Lauenbrücker Speeldeel feiert mit „Een Matjes singt nich mehr“ Premiere

Tohuwabohu im Wohnzimmer

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Blick frei auf ein wüstes Tohuwabohu in einem gutbürgerlichen Wohnzimmer: Szenenbild aus „Een Matjes singt nich mehr“ bei der Premiere in der Fintauschule.

Lauenbrück - Mit der Komödie „Een Matjes singt nich mehr“ begeisterte die Lauenbrücker Speeldeel bei der Premiere das Theaterpublikum in der Aula der Fintauschule. Jetzt wird das lustige Stück von Konrad Hansen noch dreimal an gleicher Stelle gezeigt. Der Vorhang hebt sich am kommenden Freitag und Sonnabend, jeweils um 19.30 Uhr, sowie am Sonntag um 16 Uhr (mit Kaffee und Kuchen ab 15 Uhr). Die Theaterleute bitten, dass sich Gruppen vor allem für das Kaffeetrinken vorher unter der Telefonnummer 04265/ 444 anmelden.

Schauplatz für das wüste Tohuwabohu ist ein spießbürgerliches Wohnzimmer. In dieser guten Stube tummeln sich in der Folge allerlei skurrile Typen in einem ebenso skurrilen Plot, wo Schein und Sein kräftig durcheinander gewirbelt werden. Das Stück könnte auch heißen: „24 Stunden im Leben des Hansi Semmelhack“ (Stefan Stünkel – immer kurz vorm Verzweifeln) und die haben es in sich. „Hansi“, Prokurist im Fischhandel seines künftigen Schwiegervaters Oswald Schuppenhauer (Moritz Meyer – mit Talent zum Komiker), will dessen leicht angejahrte Tochter Gudrun (Anja Oppermann, stets auf Zickenalarm) freien. Da kommt es gar nicht gut, wenn nach der durchzechten Junggesellenabschiedsfete eine knusprige Deern (Jennifer Stephanski als kecke „Dele“) auf seinem Sofa aufwacht. In das Drama um die recht flaue Leidenschaft des späten Pärchens „Hansi“ und „Gudrun“ mischen sich der als Reporter getarnte Detektiv „Rudi Lehmkuhl“ (Benny Weseloh), der singende Klempner „Klaus Büssenschütt“ (Rolf Focken), der kleptomanische Pseudo-Butler „George“ (Diana Fineske) und „Hansis“ Mutter „Paula Semmelhack“ (Ilona Stephanski) ein. Aber eine Person fehlt noch: mit Jubel begrüßt das Publikum den Auftritt der „Dora Schuppenhauer“ – Esperanza Freude-Quade als Vollweib.

Das Publikum dankte den Akteuren mit donnerndem Applaus. Der Matjes sang zwar nicht mehr, aber in der Fintauschule steppte der Bär. Nicht zuletzt auch wegen Ann-Cathrin Behrens, Kira Metze, Anna-Lena Greve, Antonia Block und Hauke Wahlers. Sie brachten bereits vor dem eigentlichen Stück einen Sketch zur Aufführung – und zwar „De Lottogewinn“, frei nach Vico von Bülow.

Ebenso zum Erfolg der Aufführung trugen bei: Souffleur Heiko Mahnken, der die Spielleitung mit Katrin Lüttke ausübte, Techniker Philipp von der Wehl, die Maskenbildnerinnen Marina Heitmann und Andrea Meyer, die Bühnenbildner Stephan Thiel und Jork Schiemann sowie Kostümbildnerin Anja Oppermann.

hr

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