Folgezeit wurden Staffelmeisterschaften errungen und im Spieljahr 1966/67 der Aufstieg in die Bezirksliga-West erreicht.

Ihren größten Erfolg erzielte die erste Mannschaft 1969 als sie sich vor dem Endspiel um den Bezirkspokal kurzfristig sich für die Pokalspiele um dem Landespokal qualifiziert hatten und zwei hochkarätige Verbandligisten ausschalteten, aber es nützte nichts. Die Lauenbrücker zogen trotz starker Leistung den Kürzeren.

„Aufgrund der guter Nachwuchsarbeit kamen immer wieder neue Talente dazu“, sagte Volkmer, „wie zum Beispiel Harald Aron, Uwe Kammler, Uwe Rathjen, Bernd und Andreas Schwiebert, Klaus Gerken, Wilfried von Bargen, Peter und Bernd Herbicht, Peter Ehrke, Andreas Behnemann, Jochen, Klaus und Peter Intelmann und auch Spieler aus anderen Vereinen. „Besonders Harald Aron und Uwe Rathjen waren gute Spieler und bei den Gegnern gefürchtet.“

Die Sportler waren von dem Austausch sehr angetan und legten fest, sich spätestens in fünf Jahren wieder zu treffen.

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